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Zahlreiche gefälschte iPhones und iPads in den USA aufgeflogen

06.02.2018 | 11:55 Uhr | Thomas Hartmann

Wie das US-amerikanische Justizministerium jetzt öffentlich mitteilt, waren unter den 40.000 geschmuggelten und gefälschten Geräten auch Apple-Modelle wie iPhones.

Das berichten die Kollegen vom iPhone Ticker im Anschluss an eine öffentliche Mitteilung durch das US-amerikanische Justizministerium (Departement of Justice, DoJ) . Demnach bekannte sich ein 43 Jahre alter Mann namens Jianhua “Jeff” Li chinesischer Herkunft, der in den USA mit einem Studenten-Visum lebt, einer groß angelegten Fälschungs- und Schmuggleraktion am Gericht in New Jersey für schuldig. Gemäß der Unterlagen für diesen Fall und den Aussagen hat er zwischen Juli 2009 und Februar 2014 über seine Firma ”Dream Digitals” in Gemeinschaft mit anderen Tätern mehr als 40.000 gefälschte Elektronikgeräte und Zubehör, einschließlich iPads und iPhones, von China aus in die USA mit ebenfalls gefälschten Apple-Markennamen und -Verpackungen in die USA geschmuggelt. Dafür hat Li einen Umsatz von 1,1 Millionen US-Dollar eingefahren. Auch andere Mittäter, zum Teil schon verurteilt, haben sich als schuldig bekannt.

Die entsprechenden gefälschten Geräte wurden getrennt von den Verpackungen und Aufklebern mit den gefakten Handelsmarken verschifft, um die Gefahr einer Entdeckung gering zu halten, und später in den USA an verschiedenen Orten zusammengebracht. Diese Spuren unter anderem konnten in Florida und New Jersey zurückverfolgt werden, teilt das Justizministerium mit. Dem chinesischen Hauptakteur Li soll am 30. Mai der Prozess gemacht werden.

Auch hierzulande gibt es immer wieder Betrugsversuche auch über populäre Online-Verkaufsstellen oder in Geschäften vor Ort. Entscheidende Hinweise auf Fälschungen sind etwa ein viel zu geringer Preise: So kosten etwa Apple-Kopfhörer mit Kabel 35 Euro und nicht 3,50 Euro wie in manchen Online-Shops. Ferner sollte man auf ”MfI“-Zertifizierungen achten (dieses Programm für die Zertifizierung von iPhones, iPads und iPod-Zubehör von Apple steht für ”Made for iPhone / iPad / iPod“). Auch nicht ganz unwichtig: Beim Privatkauf und -verkauf auf den Käuferschutz achten und Zahlungen wie Lieferung über die entsprechenden Dienste abwickeln – oder auf Barzahlung bei Abholung bestehen.

Zu geringe Preise für ein Produkt oder unklare Hintergründe sollten auf jeden Fall ein Warnsignal sein und beim Kauf zur Vorsicht mahnen – und im Zweifel darauf verzichten lassen bzw. auf zertifizierte Shops oder den Hersteller selbst zurückgreifen lassen, auch wenn dies ein paar Euro mehr kosten kann.

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