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Apple warnt vor Batterien mit Bitterstoffbeschichtung bei Airtags

29.07.2021 | 09:30 Uhr | Halyna Kubiv

Im Support-Dokument zu den Airtags hat Apple eine neue Warnung hinzugefügt: Bestimmte Batterien würden nicht funktionieren.

Letzte Woche hat Apple sein Support-Dokument zum Tausch der Airtag-Batterien mit einer kleinen Anmerkung aktualisiert:

  • CR2032-Batterien mit einer Bitterstoffbeschichtung funktionieren möglicherweise nicht mit dem Airtag oder anderen batteriebetriebenen Produkten, je nach Ausrichtung der Beschichtung in Bezug auf die Batteriekontakte.

Solche Batterien mit einem bitteren Überzug sind relativ neu auf dem Markt – Duracell hat seine Serie beispielsweise im September 2020 vorgestellt . Die bittere Beschichtung hat einen Grund: Kleinkinder, insbesondere bis drei Jahre, überprüfen alles auf seinen Geschmack hin. Da die Knopfzellen relativ klein sind, werden sie schnell verschluckt. Durch den Kontakt mit nassen Oberflächen wie Schleimhäuten entsteht ein Stromfluss, unter dessen Wirkung sich auf der Schleimhaut negativ geladene Ionen bilden, diese können zu schweren Verätzungen führen. Je stärker die Batterie geladen ist, desto ausgeprägter können die gesundheitlichen Schäden sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat über vergangene zehn Jahre mehrere hundert Meldungen von verschluckten Knopfbatterien registriert. Vor allem, wenn die Batterie in der Speiseröhre des Kindes stecken bleibt, kann es zu schweren Verätzungen und sogar Todesfällen kommen.

Dagegen gehen nun die Hersteller wie Duracell vor und überziehen eigene Produkte mit einer organischen Schicht, die bitter schmeckt. Dies soll die Kinder davon abhalten, die Batterie zu verschlucken. Sie erkennen solche Produkten meist durch Bezeichnungen auf der Packung, die in etwa "Bitter taste" etc. heißen. Bei Varta haben wir beispielsweise keine solchen Batterien gefunden .

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