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So testen Sie die Geschwindigkeit und Leistung Ihres Mac

27.12.2021 | 10:20 Uhr |

Wie testen Sie die Geschwindigkeit der CPU, des Grafikprozessors und der Festplatte Ihres Mac? Wir präsentieren einige der besten Benchmark-Tools, die für macOS verfügbar sind und erklären, wie getestet wird.

Schon vor der Einführung des M1-Chips waren Macs mit leistungsstarken Komponenten ausgestattet. Aber wie schnell sind sie genau? Ist Geschwindigkeit subjektiv oder können wir objektive Werte zuweisen und die Geschwindigkeit eines Computers mit der anderer vergleichen? Und wie kann man die Geschwindigkeit von zwei Apple-Rechnern oder einem Mac mit einem Windows-PC am besten vergleichen?

Diese Fragen können mit Benchmark-Tools beantwortet werden: die Verwendung einer Vielzahl von (meist kostenlosen) Apps, um die Leistung einer Maschine (und insbesondere die Leistung ihrer einzelnen Komponenten) in einer Reihe von Szenarien zu bewerten. Lesen Sie weiter, um herauszufinden, wie Sie die CPU, den Grafikprozessor und die Festplatte Ihres Mac-Desktops oder -Laptops vergleichen können.

Warum einen Mac auf Geschwindigkeit testen?

Obwohl es schwierig ist, die allgemeine Leistung einer Technologie zu quantifizieren, liefert das Benchmarking Zahlen zum Vergleich mit anderen Maschinen und Geräten. Einfach ausgedrückt, ist Benchmarking eine Möglichkeit, die Leistung einer Technologie zu testen – sei es die CPU eines Smartphones oder die GPU eines Mac.

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Benchmarking kann Ihnen helfen, zu entscheiden, ob Sie auf einen neuen Desktop-Rechner oder Note umsteigen sollen, und hilft Ihnen, die Leistung der verschiedenen technischen Komponenten zu verstehen – von der CPU über die GPU bis hin zur Festplatte. Es kann helfen, Schwachstellen in Ihrem System zu identifizieren, die verbessert werden können, sei es durch Hinzufügen von mehr RAM oder durch Upgrade einer SSD. Und auch bei einem SoC (System on a Chip) wie dem M1-Chip, bei dem die wichtigsten Rechen- und Speichereinheiten auf einem Chip kombiniert sind, kann die Leistung durch diese Tools gemessen werden.

Allgemeines Leistungsbenchmarking fĂĽr CPU und GPU

Obwohl es viele Benchmarking-Anwendungen für macOS gibt, ist die am einfachsten zu bedienende und am häufigsten empfohlene “Geekbench 5” von Primate Labs (9,99 Euro).

Warum? Während die oben verlinkte, kostenpflichtige Version mehr Funktionen bietet, ist Geekbench 5 auch in einer kostenlosen Testversion erhältlich. Und die Software funktioniert auf mehreren Plattformen, darunter Windows, macOS, iOS und Android. Im App Store gibt es allerdings auch einige negative Bewertungen, die eine mangelnde Kompatibilität mit manchen macOS-Versionen beklagen. Testen Sie das Tool deshalb am besten erst mit der kostenlosen Version.

Es gibt nicht viele Einschränkungen für die kostenlose Variante von Geekbench 5, abgesehen davon, dass sie jederzeit eine aktive Internetverbindung benötigt und die Ergebnisse automatisch auf ihre Website hochlädt, damit andere sie sehen können. Solange Sie keinen Benchmarking eines unveröffentlichten Macs unter Embargo durchführen, sollte es in Ordnung sein, die Ergebnisse mit anderen Geekbench-Benutzern zu teilen.

Der Clou von Geekbench 5 ist jedoch, dass es unglaublich einfach zu bedienen ist und wenig technisches Wissen erfordert. Öffnen Sie einfach die App, schließen Sie alle anderen Apps, die auf Ihrem Mac laufen könnten, und klicken Sie in der linken Leiste auf "CPU" oder alternativ auf "Compute", für einen GPU-Test. Über den Button "Run Benchmark" können Sie den Leistungstest starten.

Geekbench 5
Vergrößern Geekbench 5

Die App misst dann die Leistung Ihrer CPU oder GPU bei der Ausführung von "alltäglichen Aufgaben zur Simulation realer Anwendungen" und kann je nach Geschwindigkeit Ihrer Hardware bis zu 20 Minuten dauern.

Sobald dies geschehen ist, werden die Ergebnisse in Ihrem bevorzugten Webbrowser angezeigt. Womöglich sind Sie zunächst von allen angezeigten Informationen, von der Prozessor-ID bis zur Motherboard-Hardware, überwältigt, aber die einzigen beiden Zahlen, auf die Sie sich konzentrieren müssen, sind ganz oben: Single-Core-Score und Multi-Core-Score beim CPU-Test, OpenCL- oder Metal-Score beim GPU-Test.

Die Single-Core-Punktzahl gibt einen Eindruck davon, wie schnell der Mac in bestimmten Situationen arbeitet, wenn nur ein einziger Verarbeitungskern alles verarbeitet. Multi-Core hingegen zeigt Ihnen, wie gut Ihr Mac abschneidet, wenn er an seine absoluten Grenzen kommt, da er mehrere Rechenkerne auf einmal verwendet, um die Belastung zu bewältigen. Betrachten Sie es als die Spitzenleistung Ihres Macs.

Leistungsbenchmark: Was ist ein angemessenes Ergebnis?

Sie können diese Ergebnisse mit anderen Benchmark-Tests im Geekbench Browser ( http://browser.geekbench.com/ ) vergleichen, sodass Sie sehen können, wie Ihr Mac im Vergleich zur neuesten Generation von Macs und sogar zu Wettbewerbern anderer Hersteller abschneidet. Es soll Ihnen eine Vorstellung davon vermitteln, wie gut Ihr Computer im Moment funktioniert und ob sich das Upgrade, das Sie in Betracht ziehen, in Bezug auf die reine Rechenleistung lohnt.

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Festplatten- und SSD-Benchmarks

Wenn es darum geht, die Lese-/Schreibgeschwindigkeiten Ihrer Festplatte oder Ihres Solid-State-Laufwerks zu messen, ist das einfachste Werkzeug, das Sie verwenden können, “Disk Speed Test” von Black Magic (kostenlos). Obwohl es für Videoeditoren entwickelt wurde, um festzustellen, ob die Festplatten mit großen Dateien umgehen können, ist es extrem einfach zu bedienen.

Disk Speed Test
Vergrößern Disk Speed Test

Laden Sie einfach die App herunter und öffnen Sie sie. Wählen Sie Ihr Ziellaufwerk, wenn Ihr Mac mehr als eine Festplatte hat (dies geschieht durch Anklicken des Zahnrads) und klicken Sie auf Start, um den Benchmark zu starten. Für eine verbesserte Genauigkeit ist es – wie bei allen anderen Benchmarktests auch – am besten, wenn keine anderen Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden.

In den Diagrammen “Will it Work?” und “How Fast?” werden eine Menge Daten dargestellt, die aber hauptsächlich für Videoeditoren interessant sind. Die Zahlen, auf die Sie sich konzentrieren sollten, werden in den grafischen Anzeigen oben präsentiert. Die Schreibgeschwindigkeit liegt links und die Lesegeschwindigkeit rechts. Beides gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie schnell Dinge auf das Laufwerk geschrieben werden und wie schnell Anwendungen und Dateien jeweils geladen werden.

HDD & SSD: Was ist ein angemessenes Ergebnis?

Eine standardmäßige, externe Festplatte, die über USB 2.0 an einen Mac angeschlossen ist, erreicht keine Geschwindigkeiten von mehr als 25-30 MB/s (extrem langsam). Rüsten Sie hingegen auf eine SSD um, sollte das zu einer signifikanten Leistungssteigerung führen. Nehmen wir zum Beispiel unseren in die Jahre gekommenen iMac von 2011: Während die eingebaute Festplatte Geschwindigkeiten von bis zu 90 MB/s erreicht, erreicht unsere über Thunderbolt angeschlossene, externe SSD bis zu 420 MB/s. Die schnellste von uns getestete SSD stammt von Samsung, X5 hat im Test Datentransferraten von knapp 2000 MB/s aufgewiesen.

Der Geschwindigkeitsunterschied ist dramatisch und macht sich im Alltag sofort bemerkbar. Tatsächlich ist dies wahrscheinlich der Hauptgrund dafür, dass Apple in seiner gesamten Macbook-Produktreihe traditionelle Festplatten durch Solid-State-Laufwerke ersetzt hat. Wenn Sie also noch eine langsame Festplatte haben, sollten Sie vielleicht über ein SSD-Upgrade nachdenken.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwester-Publikation Macworld .

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