Infos
Hersteller: Teufel
Preis: 119,99 Euro
Note: 4,5 Sterne
Vorteile: kräftiger Klang, leicht, derzeit günstiger Preis
Nachteile: Mikrofon sehr dünn im Klang, Links/Rechts-Kennzeichnung schlecht zu erkennen.
Mit gerade mal 180g ist der Supreme On sehr leicht und bei einem Durchmesser der Ohrhörer von nur 6,9 cm sehr klein. Das reicht, um auf einem mittelgroßen Herrenohr komplett aufzuliegen. Das Ergebnis ist eine gute Außenschalldämmung und ein angenehmer sitz.
In dem kompakten Gehäuse bekommen die Berliner Entwickler einen 40mm großen Lautsprecher und einen großen Akku unter, der für maximal 25 Stunden Spielzeit reicht. Natürlich ist die Akkulaufzeit von der Lautstärke abhängig. Geladen wird über den USB-C-Anschluss, 15 Minuten laden ergibt rund eine Stunde Spielzeit. Damit man Strom spart, gibt es eine automatische Abschaltung und eine Pause-Funktion, wenn man den Kopfhörer abnimmt. Gerade letztes ist sehr praktisch.
Die Materialanmutung ist sehr gut, stabile Scharniere aus Metall und schöne weiche Ohrpolster aus Kunstleder. Das Zusammenfalten geht leicht von der Hand, nur die Kennzeichnung für links und rechts ist am Kopfbügel kaum zu erkennen. Die Anbindung an den Abspieler erfolgt über ein Klinkenkabel oder Bluetooth 5.0 mit AAC-Codec. NFC wird beim iPhone nicht unterstützt, dafür die Freisprecheinrichtung.
Mitgeliefert wird ein einfacher Transportbeutel, gegen Aufpreis von 20 Euro gibt es aber den deuter x Teufel Supreme On Bag. Eine sehr hochwertige Transporttasche mit Polster und Innentasche für Kabel.

©Teufel
Der Praxischeck
Wer kennt das nicht, auf der Homepage sieht der Kopfhörer super aus und in der Praxis enttäuscht er. Die Bedienung ist neben dem Klang ein häufiges Ärgernis. Nicht so beim Supreme On, neben dem Ein/Aus-Taster gibt es nur ein Bedienelement, einen Joystick. Der übernimmt die Funktionen Wiedergabesteuerung, Lautstärke und Titelsprung. Das klappt sehr intuitiv und vor allem ist er groß genug, damit man ihn einfach bedienen kann.

©Thomas Bergbold
Natürlich gibt es von Teufel auch noch eine passende App. Wichtig ist die App für Einstellungen, wie der automatischen Abschaltung oder dem gut funktionierenden Equalizer. Für unseren Musikcheck lassen wir diesen aber in neutraler Position.

©Thomas Bergbold
Beim Musikcheck starten wir zur Zielgruppe des Supreme On passend mit R&B. Ein wunderschönes neues Album hat Alicia Keys mit KEYS herausgebracht. Passend zur Vorweihnachtszeit mit ruhigen Tönen und viel Klavier. Sehr präsent und schön aufgelöst trägt das Klaviersolo am Anfang von „Only You“ die tolle Stimme von Alicia. Die Stimme ist nicht zu scharf, für einen Bluetooth-Kopfhörer kann man hier schon mal zufrieden sein. Der Bass, der sich nach kurzer Zeit dazu gesellt, ist kräftig. Für manche zu stark, zu R&B passt es sehr gut. Mit dem schönen Groove von „Skydive“ verabschieden wir uns von Alicia und können dem Supreme On sehr gute Eignung bei R&B bescheinigen.
Ähnliches Bild mit Snoop Dogg aus dem Genre Hip-Hop. Auch hier trägt der kräftige Bass eine gute Stimmreproduktion.
Harter Themenwechsel zu Neil Young aus dem Genre Pop. Hier kann der Supreme On nicht so ganz punkten. Neil steht zu weit hinter seiner Band und es klingt flach. Also Wechsel zu Elektro mit Tangerine Dream. Das neue Album startet mit sphärischen Klängen, die der Supreme On sehr schön trägt. Der teilweise raue Sound und der Synthie passen gut zum Supreme On. Wir werden mit Robert Görl, dem DAF-Sänger, minimalistischer. Harter 80ziger Synthie-Sound mit dem Sprechgesang von Robert, das überzeugt.
Den Abschluss liefert Jazz von Amy Winehouse. „At The BBC“ ist ein wunderbares Zeugnis ihres Schaffens – und das live. Die Stimme überzeugt, der kräftige Bass passt hier sehr gut. Etwas eng wird die Bühne um Amy herum, wenn man aber bedenkt, in welcher Preisklasse der Supreme On spielt, kann man damit zufrieden sein.
Empfehlung
Richtig schnuckelig ist er, der kleine Supreme On. Natürlich reicht das nicht für eine Empfehlung als Kopfhörer, die Bedienung und der Klang müssen auch stimmen. Und hier hat Teufel mal wieder einen guten Job gemacht.
Schön klare Stimmen und ein recht beherzter Bass, das sind Zutaten, die gerade bei R&B sehr gut passen. Hier ist der Supreme On in seinem Element und genau das Zielpublikum spricht er an. Dass er auch mehr kann, hat er unter Beweis gestellt, ein Griff zum Equalizer zieht einem eventuell zu kräftigen Bass die Zähne.
Wenn man einen Haken an dem ausgewogenen Kopfhörer sucht, dann gibt es zwei. Zum einen ist es das Mikrofon. Sehr weit entfernt und schwach wirkt die eigene Stimme. Wer dieses Feature kaum benötigt, der kann das getrost ignorieren. Das andere ist der fliegende Wechsel zwischen zwei Abspielern wie von iPhone zu iPad und umgekehrt. Das klappt nicht, da muss man erst eine Verbindung unterbrechen.
Der Joystick für Pause/Wiedergabe, Lautstärke und Titelsprung ist einfach in der Bedienung, was sogar mit dünnen Handschuhen klappt.
Derzeit ist der Supreme On im Angebot für nur 107,99 Euro zu haben und damit eine Top-Empfehlung.
Wir empfehlen den Supreme-On-Kopfhörer gleich zusammen im Set mit dem tollen deuter x Teufel Supreme On Bag. Einer der besten Transportbeutel, die wir bisher für Kopfhörer im Test hatten. Er verfügt über eine erstklassische Polsterung und er ist genauso liebevoll gemacht wie der Deuter-Rucksack. Die 20,- Euro Aufpreis sind gut investiert, wenn man ein Transportgefäß für seine Kopfhörer benötigt.

©Teufel
Es gibt aber noch ein anderes Set mit dem Supreme On Kopfhörer, nämlich zusammen mit Rucksack deuter x Teufel Up Berlin. Ein sehr guter Rucksack, einen ausführlichen Test lesen Sie hier .
