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Die Zukunft des Apple Silicon: Bis zu 40 CPU-Kerne für M3 auf vier Dies

08.11.2021 | 08:40 Uhr |

Noch riechen sie sehr frisch, aber schon bald könnten M1 Pro und M1 Max reichlich alt neben M2 und M3 aussehen.

Der M1 Pro und der M1 Max riechen zwar immer noch nach frischen Chips, aber das hält Apple nicht davon ab, die nächste Generation seiner Desktop-Prozessoren voranzutreiben. Und laut einem Bericht von "The Information" vom Freitag sieht die Zukunft für Apple-Silizium unglaublich rosig aus.

Apple stellt seine aktuellen Chips in Zusammenarbeit mit TSMC her, wobei die M1-Serie auf einem 5-nm-Prozess mit einem einzigen Chip basiert. Die nächste Generation von Chips – vermutlich M2, M2 Pro und M2 Max – wird nach Angaben von "The Information"  einen verbesserten 5nm-Prozess verwenden. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um den N4P-Knoten von TSMC, der Berichten zufolge eine Verkleinerung des Chips um sechs Prozent und eine Leistungssteigerung von 10 Prozent gegenüber dem aktuellen Knoten bedeutet.

Vier Dies mit 40 Kernen

Die Geschichte ist hier jedoch noch nicht zu Ende. "The Information" berichtet zudem, dass die Chips der nächsten Generation zwei Dies haben werden, was zu mehr Kernen als bei der M1-Serie führt. TSMC hat mit der Testproduktion dieser Chips begonnen, die als M2 Pro und M2 Max Macs Ende 2022 oder 2023 auf den Markt kommen sollen.

Die Innovationen werden mit der dritten Generation des Apple-Siliziums noch interessanter. Laut "The Information" tragen die Chips die Codenamen Ibiza, Lobos und Palma, und Apple und TSMC planen die Einführung eines 3-nm-Prozesses mit bis zu vier Dies und 40 CPU-Kernen. Das wäre ein gewaltiger Sprung gegenüber dem M1 Pro, der zehn CPU-Kerne auf einem einzigen Chip hat.

"The Information" behauptet zudem, die Produktion dieser Chips werde nicht vor 2023 beginnen, was wahrscheinlich bedeutet, dass ihre Einführung in Apples Produktpalette bis 2024 dauern wird. Lobos und Palma könnten ihr Debüt in Profi-Macs wie den 14- und 16-Zoll-Macbooks Pro der zweiten Generation feiern, während der Ibiza-Chip wahrscheinlich im Macbook Air und iPad Pro zum Einsatz kommt.

Während Apple den Wechsel zu einem 3-nm-Prozess plant, hat Intel gerade seinen ersten 10-nm-Desktop-Chip vorgestellt.
Vergrößern Während Apple den Wechsel zu einem 3-nm-Prozess plant, hat Intel gerade seinen ersten 10-nm-Desktop-Chip vorgestellt.
© Gordon Mah Ung

Die M1-Serie hat aber noch viel Potential in sich. Die Quellen von "The Information" verraten, dass ein Twin-Die M1 Max als erster Apple-Prozessor im High-End Mac Pro des Unternehmens eingesetzt werden soll. Anderen Berichten zufolge könnte der neue Mac Pro ein kleineres Design als der aktuelle Mac Pro haben, wobei der High-End-Mac Pro mit den neuesten Intel-Prozessoren ausgestattet wird. Intel hat diese Woche seine neuen 10-nm-Alder-Lake-Desktop-CPUs vorgestellt, obwohl es keine Hinweise darauf gibt, ob dieser Chip seinen Weg in einen Mac Pro finden wird (oder sogar in einem Mac Pro verwendet werden kann), der derzeit Intels höherwertige Xeon-Chips verwendet.

Zum Vergleich: Der aktuelle M1 hat acht CPU-Kerne, sieben oder acht GPU-Kerne und eine Neural Engine mit 16 Kernen. Die M1 Pro und M1 Max haben jeweils zehn CPU-Kerne, den doppelten gemeinsamen Speicher und 16 (Pro) respektive 32 (Max) GPU-Kerne. Pro und Max ändern auch ihre CPU-Kernzuweisung, indem sie die Anzahl der Effizienzkerne auf zwei reduzieren, während der Rest der CPU-Kerne Performance-Kerne sind. Aus dem Bericht von "The Information" geht nicht hervor, wie viele Kerne in den Chips der nächsten Generation für die Leistung eingesetzt werden sollen.

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