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WhatsApp: Telefonnummer reicht zur Überwachung

13.10.2017 | 11:22 Uhr |

Allein mit der Telefonnummer lässt sich bei WhatsApp schon viel über den Besitzer herausfinden, Schlafzeiten inklusive.

Rob Heaton, Softwareentwickler aus Kalifornien, stellt in einem Blogeintrag unter Beweis, wie einfach sich Nutzer bei WhatsApp überwachen lassen. Mit einer selbst programmierten Chrome-Erweiterung war es ihm möglich, Informationen aus dem Web-Client von WhatsApp abzufragen. Besonders interessant ist dabei der Online-Status, den sein Plugin über WhatsApp Web im Browser regelmäßig abfragt. Dadurch entsteht ein aussagekräftiges Aktivitätsprotokoll des jeweiligen Nutzers, in dem jeder Zugriff auf WhatsApp mit Uhrzeit festgehalten wird. 

Für diese Art der Überwachung ist lediglich die Telefonnummer des Gegenübers notwendig. Eine Bestätigung muss nicht erfolgen. Die Bespitzelung geht sogar noch weiter: Durch den Abgleich der Aktivitäten von zwei Nutzern soll sich ableiten lassen, ob diese miteinander kommuniziert haben. Laut Heaton könnte eine derartige Überwachung automatisiert auch für eine Vielzahl an Nutzern gleichzeitig erfolgen. Die so gesammelten Statistiken könnten wiederum mit anderen Datensätzen kombiniert werden.

Diese Form der Bespitzelung steht damit nicht nur für neugierige Freunde zur Verfügung. Eine persönliche Beziehung zwischen Datensammler und Opfer muss nicht bestehen. Allein mit der Telefonnummer lässt sich der Online-Status abfragen. Ein Deaktivieren der „Zuletzt-Online“-Funktion würde nach Ansicht von Heaton ebenfalls keine Abhilfe verschaffen. Der eigentliche Online-Status lässt sich nicht deaktivieren, hier muss der Betreiber nachbessern.

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