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Was das iPad Pro vom Pixel Slate kopieren sollte - und was nicht

30.11.2018 | 17:28 Uhr |

Obwohl das neue iPad Pro das bessere Tablet ist, kann es ein paar Features vom Google Pixel Slate kopieren, um noch besser zu werden.

Der nĂ€chste Konkurrent des iPad Pro heißt: Pixel Slate . Hierbei handelt es sich um ein 12,3-Zoll großes, Chrome-OS-basiertes Google-Tablett. Der Home Button fehlt, dafĂŒr gibt es USB-C-UnterstĂŒtzung, viele Magnete und bei Bedarf eine externe Tastatur fĂŒr 200 US-Dollar. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Trotz all ihrer Gemeinsamkeiten unterscheiden sich das Pixel Slate und iPad Pro in diversen Punkten.

FĂŒnf Dinge, die das iPad Pro vom Pixel Slate kopieren sollte

Zweiter USB-Anschluss

Wie beim iPad Pro erfolgt der Anschluss beim Pixel Slate via USB-C (einen Kopfhöreranschluss gibt es ĂŒbrigens nicht). Allerdings ist Google im Vergleich zu Apple bereits einen Schritt voraus, indem es einen zweiten Anschluss auf der gegenĂŒberliegenden Seite des Pixel Slate gibt. UnabhĂ€ngig davon, auf welcher Seite sich Ihre Steckdose befindet, können Sie das Tablet mit Strom versorgen, ohne das Kabel um den Bildschirm wickeln zu mĂŒssen.

Sowohl das Pixel Slate als auch iPad Pro haben Vor- und Nachteile.
VergrĂ¶ĂŸern Sowohl das Pixel Slate als auch iPad Pro haben Vor- und Nachteile.

UnterstĂŒtzung fĂŒr USB-C-Festplatten

Apple ermöglicht es Ihnen, Kameras und Displays ĂŒber den USB-C-Anschluss des iPad Pro anzuschließen. Wenn Sie aber eine Festplatte anstöpseln, passiert nichts. Das ist fĂŒr einen "Computerersatz", wie Apple das iPad Pro bewirbt, einfach inakzeptabel.

Mit dem Slate funktioniert so ziemlich jedes PC-Laufwerk mit USB-C-Anschluss, Sie können direkt in der Files App darauf zugreifen. Im Vergleich dazu ist der USB-C-Anschluss am iPad (noch) ein schlechter Scherz.

Anmeldungen fĂŒr mehrere Benutzer

Das ist schon seit einiger Zeit ein Streitpunkt, der durch den hohen Preis des iPad Pro weiter angefacht wird. Apple erwartet nicht, dass jedes Mitglied eines Haushalts einen eigenen Mac kauft, also warum sollten Sie mehr als 800 oder 1.000 Euro fĂŒr ihr eigenes iPad ausgeben?

Die Pixel Slate Tastatur hat eine Hintergrundbeleuchtung sowie ein Trackpad.
VergrĂ¶ĂŸern Die Pixel Slate Tastatur hat eine Hintergrundbeleuchtung sowie ein Trackpad.

Googles Multi-User-UnterstĂŒtzung auf dem Pixel Slate ist nicht perfekt – vor allem, da nur der Hauptbenutzer Zugriff auf den Play Store und die Android-Apps hat. Aber zumindest mĂŒssen Sie nicht fĂŒr jedes Familienmitglied separate Slates kaufen.

Trackpad und hintergrundbeleuchtete Tasten

Bei so großen Bildschirmen sind sowohl das iPad Pro als auch das Pixel Slate dann am besten, wenn sie an eine Tastatur angeschlossen sind. Beim Pixel Slate Keyboard sind zwei Features integriert, die beim Smart Keyboard von Apple fehlen: Hintergrundbeleuchtung und ein Trackpad. Apple war eines der ersten Unternehmen, das hintergrundbeleuchtete Tasten auf einem Rechner anbot. Das Fehlen beleuchteter Tasten auf der Tastatur des iPad Pro ist daher ein großer Schritt zurĂŒck.

Und ja: Technisch gesehen unterstĂŒtzt iOS keinen Cursor, allerdings könnte Apple etwas Elegantes fĂŒr das iPad Pro entwerfen, damit man die Dinge auf dem Bildschirm steuern und gleichzeitig die HĂ€nde auf der Tastatur behalten kann. Das stĂ€ndige Hin- und Herbewegen der Hand zwischen Tablet und Tastatur macht einfach keinen Spaß.

Ein vollstĂ€ndiger Safari-Browser fĂŒr den Desktop

Dies ist mit einer der grĂ¶ĂŸten Unterschiede zwischen dem Pixel Slate und dem iPad Pro. Beide GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber voll funktionsfĂ€hige Browser, die schnelle, dynamische Webinhalte liefern. Auf dem iPad verwenden Sie technisch allerdings noch immer einen mobilen Browser.

Chrome auf dem Pixel Slate ist das gleiche wie Chrome auf einem PC, mit der Möglichkeit, native Webanwendungen, Browsererweiterungen und vor allem die Desktop-Version von Websites immer wieder neu anzufordern.

Wenn Apple wirklich möchte, dass das iPad Pro als Hauptcomputer anerkannt wird, benötigt es definitiv eine Safari-Desktop-Version.

Drei Dinge, die das iPad Pro nicht vom Pixel Slate kopieren sollte

Konkurrierende Schnittstellen

Da es sich bei dem Pixel Slate um ein Tablett handelt, hat Google die traditionelle Chrome-OS-OberflĂ€che neu gestaltet und sie an das Touch-Display angepasst. Google hat eine nette BenutzeroberflĂ€che geschaffen, die sogar Ähnlichkeiten zu iOS aufweist, mit Vollbild- und Splitscreen-Anwendungen sowie einem Dock.

Aber wenn Sie das Slate mit einer Tastatur koppeln, kehrt die alte Chrome-Schnittstelle zurĂŒck, mit PC-Ă€hnlichem Multitasking und einer Back-Screen-Taste.

Wenn Apple das iOS fĂŒr das iPad ĂŒberarbeitet, brauchen wir eine OberflĂ€che, die vielseitig genug ist, um berĂŒhrungslose und tastaturbasierte Interaktionen ohne UmstĂ€nde zu ermöglichen.

Frontseitige Lautsprecher

Wie das Pixel 3 verfĂŒgt auch das Pixel Slate ĂŒber einen Stereo-Lautsprecher an der Front-Seite, der großartig klingt. Allerdings entpuppen sich diese in der Praxis schnell als Staub- und Schmutzmagnete und lassen das GerĂ€t sehr schnell Ă€lter aussehen als es eigentlich ist.

Modelle mit verschiedenen Prozessoren

Der Preis fĂŒr das Pixel Slate liegt zwischen 599 und 1.599 US-Dollar – je nach Prozessor, Speicher und RAM. Das ist fĂŒr die Kunden einfach nur verwirrend. WĂ€hrend einige Leute ihr iPad gerne mit zusĂ€tzlichem RAM oder einem A13-Prozessor konfigurieren wĂŒrden, ist es immer noch am besten, wenn Apple die Optionen einfach hĂ€lt, obwohl wir nichts gegen ein paar weitere Farboptionen im XR-Stil einzuwenden hĂ€tten.

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