2256476

Welche iCloud-Dienste sind auf den fremden Servern?

01.03.2017 | 11:26 Uhr |

Apple ist nicht nur der iPhone-Hersteller, sondern auch ein Web-Mogul. Milliarden von Apps, Millionen von Songs und Filmen schlummern irgendwo in der Cloud. Wo genau, lässt sich dann erfahren, wenn Server eines Anbieters ausfallen.

Gestern Abend lagen viele Webdienste lahm: Amazon hat über längere Zeit mit seinen Servern Probleme gehabt. Der Anbieter liefert nicht nur Unterhosen und Waschmittel in die Haushalte seiner Kunden, sondern vermietet seine Server-Farmen auch an größere und kleinere Web-Seiten und Web-Services-Provider. Nun konnte man gestern genau sehen, welche Macht Amazon auf diesem Markt hat: Laut Berichten von Arstechnica waren solche Seiten und Dienste wie Trello, Quorra, IFTTT und andere betroffen. Kein Wunder, die Amazon Web Services (AWS) haben rund eine Million Kunden , darunter auch Apple. Deswegen bekamen gestern Abend auch iPhone- und Mac-Nutzer die Folgen zu spüren.

Laut Apples Systemstatus waren gestern Abend mindestens 17 Online-Dienste von dem Ausfall betroffen. Eine simple Denkübung macht es möglich, hinter die Kulissen von Apples Web-Diensten zu schauen: War der Dienst gestern betroffen, so werden die Daten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf den Amazon-Servern gehostet. Was bei der Liste der betroffenen Dienste auffällt, ist die Tatsache, dass Apple Services mit großen Speicherkapazitäten gerne an Amazon auslagert: So sind alle vier Stores – Mac App Store, App Store, iTunes Store und iBooks Store wohl alle noch auf den Dritt-Servern von Amazon. Dazu gesellen sich alle iCloud-Dienste, die größere Dateien verwalten: Fotos, iWork for iCloud, Notizen, iCloud Drive, Backups, Web Apps, iTunes in der Cloud, Apple Music und Apple TV.

Eine Liste aller Apple-Dienste, die gestern Abend ausgefallen sind: App Store, Apple Music, Apple School Manager, Apple TV, iBooks Store, iCloud Backup, iCloud Drive, iCloud Notizen, iCloud.com, iTunes in der Cloud, iTunes Match, iTunes Store, iWork für iCloud, Mac App Store, Fotos, Radio, Volume Purchase Programm.

Nun lässt sich leider der Umkehrschluss bei den funktionierenden Apple-Services nicht ziehen. Was gestern in iCloud funktioniert hat, muss nicht unbedingt auf Apples eigenen Servern liegen. Denn das Unternehmen mietet noch Server-Kapazitäten bei Google und Microsoft. Der gestrige Ausfall, zeigt, dass Apples Bemühungen um den Ausbau er eigenen Rechenzentren richtig und wichtig sind. So plant Apple große Server-Farmen in Dänemark und Irland, in Irland hakt es an der Genehmigung der anliegenden Gemeinde . Auch in Nevada will der Konzern zu den bestehenden neue Rechenzentren bauen.

0 Kommentare zu diesem Artikel

Macwelt Marktplatz

2256476