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Wie Apple in der IT-Krise gedeiht

27.09.2018 | 10:33 Uhr | Peter Müller

Das vergangene Jahr wurde durch mehrere Krisen der großen IT-Unternehmen geprägt. Apple ist davon nicht betroffen.

Die IT-Industrie steckt seit knapp einem Jahr in einer Image-Krise. Facebook hat sich als Fake-News-Schleuder einen schlechten Ruf erarbeitet, Google als süchtig machende Datenkrake, Youtube als Förderer von Verschwörungstheorien.

Laut " New York Times " ist hingegen Apples Geschäftsmodell ein einziger Lichtblick. Der Konzern aus Cupertino habe es verstanden, dass das Image wichtig ist, um hochwertige Produkte zu teuren Preisen zu verkaufen. So paradox es auf den ersten Blick klingen mag: Wenn Apple vor einer potentiellen Suchtgefahr seiner Produkte warnt und mit Bildschirmzeit eine Präventionsfunktion in sein System einbaut, schadet das dem Abverkauf nicht, sondern hilft dem Unternehmen dabei, seine hohen Preise zu rechtfertigen.

Wenn sich Apples wohlüberlegtes Geschäftsmodell als Standard durchsetzt, werde man eine Industrie erleben, die vorsichtiger mit ihren Risiken und Nebenwirkungen umgeht. Sie könnte aber auch ein wenig exklusiver werden, Wohlhabende bekommen dann eher an Innovationen, Geringverdiener müssten mehr vom Risiko tragen.

Apples Image bekommt jedoch bedeutende Kratzer, wenn man sich die Steuerpolitik des Unternehmens anschaut: Den neu gebauten Campus in Cupertino schätzt die Firma auf einen Wert von 200 US-Dollar, die Behörden hingegen auf knapp eine Milliarde . Dementsprechend unterschiedlich fallen die Steuerschätzungen aus, die die Firma an den Heimbezirk zahlen muss.

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