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Google Drive mit exklusivem iOS-Feature, nicht für Android

06.05.2020 | 10:05 Uhr |

Mit der neuesten Version von Google Drive unter iOS kann man die Applikation mit Face ID oder Touch ID sperren.

Wenn Sie Google Drive auf Ihrem iPhone nutzen, ist gerade eine coole Sicherheitsfunktion neu auf Ihrem iOS-Gerät. Wenn Sie Google Drive auf Ihrem Android-Smartphone verwenden, haben Sie Pech gehabt.

Die neue Funktion heißt "Datenschutz" und bietet eine zusätzliche Schutzebene für die Google-Drive-App. Anstatt sich wie bisher sofort anzumelden, können Sie sich je nach verwendetem Gerät entscheiden, ob Sie Ihre Identität über die Face ID oder Touch ID verifizieren müssen. Wenn dies in Google Drive aktiviert ist, kann die App ohne ordnungsgemäße Authentifizierung nicht öffnen. Wenn sich also jemand Ihr Smartphone ausleiht, kann er ohne Ihre Erlaubnis nicht auf den Inhalt von Google Drive zugreifen.

Nach der Aktualisierung der App auf die Version 4.2020.18204 finden Sie die Einstellung unter "Datenschutz" innerhalb der Einstellungen im Seitenmenü. Legen Sie einfach den Regler um und wählen Sie die Verzögerung aus, mit der die Authentifizierung nach dem Schließen der App zurückgesetzt wird (sofort, zehn Sekunden, eine Minute oder zehn Minuten). Wenn Sie die Google-Drive-App das nächste Mal starten, wird vor dem Anmelden ein Face-ID- oder Touch-ID-Bildschirm angezeigt.

Es ist unklar, welche Anforderungen die App hat, aber ein iPhone 6S mit iOS 13.5 Public Beta konnte die Option Datenschutz in der Seitenleiste nicht öffnen, während ein iPhone 11 mit iOS 13.4.1 Datenschutz aktivieren konnte.

Datenschutz für Google Drive
Vergrößern Datenschutz für Google Drive

Im Moment ist Datenschutz ein Alles-oder-Nichts-Feature, sodass Sie nur die gesamte App sperren können und nicht nur einzelne Dateien oder Ordner. Da Apple die Dateien-App nicht mit biometrischer Authentifizierung sperrt, können die Nutzer dort weiterhin auf Ihre Google-Drive-Dateien zugreifen, wenn Sie den Zugriff erlaubt haben. Google warnt auch davor, dass Benachrichtigungen ebenfalls sichtbar sein können.

Dennoch ist dies eine wichtige zusätzliche Schutzebene in einer Zeit, in der immer mehr Anwender Dateien über Cloud-Laufwerke austauschen. Wenn Sie ein Android-Nutzer sind, haben Sie leider Pech gehabt. Auch wenn das Pixel von Google hergestellt wurde – Sie wissen ja, von derselben Firma, die auch Google Drive herstellt –, gibt es keine Möglichkeit, die Freischaltung per Gesichtserkennung zu verwenden. Für die Google-One-App gibt es nicht einmal eine Datenschutzfenster-Einstellung, die nur Nutzern zur Verfügung steht, die für zusätzlichen Google-Drive-Speicherplatz bezahlen. Und es gibt keinen Hinweis darauf, dass "Datenschutz" jemals für Android verfügbar sein wird.

Kurzum: Wenn Sie den besten Schutz für Ihre Google-Drive-App haben möchten, wechseln Sie zum iPhone. ✉ Feedback an Macwelt.

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