Schenkt man den anonymen Quellen des Wall Street Journals Glauben, dann arbeitet Apple derzeit mit Hilfe von Foursquare an der Verbesserung seines Kartendienstes. Dieser steht heftig in der Kritik und soll sogar lebensgefährlich sein . Immer wieder sollen sich Menschen verirren, die den Dienst zur Navigation mit ihrem iPhone einsetzen. Diverse Internetseiten sammeln peinliche und witzige Kartenfehler – etwa eine zugebaute Meeresbucht oder versetzte Sehenswürdigkeiten. Apple sei darum, so die Gerüchte, mit Foursquare im Gespräch: Man wolle Daten des sozialen Kartennetzwerks in die Apple-Karten integrieren um das Material von Apple zu verbessern. Die Gespräche soll seitens Apple der Senior Vice President Eddy Cue geführt haben.
Foursquare ist eine beliebte Smartphone-App, über die User in Restaurants, Kinos, Bahnhöfen und anderen Orten einchecken können. Zusätzlich können die Nutzer Rezensionen und Tipps hinterlassen. Die soziale Komponente sind in erster Linie die Freunde bei Foursquare, deren Check-Ins man in der App angezeigt bekommt. Allerdings ist Foursquare, berichtet das Wall Street Journal, in letzter Zeit nicht nach Wunsch der Investoren gewachsen. Mitschuld sei auch Facebook, das mit “Orte” einen ähnlichen Service bietet. Zwar habe Foursquare 25 Millionen User (nach eigenen Angaben), allerdings sollen nur 8 Millionen davon die App wenigstens einmal im Monat verwenden. Das Foursquare-Management scheint bemüht darum, den Dienst in eine Empfehlungs-App lokaler Dienste umzuwandeln. Im Juli wurde ein Vertrag mit Microsoft unterzeichnet, der die Foursquare-Tips in der Bing-Suche zugänglich macht.