Und schon wieder nimmt das Fenster plötzlich den gesamten Bildschirm ein, obwohl man es doch nur aus der Sicht schieben wollte – macOS 15 Sequoia kann einem den letzten Nerv rauben.
Das lästige Verhalten ist Folge eines der neuen Features des letzten großen Updates, der Fensteranordnung in Kacheln, die Apple mehr schlecht als recht von Fenster-Managern wie BetterSnapTool, Lasso, Magnet, Moom, Rectangle oder anderen übernommen hat. Es mag sinnvoll sein, wenn man etwas mehr Ordnung auf dem Bildschirm haben will und die Split-View nicht ausreicht. Bis zu vier Fenster aus dem gleichen oder aus verschiedenen Programmen lassen sich so in Kacheln anordnen, damit man immer im Blick hat, was in ihnen vorgeht.
Aber war denn nicht die Möglichkeit, Fenster zu überlappen, das Alleinstellungsmerkmal, das in den frühen Tagen des Personal Computings den Mac von Windows-PCs unterschied? Die gute Nachricht: Sie müssen diese Kacheln nicht verwenden, so wenig wie Sie den mit macOS 13 Ventura eingeführten Stage Manager verwenden müssen. Oder ihre Fenster auf verschiedene Schreibtische verteilen, wie es auf dem Mac seit Mac-OS X 10.5 Leopard der Fall ist – alles optional und abschaltbar.
Die Sofortmaßnahme, wenn Ihnen wieder ein Fenster den gesamten Bildschirm ausfüllt, ohne dass Sie das wollten: Ziehen Sie das Fenster einfach wieder ein Stück nach unten, dann löst es sich aus seiner Kachel und verhält sich wieder wie vor macOS 15 Sequoia.
Um das komplett zu unterbinden, müssen Sie in die Systemeinstellungen. Dort finden Sie in der Einstellung für “Schreibtisch & Dock” etwas weiter unten den Bereich “Fenster” und in diesem die wesentlichen Regler. Deaktivieren Sie hier die Option “Fenster für Vollbild in Menüleiste ziehen” – und der Spuk ist vorbei.

Macwelt
Wenn Sie gar nicht kacheln wollen, können Sie bei der Gelegenheit auch noch die “Option-Taste während des Ziehens von Fenstern gedrückt halten, um Fenster als Kacheln anzuzeigen” ausschalten. Wobei man beim Ziehen von Fenstern eher selten versehentlich die Option-Taste drückt.
