Auf Ihrem Mac gespeicherte Daten können verloren gehen, weil Sie sie etwa versehentlich gelöscht oder überschrieben haben oder weil die Daten durch einen Software- oder Hardware-Fehler nicht mehr zugänglich sind. Mit einer Sicherungskopie sind Sie in diesen Fällen auf der sicheren Seite. Denn aus dem Backup können Sie gelöschte Daten oder ältere Versionen von Dokumenten wiederherstellen oder bei einem Hardwareschaden die Daten auf einen anderen Mac übertragen.
Integrierte Sicherungsfunktion
Das Mac-Betriebssystem hat mit Time Machine ein Programm an Bord, das, einmal eingerichtet, automatisch in einem bestimmten Zeitintervall Ihre Daten auf ein anderes Medium sichert. Am einfachsten geht das mit einer externen SSD, die Sie über USB-C anschließen.
Das Medium sollte möglichst doppelt so groß sein wie das interne Speichermedium des Macs. Wir empfehlen eine SSD deshalb, weil diese besser als eine Festplatte mit Apples Dateiformat APFS (Apple File System) harmoniert, das auch Time Machine verwendet. Sollte die SSD ab Werk nicht das richtige Dateiformat haben, wird sie automatisch von Time Machine eingerichtet. Es muss auch kein besonders schnelles Exemplar sein, denn mit Ausnahme der ersten Sicherung werden bei jedem weiteren Backup nur neue oder geänderte Daten gesichert. Alternativ sichert Time Machine Daten zum Beispiel auch auf einem Netzlaufwerk (NAS), worauf wir hier aber nicht weiter eingehen.
Backup aktivieren
Nachdem Sie eine SSD für das Backup angeschlossen haben, öffnen Sie die Systemeinstellung „Allgemein“, klicken dort auf „Time Machine“ und dann auf „Backup-Volume hinzufügen“. Im sich einblendenden Fenster markieren Sie die SSD und klicken auf „Volume konfigurieren“. Auf einem Mac, auf dem Time Machine bisher nicht aktiviert ist, öffnet sich beim Anschließen eines neuen, leeren Mediums oft eine Mitteilung, um nachzufragen, ob Sie das Medium für Time Machine verwenden möchten. Sie klicken dann auf „Optionen“ und wählen „Konfigurieren“ aus.

Schließen Sie eine neue SSD an Ihren Mac an, erscheint oft die Nachfrage, ob Sie das Medium für Time Machine verwenden wollen.
Thomas Armbrüster
In beiden Fällen öffnet sich nun ein Dialogfenster, in dem sich die Verschlüsselung aktivieren lässt, was Sie auf jeden Fall machen sollten. Denn sonst sind die Daten für jeden zugänglich, der Zugriff auf das Medium hat. Das Passwort können Sie später im Schlüsselbund von macOS speichern. Dazu werfen Sie die SSD nach dem ersten Backup aus, schließen Sie dann wieder an, tippen das Passwort im sich öffnenden Dialogfenster ein und kreuzen „Passwort in meinem Schlüsselbund sichern“ an.
Sie haben auch die Möglichkeit, den Platz für das Backup auf dem Medium zu beschränken, indem Sie „Eigenes“ bei „Festplattennutzungslimit“ aktivieren und eine Speichergröße festlegen. Dann wird nur dieser Teil des Mediums für die Sicherungskopien verwendet. Wir halten es aber für besser, die SSD nur für das Backup zu verwenden.

Das Backup-Medium sollten Sie unbedingt mit einem Passwort sichern, damit niemand auf die Daten zugreifen kann.
Thomas Armbrüster
Wann sichert Time Machine?
Nach dem Klick auf „Fertig“ beginnt Time Machine nach einer Minute mit der ersten Sicherung. Wann die nächste Sicherung erfolgt, legen Sie in der Systemeinstellung nach einem Klick auf „Optionen“ bei „Backup-Häufigkeit“ fest. Standardmäßig erstellt Time Machine jede Stunde eine Sicherung.
Alternativ sichert Time Machine nur einmal täglich oder einmal wöchentlich. Oder Sie können die Automatik mit „Manuell“ ganz ausschalten, was wir aber nicht empfehlen. Denn dann müssen Sie selbst an das Backup denken und könnten vergessen, die Sicherung zu starten. Auch nur eine Sicherung pro Woche ist ein Risiko, da Sie zwischenzeitlich kein Backup haben. Sofern Sie unter „Optionen“ eine automatische Sicherung aktiviert haben, lässt sich auf einem Macbook einstellen, dass die Sicherung auch im Batteriebetrieb erfolgen soll. Was wir für sehr sinnvoll halten.

Sie können wählen, wie oft Time Machine eine Datensicherung machen soll und festlegen, dass dies auch im Batteriebetrieb erfolgen soll.
Thomas Armbrüster
Sie müssen Time Machine nicht stoppen, wenn Sie die SSD auswerfen, um Ihr Macbook mitzunehmen. Denn Time Machine wartet so lange, bis das Medium wieder verfügbar ist. In der Zwischenzeit legt Time Machine lokale Schnappschüsse auf dem internen Datenträger an.
Das ist zwar kein echtes Backup, Sie können aber zeitweilig versehentlich gelöschte oder geänderte Dateien zurückholen, was wir in diesem Artikel ausführlich beschrieben haben.
Auch wenn ein automatisches Backup aktiviert ist, lässt sich jederzeit manuell ein Backup starten. Dazu aktivieren Sie in der Systemeinstellung „Kontrollzentrum“ unten im Fenster bei „Time Machine“ die Option „In Menüleiste anzeigen“. Über das Menüleistensymbol von Time Machine starten Sie jederzeit manuell ein Backup mit „Backup jetzt erstellen“. Im Menü sehen Sie auch, wann das letzte Backup erfolgt ist, und Sie können die Systemeinstellung „Time Machine“ von hier aus öffnen.

Über das Menüleistensymbol von Time Machine können Sie jederzeit ein Backup starten und die Time-Machine-Einstellungen öffnen.
Thomas Armbrüster
Was sichert Time Machine?
Sofern Sie nichts anderes eingestellt haben, sichert Time Machine alle Anwenderdaten inklusive der von Ihnen installierten Programme. Das System und die mit dem System installierten Programme werden nicht gesichert. Das macOS lässt sich aber, falls erforderlich, über die Wiederherstellung neu installieren, eine Internetverbindung vorausgesetzt. Das ist aber normalerweise nicht notwendig, da das System hervorragend gegen Veränderungen und Beschädigungen geschützt ist.
Nach der ersten Sicherungskopie überträgt Time Machine nur noch die Daten, die sich geändert haben oder neu hinzugekommen sind. Ältere Versionen von Dokumenten auf dem Backup-Medium überschreibt Time Machine nicht und entfernt auch nicht die auf dem Mac gelöschte Dateien aus dem Backup.
So können Sie sowohl frühere Versionen eines Dokuments als auch versehentlich gelöschte Objekte aus der Sicherungskopie zurückholen. Damit sich das Backup-Medium nicht zu schnell füllt, fasst Time Machine nach 24 Stunden die stündlichen Sicherungskopien zu einer Tageskopie zusammen, und nach einem Monat die Tageskopien zu einer Wochenkopie. Die Wochenkopien werden so lange aufbewahrt, bis die Backup-Platte voll ist. Dann löscht Time Machine die ältesten Sicherungskopien.

Time Machine fasst die stündlichen Sicherungen zu Tagessicherungen zusammen und diese dann zu wöchentlichen Backups.
Thomas Armbrüster
Backup einstellen
Sind an den Mac externe Medien (Festplatten, SSDs, USB-Sticks) angeschlossen, wird deren Inhalt standardmäßig nicht von Time Machine gesichert. Um auch diese zu sichern, öffnen Sie die Systemeinstellung „Allgemein > Time Machine“, klicken auf „Optionen“, markieren den Datenträger in der Liste „Keine Backups hiervon“, klicken auf das Minuszeichen und abschließend auf „Fertig“. Das externe Backup-Medium wird grundsätzlich nicht gesichert und lässt sich darum auch nicht aus der Liste entfernen.
Sie können zudem Objekte der Liste mit den nicht zu sichernden Elementen selbst hinzufügen, wozu Sie auf das Plussymbol klicken, einen Ordner oder ein Objekt auswählen und dann auf „Ausschließen“ klicken. Die Inhalte von SD-Karten im SD-Steckplatz sichert Time Machine, anders als die anderen externen Medien, standardmäßig immer. Diese müssen Sie darum vom Backup ausschließen, falls Sie davon keine Sicherungskopie benötigen.

Externe Medien werden mit Ausnahme von SD-Karten standardmäßig nicht von Time Machine gesichert.
Thomas Armbrüster
Daten wiederherstellen
Für die Wiederherstellung einzelner Dateien wählen Sie „Time Machine-Backups durchsuchen“ im Time-Machine-Menü aus. Der Bildschirm wechselt dann zur Oberfläche von Time Machine. In der Mitte ist das zuvor im Finder geöffnete Fenster zu sehen. War vorher nur der Schreibtisch eingeblendet, wird sein Inhalt nun in einem Finder-Fenster dargestellt.
Hinter dem vordersten Fenster sind verdeckt weitere Fenster der früheren Sicherungskopien angeordnet. Rechts am Bildschirmrand befindet sich eine Zeitleiste, und rechts neben dem Fenster gibt es zwei Pfeilsymbole. Zwischen den Pfeilen ist ein Datum eingeblendet, das anzeigt, zu welchem Zeitpunkt der momentan im Fenster dargestellte Inhalt gesichert wurden.
Um die Dateien zu finden, die Sie wiederherstellen möchten, bewegen Sie den Mauszeiger entweder an den rechten Bildschirmrand und klicken in der Zeitleiste auf ein bestimmtes Datum. Oder Sie blättern mithilfe der Pfeiltasten durch die Fenster. Außerdem können Sie über das Suchfeld des Fensters nach einem Objekt suchen.
Um sicherzugehen, dass Sie die richtige Datei gefunden haben, lässt sich der Inhalt bei den meisten Dateien in der Übersicht (QuickLook) anzeigen. Dazu markieren Sie die Datei und drücken die Leertaste oder rufen „Übersicht von …“ im Kontextmenü auf.

Über die Zeitleiste, die Pfeilsymbole und über das Suchfeld können Sie die verfügbaren Backups nach den gewünschten Dateien durchforsten.
Thomas Armbrüster
Haben Sie das gewünschte Objekt gefunden, markieren Sie es und klicken auf „Wiederherstellen“. Die wiederhergestellte Datei wird im selben Ordner abgelegt, an dem sie zuvor gespeichert war. Ist dort schon ein Objekt mit demselben Namen vorhanden, können Sie es durch die wiederhergestellte Version ersetzen, beziehungsweise beide Versionen oder nur das Original (das ist die aktuelle Datei) behalten. Es ist übrigens unbedingt zu empfehlen, gelegentlich Time Machine aufzurufen und anhand einiger Dateien zu testen, ob die Wiederherstellung funktioniert.

Beim Wiederherstellen können Sie wählen, ob eine Datei ersetzt oder das Original behalten wird oder ob beide Versionen erhalten bleiben sollen.
Thomas Armbrüster
