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Wie Apple in Open Street Map investiert

28.08.2018 | 12:55 Uhr | Halyna Kubiv

Open Street Maps ist eine Wikipedia-ähnliche Lösung für Karten-Daten. Apple nutzt nicht nur selbst die Lösung, sondern investiert auch.

Open Street Map als Alternative zu Goolge Maps ist auf iPhone und iPad seit 2012 zu finden. Nach Angaben von Open Data Institute nutzt Apple nicht nur die Open-Source-Lösung, sondern beteiligt sich an dem Projekt mit eigenen Entwicklern und Daten. Demnach hat Apple ein internes Programm für seine Mitarbeiter aufgesetzt, die sich freiwillig bei Missing Maps beteiligen können. Laut Open Data Institute haben mittlerweile 5.000 Apple-Angestellten an dem Projekt teilgenommen. Missing Maps basiert auf Open Street Map und ist von den Wohltätigkeitsorganisationen American Red Cross, British Red Cross, Humanitarian Open Street Map Team und Ärzte ohne Grenzen ins Leben gerufen, damit in den wirtschaftlich wenig entwickelten Regionen Kartendaten nachgetragen werden können.

Neben Missing Maps hat Apple auf Github eigenes Kartenmaterial für knapp hundert afrikanische Länder veröffentlicht. Neben neuen Daten pflegen Apple-Mitarbeiter auch Aktualisierungen und Berichtigungen des bestehenden Kartenmaterials für Open Street Map ein. In der Karten-App auf iPhone oder iPad können Nutzer beispielsweise ihr eigenes Feedback zu den Straßennamen, neuen Gebäuden etc. einreichen, diese Einträge kommen nicht nur Apple sondern auch Open Street Map zu Gute. Dazu hat Apple seine Gebäudedaten für Frankreich und Dänemark dem Projekt zur Verfügung gestellt. Diese Daten sind wohl für die Renderings der 3D-Ansichten in den Städten wichtig.

Man muss hierbei anmerken, dass Apples Datenspende an Open Street Map nicht nur als Wohltätigkeit gesehen werden kann. Die Daten aus Open Source Projekt waren eine erste Hilfe für viele Dienste und Webseiten, nachdem Google Ende 2011 Preise für Google Maps ankündigte . Apple hatte schon damals über 319.000.000 aktive iOS-Geräte, die Lizenzgebühren an Google würden sich im niedrigen siebenstelligen Bereich belaufen. Open Street Map (zusammen mit Daten von TomTom) wurde ab iOS 6 implementiert, was zunächst viel Häme und Spott nach sich gezogen hat, weil Apples Lösung zum Start sehr fehlerhaft war. Mittlerweile sind die meisten Fehler behoben, das Unternehmen hat zuletzt angekündigt, i n Zukunft eigenes Kartenmaterial für Apple Maps unter iOS und macOS zu nutzen .

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