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Welche iCloud-Dienste sind auf den fremden Servern?

01.03.2017 | 11:26 Uhr | Halyna Kubiv

Apple ist nicht nur der iPhone-Hersteller, sondern auch ein Web-Mogul. Milliarden von Apps, Millionen von Songs und Filmen schlummern irgendwo in der Cloud. Wo genau, l├Ąsst sich dann erfahren, wenn Server eines Anbieters ausfallen.

Gestern Abend lagen viele Webdienste lahm: Amazon hat ├╝ber l├Ąngere Zeit mit seinen Servern Probleme gehabt. Der Anbieter liefert nicht nur Unterhosen und Waschmittel in die Haushalte seiner Kunden, sondern vermietet seine Server-Farmen auch an gr├Â├čere und kleinere Web-Seiten und Web-Services-Provider. Nun konnte man gestern genau sehen, welche Macht Amazon auf diesem Markt hat: Laut Berichten von Arstechnica waren solche Seiten und Dienste wie Trello, Quorra, IFTTT und andere betroffen. Kein Wunder, die Amazon Web Services (AWS) haben rund eine Million Kunden , darunter auch Apple. Deswegen bekamen gestern Abend auch iPhone- und Mac-Nutzer die Folgen zu sp├╝ren.

Laut Apples Systemstatus waren gestern Abend mindestens 17 Online-Dienste von dem Ausfall betroffen. Eine simple Denk├╝bung macht es m├Âglich, hinter die Kulissen von Apples Web-Diensten zu schauen: War der Dienst gestern betroffen, so werden die Daten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf den Amazon-Servern gehostet. Was bei der Liste der betroffenen Dienste auff├Ąllt, ist die Tatsache, dass Apple Services mit gro├čen Speicherkapazit├Ąten gerne an Amazon auslagert: So sind alle vier Stores ÔÇô Mac App Store, App Store, iTunes Store und iBooks Store wohl alle noch auf den Dritt-Servern von Amazon. Dazu gesellen sich alle iCloud-Dienste, die gr├Â├čere Dateien verwalten: Fotos, iWork for iCloud, Notizen, iCloud Drive, Backups, Web Apps, iTunes in der Cloud, Apple Music und Apple TV.

Eine Liste aller Apple-Dienste, die gestern Abend ausgefallen sind: App Store, Apple Music, Apple School Manager, Apple TV, iBooks Store, iCloud Backup, iCloud Drive, iCloud Notizen, iCloud.com, iTunes in der Cloud, iTunes Match, iTunes Store, iWork f├╝r iCloud, Mac App Store, Fotos, Radio, Volume Purchase Programm.

Nun l├Ąsst sich leider der Umkehrschluss bei den funktionierenden Apple-Services nicht ziehen. Was gestern in iCloud funktioniert hat, muss nicht unbedingt auf Apples eigenen Servern liegen. Denn das Unternehmen mietet noch Server-Kapazit├Ąten bei Google und Microsoft. Der gestrige Ausfall, zeigt, dass Apples Bem├╝hungen um den Ausbau er eigenen Rechenzentren richtig und wichtig sind. So plant Apple gro├če Server-Farmen in D├Ąnemark und Irland, in Irland hakt es an der Genehmigung der anliegenden Gemeinde . Auch in Nevada will der Konzern zu den bestehenden neue Rechenzentren bauen.

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