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M1-Macs: RAM, Thunderbolt – Fünf Sachen, die fehlen

11.11.2020 | 09:44 Uhr |

Die neuen Macs sind aufregend, aber warum hat Apple nicht noch ein paar offensichtliche Verbesserungen vorgenommen?

Apple hat gestern drei neue Macs mit s einem allerersten speziell entwickelten System-on-Chip, dem M1 vorgestellt und auch gleich in den Handel gebracht. Neu sind ein Macbook Air , ein 13-Zoll-Macbook Pro und einen Mac Mini – die alle jetzt bestellt werden können und bald lieferbar sind.

Apples Behauptungen über Leistung und Effizienz fallen ins Auge, und wenn sie auch nur im Entferntesten wahr sind, könnte dies mehr als genug Grund für Mac-Fans sein, sich über Apples Wechsel von Intel-Prozessoren zu seiner eigenen zu freuen.

Dennoch sind wir der Meinung, dass das Unternehmen ein wenig zu zurückhaltend in diese neue Ära für den Mac eintritt. Mit dem M1-Prozessor läuten diese Macs die Totenglöckchen für ihre Vorgänger. Hier sind fünf Möglichkeiten, wie Apple diese Macs weiter hätte verbessern können, es aber nicht getan hat.

Erinnern Sie sich noch, als das Apple-Logo auf der Rückseite Ihres Macbook-Deckels aufleuchtete? Das ist schon seit Jahren verschwunden und wir vermissen es irgendwie. Zumindest wäre es schön, wenn es ein wenig leuchten würde, vielleicht mit der Option, es abzuschalten. ( Immerhin kehrt mit den M1-Macs und macOS 11 Big Sur auch wieder der Startgong zurück, Anm. d. Red. )

Die neuen M1-basierten Macs haben genau dasselbe Design wie die Macs mit Intel-Prozessoren. Ich denke, es ist Zeit für ein völlig neues Design, vielleicht in Anlehnung an das neue iPad Pro und iPhone 12 mit flachen Kanten, aber ich kann verstehen, dass Apple sich das für später im Apple-Silicon-Übergangsprozess aufhebt.

Es wäre schön gewesen, wenigstens eine einzige kleine, offensichtliche Design-Unterscheidung zwischen Macbooks mit dem M1 und solchen mit Intel-Chips zu erhalten, und die Rückkehr des leuchtenden Apple-Logos wäre genau das Richtige gewesen.

Warum nur zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse beim Macbook Pro?

Die M1-basierte Version des 13-Zoll-Macbook Pro hat nur zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse auf der linken Seite des Geräts. Die Modelle mit Intel-CPUs, die noch verfügbar sind, haben zusätzlich zwei Anschlüsse auf der rechten Seite.

Wir sollten nicht zwischen dem großartigen neuen M1-Chip und der Vollausstattung mit Thunderbolt 3-Anschlüsse wählen müssen.
Vergrößern Wir sollten nicht zwischen dem großartigen neuen M1-Chip und der Vollausstattung mit Thunderbolt 3-Anschlüsse wählen müssen.
© Apple

Die neuen M1-Chip-Modelle ersetzen im Wesentlichen die Low-End-Versionen des Macbook Pro, das nur zwei Thunerbolt-3-Anschlüsse und Intel-Prozessoren der 8. Generation. Die höherwertigen Modelle mit Intel-Prozessoren der 10. Generation und vier Thunderbolt-3-Anschlüssen sind weiterhin erhältlich.

Dies scheint eine merkwürdige Unterscheidung zu sein, wenn Apple behauptet, dass sein M1-Chip so viel schneller ist als der von Intel und mit einer so dramatisch verbesserten Batterielebensdauer. Wenn Sie ein Macbook Pro kaufen möchten, sind Sie gezwungen, zwischen dem "minderwertigen" Intel-Chip mit vier Anschlüssen oder dem "überlegenen" M1-Chip mit nur zwei Anschlüssen zu wählen. Das ist doch verrückt!

Diese minderwertige 720p-FaceTime-Kamera!

Jedes Mal, wenn ein neuer Mac eingeführt wird, hoffe ich, dass Apple die Qualität von Videokameras ernst nimmt. Und jedes Mal bin ich enttäuscht. Sowohl das Macbook Air als auch das Macbook Pro mit dem M1-Prozessor verfügen noch immer über die gleiche absolut miese 720p-Facetime-Kamera wie frühere Modelle. Es geht nicht nur darum, dass wir inzwischen 1080p haben sollten, sondern auch darum, dass der Sensor alt und peinlich weit hinter der Zeit zurückliegt.

Ja, natürlich möchte ich die gesamte True-Depth-Modul- und Face-ID-Unterstützung in einem Mac, aber mir ist klar, dass dies wahrscheinlich eine erhebliche Produktneugestaltung erfordert. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein Umstieg auf die erheblich verbesserte 1080p-Facetime-Kamera mit f/2,2-Blendenöffnung vom iPad Air das erforderte. Apple sagt, dass die Videoqualität dank des Bildsignalprozessors und der Neural Engine der M1 verbessert wird. Das stimmt wahrscheinlich. Stellen Sie sich nur vor, wie gut Ihre Zoom-Anrufe auch mit halbwegs ordentlicher Kamerahardware aussehen könnten!

Warum nicht eine größere Batterie?

Aus den Datenblättern geht hervor, dass die Batterien des Macbook Air  und Macbook Pro mit 13 Zoll genau die gleiche Größe wie ihre Intel-basierten Vorgänger haben. Die Batterie des Air hält 49,9 Wattstunden bereit und die Batterie des Pro 58 Wattstunden.

Welchen Sinn hat es, all diese Teile zu konsolidieren, wenn man den zusätzlichen Raum nicht nutzt?
Vergrößern Welchen Sinn hat es, all diese Teile zu konsolidieren, wenn man den zusätzlichen Raum nicht nutzt?
© Apple

Nach all dem Gerede darüber, dass M1 ein System-on-Chip (SoC) ist, bei dem mehrere Teile des Siliziums konsolidiert werden, und wie das Macbook Air den Lüfter entfernt hat, wäre doch sicher noch Platz für mehr Batterie vorhanden, oder?

Die Effizienz des M1-Chips ist für den großen Gewinn an Batterielebensdauer verantwortlich. Apple gibt an, dass das Macbook Air 15 Stunden beim Surfen im Internet, 18 Stunden bei der Wiedergabe von Videos und doppelt so lange bei Videokonferenzen durchhält. Wenn wir mit einer um 40 bis 100 Prozent längeren Batterielebensdauer rechnen können, stellen Sie sich nur vor, wie lange die Batterie mit weiteren 10 Wattstunden Kapazität aushalten würde.

Wo sind 32 GB Arbeitsspeicher geblieben?

Im Macbook Air wird diese Option nicht fehlen, in einem Macbook Pro selbst mit 13 Zoll Bildschirmdiagonale und vor allem in dem Mac Mini sorgen die RAM-Konfigurationen für Erstaunen. Bietet die Intel-Version des Macbooks Pro eine RAM-Aufrüstung bis zu 32 GB, ja es handelt sich dabei um die High-End-Varianten, das ist uns bewusst, bleibt der M1-Mac bei 16 GB. Noch kriegsentscheidender ist dies bei einem Mac Mini, die nach wie vor vorhandene Intel-Version bietet eine Möglichkeit bis zu 64 GB RAM zu konfigurieren. Die Ära der austauschbaren RAM-Riegel, wie dies noch in einem iMac oder iMac Pro der Fall ist, neigt sich ihrem Ende zu, das System-on-the-Chip, was ein M1 eigentlich ist, hat alle Elemente fest verbaut.

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