2239148

macOS 10.13 High Sierra – das ist neu

22.08.2017 | 10:20 Uhr |

Apple schraubt die Drehzahl an macOS etwas herunter und schiebt nur ein kleineres Update für macOS Sierra nach. Zwar bekommt das Betriebssystem für den Mac einen neuen Namen, High Sierra, dennoch legt Apple macOS als Machine Learning und VR Grundlage für das gesamte Hardware-Ökosystem aus.

Update 22.08.2017:

Wie schon letzte Woche stellt Apple die Updates für die kommenden Betriebssysteme bereit. Für die Entwickler ist dies bereits die siebte Version, für die freiwilligen Tester die sechste. Viel hat sich nicht geändert, Apple bügelt wohl die bekannten Fehler aus, besonders bei dem neuen Dateisystem gibt es noch viel zu tun. So kann die neueste Version von High Sierra bzw. das Festplattendiensprogramm die Größe der APFS-Volumen ändern. Das Update ist rund 3 GB groß und kann über den Mac App Store heruntergeladen werden.

Die prominenteste Änderung hat wohl der Mac App Store bzw. Safari erfahren. Apple bewirbt nun die Safari-Extentions auch über den Mac App Store, allerdings ist diese Neuerung auch für macOS Sierra verfügbar. Auf der Webseite der Extension führt nun ein neuer Link direkt in den Store, von jetzt an kann man die Safari-Erweiterungen auch dort herunterladen bzw. kaufen.

Update 16.08.2017:

Apple dreht wohl die Geschwindigkeit der Updates hoch, die neuen Versionen kommen nun in einem Wochenturnus. Auch für die High Sierra gibt es die Entwickler- und Public-Betas. Die mittlerweile sechste Entwickler-Beta behebt zahlreiche Fehler, die Release Notes erstrecken sich über sieben Seiten. Die meisten Probleme bereitet wohl das APFS (Apple File System), das ab Herbst auf allen Macs landet. Laut Apple sind momentan einige Mac-Modelle ausgeschlossen. So unterstützen Macs mit einer HDD kein APFS, auch einige iMacs mit 3 TB Fusion Drive bereiten wohl noch Probleme. Dies erklärt auch, warum so viele Nutzer über Install-Probleme bei High Sierra klagen.

Für die neueren Macs mit der Touch Bar gibt es einige Neuerungen: So erhöht Apple die Tapp-Zeit auf 1,5 Sekunden, um zufällige Berührungen der interaktiven Leiste nicht als Befehle auszuwerten. Bei der Lauter- und Leiser-Anzeige kann man ab High Sierra kurz nach links oder rechts wischen, um die Lautstärke zu ändern. Momentan muss man erst den Schieberegler aufrufen und kann erst dann die Lautstärke verändern. Der Blogger Pikeralpha hat zudem in der aktuellen Version die Spuren des künftigen Intel-Prozessors Skylake Xeon gefunden. Dieser sollte in dem kommenden iMac Pro eingebaut werden.

Update 09.08.2017:

Vorgestern Abend konnten die registrierten Entwickler die fünfte Version von High Sierra herunterladen, nach einem Tag sind nun die Beta-Tester dran. Alle Automator- und AppleScript-Fans dürfen aufatmen: Anhand Anmerkungen in den Release-Notes kann man sehen, dass Apple weiter tüchtig die Fehler in den Automations-Anwendungen des Systems beseitigt. ( Wir berichteten .) Auch neu in dieser Version ist eine Möglichkeit, Live Fotos während einer Facetime-Aufnahme zu machen . Diese Bewegtbilder waren bis jetzt nur den mobilen Geräten von Apple vorbehalten, die aktuellen Betriebssystemversionen konnten zumindest die neue Art von Fotos richtig darstellen.

Update 25.07.2017:

System : Entwickler haben seit gestern Abend Zugriff auf die vierte Beta-Version des kommenden Mac-Betriebssystems macOS 10.13 High Sierra. Wie 9to5Mac anmerkt, gibt es gegenüber den vorherigen Fassungen einige leichte Änderungen. So kommt ein neues Widget "Now Playing" für ein Erinnerungszentrale dazu und das Icon der App Kontakte ziert nun auch eine weibliche Silhouette. Wann die nächste Public Beta erscheint, ist noch unbekannt. Gut möglich, dass diese erst mit der fünften Developer Preview zusammenfallen wird. Zeitgleich ist auch die vierte Developer Preview für iOS 11 erschienen.

Update 11.07.2017: Die Sommermonate sind die Zeit, in der Apple aktiv an zwei Betriebssystemen parallel arbeitet. Neben dem kürzlich veröffentlichten Beta Aktualisierungen für macOS Sierra steht nun die dritte Beta für High Sierra auf dem Programm. Ganze 2.5GB groß ist das Update, welches via dem Mac App Store bezogen werden kann. Dazu kommt ein elfseitiges Dokument, welches die Änderungen beschreibt. So gut wie nichts bleibt von der letzten Beta Version unberührt. Alle gängigen Systemanwendungen wurden aktualisiert und Fehler behoben. Auch diverse Systemdienste wie iCloud, Siri, Passwörter, der Finder und weitere werden von dem Update bedient.

Mit der dritten Version ist es so fast Halbzeit. Gegen Mitte September ist mit der finalen Version zu rechnen. Wer also lieber auf Nummer sicher gehen will, sollte sich erst Anfang August an die öffentliche Beta Version wagen, die erfahrungsgemäß 1-2 Wochen nach der Entwickler-Beta veröffentlicht wird. Neben einer generellen Verbesserungen für das Dateisysytem APFS hat Apple auch an der "League of Legends"-Unterstützung gearbeitet, und ein Absturzproblem auf alten Rechnern behoben. So detailliert und offen gibt sich die Firma aus Cupertino sonst selten. Allen Entwicklern legen wir das Update natürlich nahe, da die ersten Versionen eher holprig liefen. Die neue Aktualisierung sollte viele grundlegende Probleme beheben.

Update 22.06.2017 : Geschätzt eine Woche vor Veröffentlichung der ersten öffentlichen Beta-Version von macOS High Sierra hat Apple die zweite Testversion an alle Entwickler ausgegeben. Via dem Mac App Store kann Apples neuestes Betriebssystem aktualisiert werden, ist man als Entwickler registriert. Das 2 GB große Update trägt die Nummer 17A291j. Die Änderungsnotizen sind dieses Mal elf Seiten lang, jedoch wohl nicht zur Freude der Nutzer. Wie es sich für eine Entwicklerversion gehört, führt Apple zahlreiche Fehler und Workarounds auf, um kurzfristig Lösungen anzubieten. Dass Apple mit High Sierra nur sehr wenige Änderungen vornimmt, lässt sich zumindest nicht an der Beta-Version ablesen. So gut wie jeder Systemanwendung merkt man an, dass Apple im Hintergrund kräftig weiter am Systemumbau von macOS arbeitet. Auf der WWDC hat Apple die Public Beta für Ende Juni angekündigt. Nächste Woche also können schon eine Vielzahl an Nutzer Apples neues Betriebssystem testen. Interessierte müssen sich aber auf einige holprige Wochen, wenn nicht gar Monate einstellen. Persönlich haben wir macOS auf einem Rechner produktiv im Einsatz, können aber keine Abstürze oder andere schwerwiegende Fehler fest stellen. Jedoch hakt es ab und an bei Anwendungen und den Systemeinstellungen. Für Beta-Versionen von Betriebssystemen gilt grundsätzlich: Nicht auf wichtigen Produktivsystemen installieren, wenn, dann aber nur auf einer eigenen Partition. Und immer vorher ein Backup des aktuellen Systemzustands erstellen.

Das bringt High Sierra

Die Neuerungen sind in zwei Kategorien aufgeteilt. "Neuerungen" und "Technologie". Unter Neuerungen fallen Verbesserungen für Safari und Fotos. Technologie deckt ein neues Dateisystem und eine Metal 2, die aktualisierte Grafiktechnologie von Apple.

Safari

Apple nennt Safari den schnellsten Browser auf dem Markt. Mit mac OS High Sierra bekommt Safari intelligentes Blocken von Tracking und verbietet automatisches Abspielen von Videos auf Webseiten. Auch verspricht Apple, dass Safari dank neuster JavaScript Technologie bis zu 80% schneller als Googles Chrome wird.

Fotos

Ein großes Augenmerk legt Apple auch auf Fotos. Hat man doch mit dem iPhone einer der beliebtesten Kameras auf den Markt. Mit mac OS 10.13 High Sierra bekommt Fotos für macOS neue Editier-Möglichkeiten. Diese bewegen sich langsam in Richtung Photoshop und bekommen neue Möglichkeiten spendiert.

APFS - Apple Dateisystem

Nicht nur schnellere Festplatten machen Kopieren und Bearbeiten von Dateien flotter. Apples neustes Dateisystem, das eigens erstellt wurde, macht das Kopieren von Dateien durch spezielle Technologien um ein vielfaches schneller. Anders als ältere Dateisysteme, die vor der 64-Bit-Zeit entwickelt wurden, konnten sich Apple Ingenieure auf 64-Bit-Betriebssysteme und die eigene Hardware konzentrieren.

Wie APFS das Apple-Ökosystem verändert

Alle Macs, unter welchen macOS Sierra läuft, unterstützen auch macOS High Sierra. Nach dem Update auf die neuste Version wird somit das Dateisystem von HFS+ auf APFS umgestellt. Ein Prozess, bei welchem andere Firmen sich wahrscheinlich die Fingernägel vor Aufregung abknappern, dürfte dank der Kontrolle von Hard- und Software bei Apple wesentlich sicherer von statten gehen. Schließlich hat Apple das gleiche Prozedere bereits bei iOS 10.3 durchexerziert , das Update verlief für die Millionen Nutzer problemlos.

HEVC-Kompression

Apples neustes Kompression soll 40% sparsamer als der H.246 Standard sein, welcher aktuell für Video eingesetzt wird. Mit H.246 werden aktuell Videoinhalte über das Internet gestreamt. Dieser Standard kann jedoch nur kaum mit der heutigen Datenmenge Schritt halten. HEVC soll hier wesentlich sparsamer sein, und so Datenvolumen und Durchsatz sparen. Natürlich müssen Anbieter hier auch dieses neue Format zum Streamen anbieten.

Metal 2 und eGPUs

Metal 2 ist zehn Mal so schnell wie der Vorgänger, und unterstützt jetzt auch externe Grafikkarten. Nicht nur Spiele-Fans dürften hier aufhorchen, auch Machine-Learning-Entwicklern wird diese Neuerung freuen. Denn meist reichen interne Grafikkarten nicht auf um komplexe Berechnungen durchzuführen, oder sind für gewisse Algorithmen und Datenmengen schlicht zu langsam.

Bizon Box mit Nvidia 1080 TI im Hands-On.

Mit Hilfe von Metal 2 kann macOS jetzt auch externe Grafikkarten ansprechen, welche MacBooks Zuhause mehr Leistung zur Verfügung stellen können. Der Markt der externen Grafikkarten steigt langsam an, und man wird sehen wie kompatibel sich der Mac darstellen wird.

VR kommt auf den Mac

Mit Metal 2 und neueren Technologien in iMacs und MacBooks kommt VR auf den Mac. Apples Grafikbibliothek unterstützt damit den neusten Trend der virtuellen Realität und zieht somit mit Microsoft gleich. Die Demos auf der WWDC sahen sogar noch um einiges besser aus. Es bleibt abzuwarten was Entwickler mit dieser neuen Möglichkeit anstellen.

Fazit

Apple konzentriert sich wie Google und Microsoft verstärkt auf intelligente Algorithmen und Datenauswertung, welche unter dem Hut von Machine Learning vermarktet wird. Zwar fallen die Neuerungen und Verbesserungen unter macOS sehr dürftig aus, dennoch schiebt Apple damit den Mac wieder in das Zentrum der gesamten Hardwaresparte und stellt den Entwickler-Aspekt klar heraus.

Anders als das iPad, welches mit iOS 11 zahlreiche Neuerungen erhalten hat, sackt macOS damit gefühlt ab, und hat nur etwas mehr Neuerungen als tvOS und watchOS. Dennoch dürfen sich Entwickler freuen, die mit dem letzten Update nicht auf andere Plattformen wechseln müssen um für den neusten VR-Trend entwickeln zu können.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2239148