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Zweifelhafte Studie: Apple nicht mehr unter Top Ten der kreativsten Unternehmen

06.09.2018 | 13:12 Uhr | Thomas Hartmann

In der Kempler-Studie wäre IBM aufgrund der meisten Patente 2017 die kreativste Firma – direkt gefolgt von Samsung.

Über diese Studie regt sich wohl zu Recht der Blog " Cult of Mac " auf. Diese Studie von Kempler Industries läuft unter dem Titel ” Innovation Around the World ”, die verlinkte Website lässt sich aber nicht so ohne weiteres öffnen, weil sie von den Browsern als ”unsichere Verbindung” zurückgewiesen wird oder aus uns unbekannten Gründen leer bleibt. Doch "Cult of Mac" beschreibt den Inhalt der Untersuchung, nachdem einfach die Anzahl der 2017 erhaltenen Patente eines Unternehmens zur Bewertung ganz oben führt, dies würde dann wohl für IBM an erster Stelle gelten. Und Apple würde auf dem elften Platz landen.

Doch die Kriterien sind fragwürdig. Zwar will Samsung immerhin noch in diesem Jahr das erste faltbare Smartphone auf den Markt bringen, was sich zweifelsohne als kreativ und innovativ bezeichnen lässt, wogegen Apple offenbar – fast wie gewohnt – noch abwartet. Ob es dann aber bei Samsung-Smartphones auch so wie vom User erhofft fehlerfrei und benutzerfreundlich funktioniert, bleibt abzuwarten. Denn zu Recht weist "Cult of Mac" darauf hin, dass Apple schon immer nicht unbedingt die neueste Errungenschaft auf seinen Geräten präsentiert hat, sondern erst dann, wenn sie auch genügend ausgereift waren und sich nahtlos in das gesamte System einpassten. Paradebeispiel dafür ist die Gesichtserkennung. Diese gab es wie andere Features schon lange auf Android-Smartphones, bevor Apple diese erst mit dem iPhone X Ende vergangenen Jahres einführte. Doch für Apple war es wichtig, dass die Anmeldung am iPhone per Face-ID wirklich problemlos und unter allen denkbaren Umständen fehlerfrei funktioniert. Was auch weitgehend gelungen ist , während sich Android-User durchaus mit einigen Ärgernissen und Sicherheitsbedenken abfinden mussten. Kreativ ist demnach, neue Features erst dann zu implementieren, wenn diese zum Gesamtdesign und Modell passen und einwandfrei funktionieren.

Zwar dürfe man im Umkehrschluss nicht folgern, dass etwa Samsung deswegen nicht kreativ sei und Apple sehr viel einfallsreicher. Sondern beide sind nach Meinung von Ed Hardy, dem Autor des Artikels, gleich innovativ. Apple mache es seinen Kunden einfach nur ein bisschen leichter mit neuen und ausgereiften Funktionen …

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