2402710

Was ist dran an der Datenauswertung der Smart TVs?

18.01.2019 | 12:30 Uhr | Peter Müller

Eigene Daten sind wertvoll, das ist seit spätestens 2018 bekannt. Wie sieht es aber auf einem smarten Fernseher aus?

Smart TVs wissen, was ihre Besitzer sehen und fangen mit den Daten etwas an? Nein! Doch! Ohh! Bill Baxter, CTO des Samrt-TV-Herstellers Vizio hat letztens genau erklärt, warum sein Unternehmen das macht: Um nach dem Verkauf des TV-Gerätes noch Umsätze damit zu generieren. Würde man auf diese Art der Monetarisierung verzichten, käme die Anschaffung der Geräte weit teurer.

Derartige Ansätze verfolgen aber auch andere Hersteller, auch solche von Streamingboxen wie Roku, und bedienen sich dabei einer Technik namens Automatic Content Recognition (ACR) oder automatisierte Bilderkennung: Aus Screenshots des Programms können die Algorithmen unter Abgleich mit einer Datenbank herausfinden, was die Leite anschauen. Das hat auch Vorteile, denn nur so können manche Anbieter ihren Kunden passende Programme vorschlagen.

Wie Jared Newman auf Techhive aber weiter ausführt, lässt sich an praktisch allen Apparaten ACR auch ausschalten - und wer Sorgen um seine Privatsphäre hat, schafft sich besser einen nicht so smarten Fernseher an, der dann teurer kommt. Immerhin steht Apples Videodienst am Horizont. Auch Cupertino sammelt Daten der Nutzer ein, verspricht aber den Schutz der Privatsphäre durch einen hohen Grad der Anonymisierung und Randomisierung – anders als andere Anbieter nutzt Apple die Daten nur zur Verbesserung der eigenen Service und nicht dazu, mit passender Werbung Geld zu machen.

Macwelt Marktplatz

2402710