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Natives Photoshop für M1-Macs 50 Prozent schneller als Intel-App

11.03.2021 | 08:21 Uhr |

Die optimierte Version bringt massive Geschwindigkeitssteigerungen – aber auch "kleinen Funktionsunterschiede".

Nach einigen Monaten der Beta-Phase hat Adobe eine Version von Photoshop für Apples M1-Chip auf den Markt gebracht, die einen deutlichen Geschwindigkeitsschub für die beliebte Bildbearbeitungssoftware bringt. Allerdings enthält sie auch einige Einschränkungen, die Anwender dazu bewegen könnten, weiter die Intel-Version mit Rosetta 2 auf dem neuen Mac auszuführen.

Laut Adobe ist die native M1-Version 1,5 Mal schneller als "ähnlich konfigurierte Systeme der vorherigen Generation", sodass Anwender den Unterschied definitiv spüren sollten. Die App wird über den Creative-Cloud-Updater aktualisiert und wechselt beim Neustart nahtlos zur neuen Version. Adobe sagt, dass ältere Versionen von Photoshop vor 2020 den M1-Chip nicht unterstützen werden.

Peta Pixel hat einige Geschwindigkeitstests laufen lassen und dabei die Rosetta-Version mit der nativen M1-Applikation verglichen – die Geschwindigkeitssteigerungen sind sehr deutlich. Bei den Tests mit Puget Bench erzielte der Mac Mini mit dem für Apple Silicon optimierten Photoshop die zweithöchste Gesamtpunktzahl, die jemals gemessen wurde.

Allerdings ist die M1-Version von Photoshop für M1-Macbooks und den Mac Mini M1 nicht identisch mit der Intel-Version. Hier sind die Funktionen, die laut Adobe in der M1-Version noch nicht verfügbar sind:

  •     Import, Export und Wiedergabe von eingebetteten Videoebenen

  •     Bildstabilisierungsfilter

  •     Preset-Synchronisierung

  •     Schaltfläche "Ein Bild freigeben" / Quick Share

  •     Neue Bibliothek aus Dokument erstellen / Menübefehl Bibliotheksbedienfeld

  •     Startbildschirm > Mit Ihnen geteilt und zur Bearbeitung einladen / Funktionen für kollaboratives Editieren

  •     Öffnen oder Platzieren von Dateien im U3D-Format

  •     Starten von Bridge aus Photoshop-Menüs

Es gibt auch eine Handvoll bekannter Probleme, an denen Adobe arbeitet, darunter Probleme beim Export von SVG-Dateien und ein schwarzer Bildschirm beim Anzeigen eines 3D-Dokuments. Adobe bietet Workarounds an, während es an der Behebung der Probleme arbeitet.

Für die meisten Benutzer werden dies keine lähmenden Einschränkungen sein, aber wenn Sie eine der Funktionen hier benötigen, können Sie jederzeit zur Rosetta-Version wechseln. Gehen Sie zu Ihrem Programme-Ordner, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das App-Symbol  von Photoshop und dann auf "Info", um Details und Optionen über die App anzuzeigen. Aktivieren Sie schließlich das Kontrollkästchen "In Rosetta öffnen", um den Start der Intel-Version zu erzwingen.

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