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iOS 11.2 behebt Datums-Bug, bringt Apple Pay Cash

Das iOS 11.2 ist eher ein Notfall-Update, das zum Beheben des Datums-Fehlers dringend notwendig war.

Update vom 03.12.2017:

Etwas überraschend und wohl früher als geplant hat Apple  iOS 11.2 am Freitagabend bzw. Samstag Morgen veröffentlicht. Dieser ungewöhnliche Schritt war aber notwendig, um eine ärgerliche Lücke in iOS 11.1.2 zu schließen: Am 2. Dezember haben sich Nutzer-Berichte verbreitet: Einige iPhones und iPads haben plötzlich damit begonnen, immer wieder neu zu starten . Schuld daran waren lokale Benachrichtigungen von Dritt-Apps (die nativen Apps von Apple haben die Neustarts nicht verursacht) – solche Benachrichtigungen haben plötzlich sehr viel Arbeitsspeicher benötigt und somit das Springboard,  des iPhones Verwaltung für den Homescreen und Apps darin, zum Absturz gebracht. Offensichtlich hat iOS 11.1.2 Datumsangaben ab dem 1. Dezember 2017 falsch interpretiert und weitere Dezembertage als einen dreizehnten Monat verstanden. So finden sich auf den Geräten mit der vorherigen Version die Fehlermeldungen »Month 13 is out of bounds«, also »Der dreizehnte Monat ist nicht erlaubt«. IOS 11.2 ist davon nicht betroffen, iOS 11.0.1. ist auch noch fehlerfrei. watchOS 4.1 weist diesen Fehler ebenfalls nicht auf.

Der dreizehnte Monat existiert nicht.
Vergrößern Der dreizehnte Monat existiert nicht.

iPhone-X-Besitzer die gegen den Bug vorgegangen sind, indem sie das Datum zurückgesetzt und die Benachrichtigungen abgeschaltet hatten und danach iOS 11.2 installierten, können momentan aber Probleme mit Face ID haben. Die Ursache ist das falsche Datum in den Systemeinstellungen. Dazu müssen Sie wieder unter "Einstellungen – Allgemein – Datum & Uhrzeit" die Option »Automatisch einstellen« aktivieren. Danach muss man das iPhone X nochmals neustarten (Drück auf Lauter-Taste, Drück auf Leiser-Taste, langer Druck auf die Seitentaste). Danach sollte die Face ID wie gewohnt funktionieren.

Dadurch, dass das Update auf iOS 11.2 eher ein Notfall-Update war, finden sich noch in den Veröffentlichungsnotizen Hinweise auf Apple Pay Cash – digitale Geldüberweisungen zwischen den iMessage-Kontakten. Da aber in Deutschland offiziell selbst Apple Pay noch nicht funktioniert, ist dieser Hinweis hierzulande eh ohne Belang. Dass Apple iOS 11.2 erst für die nächste Woche plante, zeigt auch ein wohl ungewolltes Hinweis auf den Homepod. Die App »Home« weist in der neuen Version darauf hin, dass man eigene Smart-Home-Geräte auch mit dem Homepod steuern kann (Bereich »Automation«).

Ab iOS 11.2 kann man Smart Home theoretisch auch mit dem Homepod steuern.
Vergrößern Ab iOS 11.2 kann man Smart Home theoretisch auch mit dem Homepod steuern.

Ansonsten behebt die neue Version einen Haufen von Fehlern, beispielsweise eine verlangsamte Animation in der Rechner-App, die bei schnellen Eingaben zu falschen Ergebnissen führen konnte. iPhone-X-Nutzer können drei neue Live-Hintergründe verwenden, die Möglichkeit der schnelleren drahtlosen Ladung für iPhone 8, 8 Plus und iPhone X ist ebenfalls freigeschaltet. Im Kontrollzentrum finden sich neue Hinweise zum Abschaltverhalten von WLAN und Bluetooth: Das Kontrollzentrum schaltet neue Verbindungen bis zum nächsten Tag ab, neue Geräte können nicht mehr hinzugefügt werden, allerdings bleibt die Verbindung für die Systemdienste wie Standortgenauigkeit oder Airdrop bestehen.

Neue Verbindungsmöglichkeiten im Kontrollzentrum
Vergrößern Neue Verbindungsmöglichkeiten im Kontrollzentrum

Apple hat dazu die Videostabilisierung der Kamera verbessert, was zu erstaunlichen Ergebnissen führen kann. Auch die nervige Bedienung der Podcast-App hat sich etwas verbessert, die App kann nun wieder die nächste Folge der gleichen Sendung automatisch wiedergeben, seit iOS 11 musste man jede Folge jeweils manuell starten, was nicht sonderlich benutzerfreundlich war. Da sich der Homepod auf den Frühling 2018 verschiebt, ist ebenfalls die Unterstützung für Airplay 2 auf der finalen Version verschwunden. Auf iCloud-Synchronisation der iMessages muss man wohl auch bis zum nächsten großen Update warten. Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, könnte man mit iOS 11.3 im Frühling (März-April) rechnen.

Update vom 29.11.17:

Update: Apple hat gestern Abend die fünfte Beta von iOS 11.2 für Entwickler veröffentlicht. Nach wie vor fehlt ein Hinweis darauf, dass iMessages in der iCloud endlich umgesetzt wird, Apple Pay Cash und schnelleres drahtloses Laden werden nun aber unterstützt. Mit dem finalen Update ist noch in diesem Jahr zu rechnen, obwohl der HomePod erst im nächsten Jahr kommt. Auch dieser wird iOS 11.2 benötigen, damit man mehrere Geräte in einen Raumklangsystem zusammen spannen kann.

Update vom 14.11.17: Registrierte Entwickler haben seit gestern Abend Zugriff auf die dritte Beta von iOS 11.2, die Public Beta dürfte heute folgen. Neu ist vor allem Apple Pay Cash, mit dem Nutzer von Apples digitalen Bezahlsystem sich direkt Beträge von iPhone zu iPhone überweisen können. Diese Erweiterung von Apple Pay hatte Apple bereits auf der WWDC im Juni angekündigt. Am Design ändert Apple einige Kleinigkeiten, im Kontrollzentrum bekommt Alben-Artwork nun ein quadratisches Icon, einige Emojis sehen anders aus. iOS 11.2 bereitet mit der Unterstützung von Airplay-2-Geräten die Veröffentlichung des HomePod vor, der noch in diesem Jahr zumindest in den USA, UK und Australien herauskommen soll, in Deutschland nicht vor dem Frühjahr 2018. Auch einige Bugfixes sind dabei, der Taschenrechner soll wieder korrekt arbeiten.

Bei der Präsentation der neuen iPhones im September hatte Apple bereits versprochen, bis Ende des Jahres das Schnellladesystem nach dem Qi-Standard auf 7,5 Watt Leistung zu erweitern, bis dato sind nur 5 Watt möglich und das Auftanken von Energie dauert entsprechend lang. In der dritten Beta von iOS 11.2 finden sich nun aber Spuren , dass Apple mit dem Update das Versprechen einlösen wird und die Leistung der induktiven Ladung um 50 Prozent steigert.

Eine dritte Entwicklerbeta gibt es seit Montag auch für macOS 10.13.2, die vor allem auf Verbesserung von Fehlern und Erhöhung der Leistung abzielt.

Stand vom 7.11.17: Auch an iOS 11 arbeitet Apple selbstverständlich weiter, Entwickler haben nun die zweite Beta von iOS 11.2 erhalten. Während das Update auf iOS 11.1 wenig mehr außer neue Emojis brachte und die als "Krack" bekannte Sicherheitslücke im WPA2-Protokoll schloss, sollte die nächste Version etwas substantieller bezüglich neuer Funktionen sein. In den ersten beiden Vorabfassungen fehlten noch die von Apple bereits angekündigten Features wie Apple Pay Cash oder die über iCloud synchronisierten Nachrichten.

Einen Fehler im Taschenrechner haben Apples Entwickler jedoch behoben, bei einer Rechnung wie 1+2+3 konnte dieser das zweite Plus-Zeichen ignorieren und 24 als Ergebnis ausspucken. Technisch wichtig wird Airplay 2 im Kontrollzentrum, der HomePod steht ja vor der Tür und damit die Möglichkeit, mit dem schlauen Lautsprecher Apples und der neuen Streamingtechnologie Multiroomsysteme aufzubauen. Andere Änderungen sind kosmetischer Natur, wie überarbeitete Icons und Emojis sowie Animationen beim Warten auf die Effekte von Live Photos.

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