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Warum externe iPhone-Objektive zu besseren Fotos führen

27.11.2018 | 12:45 Uhr |

Die Verwendung von externen Objektiven auf Ihrem iPhone ermöglicht es Ihnen, Aufnahmen zu machen, wie Sie Ihnen noch nie zuvor gelungen sind und gibt Ihnen bei der die Motivgestaltung jede kreative Freiheit.

Aufsteckobjektive für Ihr iPhone gibt es in einer großen Varianz von Weitwinkel- über Tele- bis hin zu Makro- und anderen Objektiven, aber alle sind dafür gedacht, dass Sie mit Ihrem iPhone bessere Fotos machen können.

Jedes neue iPhone führt zu einer heftigen Diskussion darüber, wie sehr Apple die Kamera darin verbessert hat. Und wir bei Macworld (und Macwelt) sind immer bereit, diese Debatte zu führen. Wenn Ihr iPhone jedoch erst eine oder zwei Generationen alt ist, sollten Sie wissen, dass Ihre Fotografieergebnisse mit Hilfe externer Objektive noch weiter voran kommen, als mit einem neuen iPhone samt verbesserte Kamera.

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© Daniel Masaoka / IDG

Was für externe Objektive spricht

Warum sollten Sie externe Objektive verwenden? In erster Linie lassen sie Fotos machen, die vorher nicht möglich waren. So ermöglicht beispielsweise ein Weitwinkelobjektiv eine breitere Aufnahme - Sie erhalten ein größeres Sichtfeld. Manchmal kann man sich nicht weiter vom Objektiv entfernen, so dass ein Weitwinkelobjektiv es einem ermöglicht, mehr von einer Landschaft einzufangen oder eine ganze Gruppe von Personen auf das Bild zu bekommen, was man sonst nicht geschafft hätte.

Weitwinkel im Vergleich
Vergrößern Weitwinkel im Vergleich
© Daniel Masaoka / IDG

Mit einem Teleobjektiv können Sie Objekte aufnehmen, die viel weiter entfernt sind. Wenn Sie mittels Zangengeste den digitalen Zoom des iPhone verwenden, nehmen Sie im Grunde genommen einen kleinen Teil des Bildes auf und vergrößern den Ausschnitt. Dies kann zu Weichheit oder Unschärfe im Bild führen, da die Datenmenge des Ausschnitts nicht wächst.

Digitaler Zoom wirkt unscharf, da es sich lediglich um eine Ausschnittsvergrößerung handelt.
Vergrößern Digitaler Zoom wirkt unscharf, da es sich lediglich um eine Ausschnittsvergrößerung handelt.
© Dan Masaoka / IDG

Wenn Sie ein iPhone mit zwei Objektiven auf der Rückseite nutzen, wie die Modelle 8 Plus oder XS, ist eines davon ein Teleobjektiv, das etwa einen zweifachen Zoom gegenüber dem Standardobjektiv bietet. Das ist für viele Situationen gut genug, aber Sie können trotzdem ein weiteres Teleobjektiv an der Telekamera anbringen und so die vierfache Vergrößerung erreichen.

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© Dan Masaoka / IDG

Und mit einem Makroobjektiv können Sie auch kleinste Objekte aus der Nähe betrachten. Das können Sie sich wie eine Lupe vorstellen, wenn Sie ganz nah dran sein müssen. Dann können Sie auch winzige Dinge wie diese Blumen, Insekten oder Wassertropfen ablichten.

Ganz nah ran mit dem Makroobjektiv
Vergrößern Ganz nah ran mit dem Makroobjektiv
© Dan Masaoka / IDG

Der zweite Grund für die Nutzung externer Objektive ist, dass Sie die Objektauswahl mit Bewegungsfreiheit kombinieren und einzigartige kreative Entscheidungen treffen können. So werden beispielsweise Gesichter und andere Objekte je nach Entfernung und verwendetem Objektiv unterschiedlich aussehen. Nachfolgend finden Sie mit verschiedenen Optiken aufgenommene Fotos und Sie können sehen, wie sich das Gesicht bei gleicher Rahmung verändert. Es ist sicherlich subjektiv, aber Porträts von Menschen sehen im Allgemeinen besser aus mit einem Objektiv, das eher einen Telefokus bietet.

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© Dan Masaoka / IDG

Objektive beeinflussen auch das Verhältnis von Vorder- und Hintergrund. Im Vergleich zu einem Weitwinkelobjektiv komprimiert ein Teleobjektiv den Raum: Neben dem geringeren Hintergrund erscheint auch der Hintergrund näher. Im folgenden Beispiel sehen Sie den Unterschied zu den Brückentürmen hinter ihr. Im Wesentlichen gibt Ihnen das Objektiv die Möglichkeit, bei jeder Aufnahme zu bestimmen, was wichtig ist.

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© Dan Masaoka / IDG

Was gegen externe Objektive spricht

Bevor Sie losziehen, um ein komplettes Set kaufen, lassen Sie uns erst über die Nachteile sprechen. Zusatzlinsen verliert man leicht und sind einfach weitere Teile, um die man sich kümmern muss. Einige Objektive erfordern proprietäre Gehäuse, um zu funktionieren, was bedeutet, dass die Optionen für das Gehäuse begrenzt sind. Die Objektive müssen Sie zunächst an Ihrem Smartphone befestigen, was immer einen Moment dauert, bis die Kamera betriebsbereit ist. Es gibt auch keine Garantie dafür, dass die heutigen Objektive mit zukünftigen iPhones funktionieren, und das gilt insbesondere für spezielle Lösungen.

Außerdem funktioniert der Hochformatmodus nicht, wenn Sie ein externes Objektiv verwenden. Diese Funktion erfordert, dass beide Kameras auf der iPhone-Rückseite gleichzeitig aufnehmen, aber eine der Optiken vom externen Objektiv blockiert wird. Auf iPhones mit mehreren Kameras benötigen Sie eine zusätzliche App, um das Teleobjektiv manuell auszuwählen.

San Francisco und Montreal
Vergrößern San Francisco und Montreal
© Dan Masaoka / IDG

Das Beste aus der iPhone Kamera herausholen

Ich bin ein großer Fan von iPhone-Objektiven geworden, zum großen Teil, weil Apples Kameras so gut geworden sind - man kann erstaunlich hochauflösende Fotos machen. Zugegeben, ein iPhone mit externen Objektiven wird niemals spezielle Kameras mit Austauschobjektiven ersetzen, die Ihnen eine vollständige manuelle Steuerung, eine größere Auswahl an Optiken und größere Sensoren bieten. Aber Sie haben Ihr iPhone ohnehin schon überallhin dabei, ein zusätzliches Telefonobjektivs oder zwei  mitzunehmen ist wesentlich einfacher eine große, sperrigen Kamera mitzuschleppen - samt ihrer Objektive

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© Dan Masaoka / IDG

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