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YouTube TV: Streaming-Dienst für US-Fernsehen

06.04.2017 | 10:10 Uhr |

Vorerst nur in den USA und dort nicht einmal landesweit startet die Google-Tochter YouTube ihr TV-Paket.

Update vom 6. April: Den von der Umstellung auf DVB-T2 Betroffenen nützt das nicht, doch das in einigen Metropolregionen der USA gestartete Youtube Live TV zeigt, wie es TV über Internet in den nächsten Monaten und Jahren weiter gehen könnte. Für 35 US-Dollar im Monat bekommen Einwohner von New York, Los Angeles, San Francisco Bay Area, Chicago und Philadelphia (inklusive jeweiliger Vororte) 50 Sender über Internet angeboten, darunter die Programme von ABC, CBS, NBC, Fox, ESPN, Fox Sports Network und Comcast SportsNet. Weitere Städte und Regionen sollen in Kürze folgen, über eine Ausweitung außerhalb der USA ist bisher nichts bekannt. Auf den großen Bildschirm bekommt man den Dienst bisher auch nur über Chromecast, andere Plattformen sollen aber folgen. Dazu gibt es Youtube Live TV für iOS und Android.

Stand vom 1. März: Was Apple angeblich vergeblich für das Apple TV verhandelt hatte, bringt nun der Konkurrent Google mit seiner Tochter YouTube auf den Markt - einen Streaming-Service für Live-TV und mit digitalem Videorekorder in der Cloud. Für eine Abogebühr von 35 US-Dollar bekommt man 40 Programme von US-Fernsehsendern in einem Paket namens YouTube TV, darunter sind ABC, CBS, NBC, Fox und ESPN zu finden. Der digitale Videorekoder (DVR) bietet unbegrenzten Speicherplatz, Kunden können gleichzeitig beliebig viele Sendungen aufzeichnen und sie in der Cloud neun Monate lang speichern.

Jeder Abonnent bekommt sechs voneinander getrennte Accounts, bis zu drei Sendungen gleichzeitig kann man sich ansehen. Nicht dabei ist jedoch der Nachrichtensender CNN, auch nicht das Netzwerk AMC, das die Serie "The Walking Dead" produziert und auch HBO ist samt "Game of Thrones" nicht dabei. Ein weiterer Haken: YouTube TV wird zu seinem Start, der in den kommenden Monaten erfolgen soll, lediglich in den "wichtigsten US-Märkten" präsent sein, weitere Städte werden sich erst allmählich anschließen. Ob es das Angebot auch außerhalb der USA geben wird, hat Google bisher nicht verraten.

Über einen ähnlichen Service Apple, eine Art von Apple Music für das Fernsehen,  hatte es in den letzten Jahren immer wieder Spekulationen gegeben. Woran die Verhandlungen gescheitert sind respektive Apple sie nicht mehr weiter verfolgte, ist nicht bekannt – die nicht unkomplizierte Rechtslage und die große Varianz von Regionalsendern dürften aber das ihrige getan haben. Stattdessen setzt Apple auf das Konzept "Die Zukunft des Fernsehens sind Apps": Mit dem Apple TV 4 und tvOS 10 können Sender, Streamingserives und andere Rechteinhaber ihre bewegten Bilder innerhalb von Apps verbreiten. Mit der App "TV" bietet Apple dazu eine Art übergreifenden Programm-Guide an, auch Siri hilft dabei, die auf unterschiedlichste Apps verteilten Inhalte zu finden. HBO war als einer der ersten TV-Anbieter von dem Konzept überzeugt.

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