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Erster ARM-Mac erst 2021 – aber verdammt schnell

26.04.2020 | 13:35 Uhr |

Der nächste Wechsel der Prozessorplattform ist wohl nur eine Frage der Zeit. Apple arbeitet Berichten zufolge auch daran, Intel-basierte Anwendungen zu unterstützen.

Trotz verschobener Produktveröffentlichungen und verzögerter Markteinführungen aufgrund des Coronavirus scheint Apple laut einem neuen Bloomberg-Bericht immer noch auf dem Weg zu sein, seinen ersten ARM-basierten Mac für das Jahr 2021zu planen.

Laut Mark Gurman arbeitet Apple an drei Prozessoren für den Mac, die alle auf dem Design des kommenden A14-Chips im iPhone 12 basieren. Das Projekt mit dem Codenamen Kalamata läuft laut dem Bericht schon seit einiger Zeit, Apple habe bereits einen ersten Mac-Chip entwickelt, der auf dem A12X-Prozessor des iPad Pro basiert.

Frühere Gerüchte deuteten darauf hin, dass Apple schon im Laufe dieses Jahres seinen ersten ARM-basierten Mac auf den Markt bringen könnte, etwa mit einer Ankündigung auf der WWDC.

Bemerkenswert ist, dass der A14-Chip angeblich mit einem 5nm-Prozess im Vergleich zu Intels aktuellem 14nm-Prozess entwickelt werden soll. Ein kleineres Herstellungsverfahren wird es Apple ermöglichen, Chips anzubieten, die sowohl leistungsfähiger als auch stromsparender sind, was zu einem dramatischen Sprung in Apples Macs der unteren Preisklasse führen könnte.

Bloomberg behauptet, dass die ersten Mac-Prozessoren über acht Hochleistungskerne und mindestens vier energieeffiziente Kerne verfügen werden, die den Codenamen Firestorm bzw. Icestorm tragen. Mit dem verbunden wäre eine massive Steigerung gegenüber dem 1,1 GHz Dual-Core Intel Core i3 Prozessor der 10. Generation. In den Benchmarking-Ergebnissen von Geekbench ist beispielsweise der A13Z-Prozessor des neuesten iPad Pro bei Mehrkernprozessor-Aufgaben wesentlich schneller als der des Macbook Air.

Apple würde den Übergang zu einer neuen Prozessorplattform wahrscheinlich mit einem neuen Laptop beginnen, berichtet Bloomberg, da die ersten Chips "nicht mit der Leistung konkurrieren können, die Intel für die High-End Macbook Pro, iMacs und dem modularen Mac Pro bereitstellt". Alle neuen Geräte werden wahrscheinlich immer noch mit dem Betriebssystem macOS laufen, und Gurman stellt fest, dass Apple "Werkzeuge erforscht, die sicherstellen, dass Anwendungen, die für ältere Intel-basierte Macs entwickelt wurden, immer noch auf den Maschinen funktionieren".

Vor kurzem hat sich Apple von 32-Bit-Mac-Anwendungen verabschiedet und ein Framework namens Catalyst eingeführt, mit dem iOS-Entwickler ihre Anwendungen auf den Mac portieren können. Apples jüngste Umstellung auf Intel-Prozessoren wurde 2006 abgeschlossen.

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