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Wie iOS 11 die Ortungsdienste verändert

11.07.2017 | 15:27 Uhr |

In iOS 11 sollen neue Features zum Thema Tracking kommen. Doch manche der Beta-Tester sind davon überhaupt nicht begeistert.

In iOS 11 verbessert Apple die Art und Weise, wie der Nutzer feststellen kann, ob eine App Gebrauch von der Ortungsfunktion macht oder nicht. Dies könnte ein konsequentes Vorgehen aus dem Uber-Fall sein, wonach die App Nutzer-Informationen generierte, selbst wenn diese nicht genutzt wurde.

Apples Richtlinien für Lokalisierungsdienste im Hintergrund beschränken sich lediglich auf Updates oder spezielle Anwendungsgebiete, wie Navigations- oder Fitness-Apps. Allerdings ist die Vorstellung, dass Apple präzise bestimmen kann, wie und welche Apps tatsächlich Ortungsdaten beziehen, völlig unrealistisch. Dem Nutzer bleibt letztendlich nichts anderes übrig, als über den kleinen Pfeil in der Status-Leiste aufmerksam zu beobachten, ob Ortungsdienste gerade aktiv sind oder nicht:

Die Ortungsdienste können in den Einstellungen eingesehen werden.
Vergrößern Die Ortungsdienste können in den Einstellungen eingesehen werden.

Unter iOS 11 soll dies für den Nutzer jedoch viel übersichtlicher werden.

Notwendigkeit des Tracking

Mit iOS 8 räumte Apple den Entwicklern die Möglichkeit ein, Nutzern mehr Entscheidungen bezüglich des Tracking zu geben. Anstatt weiterhin auf den zwei extremen Optionen „immer“ oder „nie“ zu verharren, etablierte Apple die Funktion „Beim Verwenden“, was ebenfalls für Apps gilt, die im Hintergrund noch genutzt werden.

Somit erhielt der Anwender von der App eine Mitteilung, dass Tracking nur dann stattfindet, sofern die App auch tatsächlich genutzt wird. Unter Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste können eine Übersicht über die Einstellungen für alle Apps mit Ortungsfunktion eingesehen und bei Bedarf verändert werden.

Die getroffenen Maßnahmen reichen Apple jedoch noch nicht aus. Mit iOS 11 will Apple Veränderungen einführen, die sowohl die neuen Apps, als auch die alten betreffen werden. Jede App, die um ständigen Zugriff auf die Ortungsdienste bittet, wird ebenfalls dazu gezwungen, zusätzlich die „Beim Verwenden“-Option anzubieten. Apple will sogar noch einen Schritt weitergehen: Entwickler sollen demnach zuerst nach der „Beim Verwenden“-Option fragen. Sobald diese gewährt wurde, können Entwickler zu einem späteren Zeitpunkt nach einer ständigen Ortung fragen.

Dies ist ein bedeutsamer Schritt, da Apple von nun an den Entwicklern die Frage nach der ständigen Ortung lediglich ein einziges Mal gestatten wird. Wenn ein Nutzer sich für eine andere Option entscheidet, muss man diese später in den Einstellungen selber umstellen.

Bessere Tracking-Übersicht

Apps, bei denen eine ständige Ortung aktiviert ist, machen dies nur kenntlich, indem ein kleiner Pfeil in der Status-Leiste angezeigt wird, der aber den meisten Nutzern wohl nur selten auffällt. Mit iOS 11 wird dies ebenfalls geändert.

In Zukunft soll eine App, die aktiv Hintergrund-Informationen empfängt oder versendet, dies durch zwei deutlich sichtbare blaue Balken kenntlich machen. Dies gilt sowohl für „Beim Verwenden“-als auch für „Immer“-Optionen.

Da sich viele  Beta-Tester von iOS 11 von dieser neuen Kennzeichnung gestört fühlen, könnte es bis zum offiziellen Release vielleicht noch zu leichten Veränderungen hinsichtlich der Darstellung kommen. Nichtsdestotrotz sollte es für viele Nutzer ein Hinweis dafür sein, dass Informationen ausgetauscht werden, von denen der Nutzer überhaupt nichts weiß.

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