2076001

Zwanzig Jahre iMac!

16.08.2018 | 09:47 Uhr | Peter Müller

Der iMac feiert heute Geburtstag! Zumindest einen der drei möglichen, vor 20 Jahren startete der Verkauf des ersten All-in-One-Computers.

Im Mai 1998 auf einer Entwicklerkonferenz vorgestellt, ging vor genau zwanzig Jahren der erste iMac über eine Ladentheke. Die Öffentlichkeit und die Entwicklergemeinde konnten mit dem kompakten All-in-One erst einmal wenig anfangen, nur wenige verstanden, warum Apple seine High-End-Schiene verlassen und ein einigermaßen erschwingliches Gerät anbieten wollte, das nicht von ungefähr an den Ur-Mac erinnerte.

Doch war der iMac nicht nur für sich alleine erfolgreich, sondern läutete mit seiner Reduziertheit und seinem eleganten Design eine neue Ära ein. Der iMac von heute mit seiner flachen Glas-Aluminium-Konstruktion erinnert auf den ersten Blick überhaupt nicht an den Rechner von 1998, ist aber eine konsequente Übersetzung des Konzepts in das 21ste Jahrhundert. Alles, was stört, ist entfernt, nur wenige, aber leistungsfähige Schnittstellen sprechen Peripherie an. Der iMac läutete die Wende des Konzerns ein, den viele Ende der Neunziger schon abgeschrieben hatten. Doch erneut gelang es der Obstfirma aus Cupertino, dem Computer ein freundliches Gesicht zu geben, in Referenz an den Original-Macintosh begrüßte der iMac mit einem sanft lächelndem „Hello again“ die Welt. Das, wie es Apple nannte „transluzente“ Plastik fand rasch seine Nachahmer, phantasielose beige Kisten gehören nun der Vergangenheit an. Im Rückblick war für Apple selbst der Farbrausch der iMac-Jahre aber nur eine Phase, schon 2002 löste nüchternes Weiß das bunte Gehäuse ab und auch heute ist der iMac in allen Farben zu bekommen, solange es Aluminium und Glas mit schwarzem Rahmen ist. Entscheidender ist ja, was auf dem Bildschirm passiert.

Der iMac bleibt für Apple doch ein bisschen mehr als nur einfach ein neuer Rechter: So war trat der Computer nicht nur das Internetzeitalter so richtig los und führte das "i" ein, das heute so viele Apple-Produkte und deren Nachahmungen ziert. Der iMac machte auch Schluss mit dem Floppy-Drive und machte USB mit den Massen bekannt. Der iMac setzt auch neue Maßstäbe im Industriedesign und ließ den Briten Jonathan Ive zum Star werden. Nicht zuletzt begründete er aber den Ruf von Steve Jobs neu, dessen "Baby" der iMac wurde – dabei hatte die Entwicklung des Rechners bereits vor der Rückkehr des Gründers begonnen.

Macwelt Marktplatz

2076001