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Wann ist die nächste Apple-Keynote?

20.10.2021 | 08:30 Uhr | Peter Müller

Für das Jahr 2021 dürfte es das mit den Apple-Keynotes gewesen sein. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Letztes Jahr drei virtuelle Keynotes im Spätsommer und Herbst, heuer sind es bisher zwei. Und nach allem, was wir abschätzen können, folgt auch keine weitere mehr. Apple hat seine Hausaufgaben erledigt, im April hatte es auf der Show " Spring Loaded " schon jede Menge neuer Produkte gegeben, die iPads Pro mit M1 und 5G, die bunten iMacs M1, Airtags und ein iPhone 12 in Lila. Im Juni dann neue Informationen zu iOS 15, iPadOS 15, tvOS 15, watchOS 8 und macOS 12 Monterey auf der WWDC, frische iPhones hat es dann zum üblichen Termin Mitte September unter dem Motto " California Streaming " gegeben. Mit dabei waren auch ein neues iPad Mini und das iPad der neunten Generation. Zum (mutmaßlichen) Abschluss hat Apple dann bei " Unleashed " neue Macbooks Pro von der Leine gelassen, wahre Rechenmonster. Dazu noch die lang erwartete dritte Generation der Airpods und drei bunte Homepod-Mini-Varianten.

Das war's dann auch schon. Ohne Update blieben in diesem Jahr Macbook Air und Mac Mini, der 27-Zoll-iMac wartet ebenso auf einen Nachfolger mit Apple Silicon wie der Mac Pro. Dafür ist dann aber nächstes Jahr Zeit, iPhone SE und iPad Air wären dann allmählich auch wieder an der Reihe. Bevor mit dem iPhone 14 ein neuer Produktzyklus beginnen wird.

Das könnte uns also in den nächsten zwölf Monaten erwarten:

Frühling lässt sein holdes Band

Wenn wie in "California Dreaming" alle Blätter braun sind, der Himmel grau und die Straßen voller Matsch sind, richtet sich der Blick wieder auf das Frühjahr. Die Entwicklung geht bei Apple weiter und im März oder April 2022 dürfte die nächsten Produktvorstellungen anstehen. So wäre es dann wieder Zeit für ein weiteres Einsteiger-iPhone, also das iPhone SE der dritten Generation . Apple könnte hier erneut Mut zum Weglassen respektive für radikale Änderungen beweisen und das SE als letztes iPhone in seinem Angebot auf Face-ID umstellen. Die jüngsten Spekulationen deuten aber darauf hin, dass Apple beim Retina-Display (LCD) und dem Home-Button samt Touch-ID bleibt, aber im Inneren kräftig renoviert. Der A15 Bionic soll das Einsteiger-iPhone antreiben, ein 5G-Modem von Qualcomm ist ebenso zu erwarten.

Zwei Jahre gab sich Apple, um den Mac von Intel-Chips auf eigenes Silizium umzustellen, der Kalender hat so richtig im November 2020 zu blättern begonnen. Im Frühjahr 2022 wäre dann schon klar mehr als die Hälfte der Zeit verstrichen, neue Rechner braucht das Land. Noch gar nicht umgestellt sind der große iMac, bisher mit Intel Core-Chip der zehnten Generation in 27 Zoll erhältlich, und der Mac Pro. Letzterer könnte noch bis Ende 2022 auf sich warten lassen, ein großer iMac 30'' oder – warum nicht? – iMac Pro wäre aber ein Kandidat für das Frühjahr 2022, ein Jahr nach dem bunten iMac M1. Der dürfte vermutlich bei der Gelegenheit ein Prozessorupgrade erhalten, M1 Pro und M1 Max würden sich anbieten, aber auch der Schritt hin zur nächsten Generation M2. Diese zweite Generation des Apple Silicon  wäre interessant für das Macbook Air, das in neuer Form und bunten Farben ebenso anstehen könnte wie ein von Grund auf renovierter und vermutlich miniaturisierter Mac Mini. Die Airpods Pro wären im Frühjahr 2022 auch mal wieder fällig.

Zum Mac Mini gibt es kein passendes Apple-Display, das Pro Display XDR ist mit einem Preis jenseits der 6000 Euro nicht die beste Empfehlung. Das könnte sich nach Ansicht des Analysten Ross Young ändern , er rechnet für das Frühjahr 2022 mit einer kleineren und günstigeren Variante des Profi-Bildschirms, in etwa 27-Zoll-Größe. Immerhin hat es Apple bereits geschafft, die Mini-LED-Technologie in das Macbook Pro zu integrieren.

WWDC  2022: Endlich wieder mit Publikum?

Der Frühsommer 2022 könnte ein sehr unbeschwerter werden, wenn eine hohe Impfrate die Pandemie ausgebremst haben sollte. Dann spräche nichts dagegen, wieder rund 5000 Entwickler als aller Welt nach Cupertino kommen zu lassen, um dort auf der Entwicklerkonferenz WWDC rund 1000 Apple-Ingenieure zu treffen. Man infiziert sich gegenseitig dann nur noch mit guten Ideen für bahnbrechende Apps.

Auf dem Plan stehen hier wie immer die Betriebssysteme Apples. Auf dem Mac zählt man auch wieder eines weiter,  macOS 13 wird den Namen einer weiteren kalifornischen Sehenswürdigkeit beigestellt bekommen. Auf ihrer Reise durch Kalifornien nähert sich die Nomenklatur des macOS wieder der Küste und dem Norden des Bundesstaates, "Golden Gate" könnte sich anbieten. Keine Spitznamen haben die anderen Systeme, sie werden schlicht iOS 16, iPadOS 16, tvOS 16 und watchOS 9 heißen.

Wo, wenn nicht auf einer WWDC sollte Apple aber ein komplett neues System vorankündigen? Für eine konkrete Ansage in Sachen AR/VR wäre die Veranstaltung bestens geeignet, wenn schon mal die Entwickler, die ihre Lösungen auf die Augmented-Reality-Brille bringen sollen, alle vor dem Bildschirm versammelt sein? Die Gerüchte um ein Apple-Headset werden immer konkreter, vor Ende 2022 ist ein solches Gerät aber nicht zu erwarten. Doch wäre  ein Vorlauf von einem halben oder ganzen Jahr nicht ungewöhnlich, seine Pläne zu Mac-OS X hatte Apple gar annähernd drei Jahre vor der finalen Fassung des neuen Mac-Betriebssystems auf der WWDC dargelegt - und die Apple Watch mehr als ein halbes Jahr vor dem Erstverkauf vorgestellt. Was wir aber auch im kommenden Jahr eher nicht sehen werden: einen ersten Blick auf Apples iCar.

Lesen Sie hier alle Fragen und Antworten zu Augmented Reality und Apples Pläne damit

Nächster Herbst, nächste Runde

Einen Monat nach der Vorstellung des iPhone 13 schon über das iPhone 14 zu spekulieren, verbietet sich eigentlich. Nach Apple kann man zwar den Kalender und schon beinahe die Uhr stellen und ein iPhone 14 wird uns seine Aufwartung im Herbst 2022 machen, recht viel mehr Details weiß heute vermutlich nicht einmal mehr Apple. Man kann aber davon ausgehen, dass einige Neuerungen, die im Jahr 2021 den Pro-Modellen vorbehalten waren, nächstes Jahr auch an die "normalen" 14er weiter gereicht werden. Zudem wird schon heute gemunkelt, dass Apple das Design wieder ein wenig ändert, die Notch könnte komplett entfallen und die Tasten an der Seite wieder rund werden. Angeblich soll die Frontkamera durch ein Pinhole fotografieren, eventuell könnte Touch-ID zurückkehren, unter dem Bildschirm. Wir hoffen sehr stark, dass im Winter 2022/23 Mund- und Nasenschutz zwar hilfreich wäre, aber längst nicht mehr obligatorisch - der wichtigste Grund für die Touch-ID statt Face-ID entfiele somit.

In Sachen iPad pendelt sich Apple an den beiden extremen Enden allmählich in einen Jahresrhythmus ein. Das iPad der zehnten Generation sollte daher im Herbst kommen, neue iPads Pro vielleicht sogar schon im Frühjahr. Die Modelle dazwischen, iPad Air und iPad Mini, steuern dagegen auf einen Zweijahresrhythmus zu. Demnach wäre das iPad Air im Herbst 2022 wieder dran, das Mini erst im Jahr danach. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt sehr spekulativ.

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