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Wann ist die nächste Apple-Keynote

20.01.2021 | 10:40 Uhr | Peter Müller

Frisch liegt das neue Jahr noch vor uns, aller Voraussicht nach wird Apple auch 2021 auf virtuelle Keynotes setzen müssen.

Im Jahr 2020 musste Apple die Keynote neu erfinden. Was sonst vor Publikum im 1000 Personen fassenden Steve-Jobs-Theater passiert, verlegte Apple aufgrund der notwendigen Kontaktbeschränkungen in virtuelle Räume. Schon bei der WWDC 2020, die erstmals komplett digital stattfand, setzte Apple neue Maßstäbe und enttäuschte bei den drei Shows im Herbst zu iPad/Apple Watch , iPhone/Homepod Mini und M1-Macs die Erwartungen nicht. Zwar haben Impfungen begonnen und es besteht die begründete Hoffnung, dass mit dem Frühsommer auf der Nordhalbkugel die Neuinfektionen wieder merklich zurückgehen, ausgestanden ist die Sache aber noch lange nicht. Auch im Jahr 2021 wird Apple vorwiegend auf virtuelle Präsentationen setzen müssen.

Auf ein Neues in 2021 - schon im März

Apple wird trotz gestiegener Nachfrage nach Equipment für das Home-Office und den Fernunterricht nicht völlig unbeschadet aus der Krise kommen, hat aber die besten Aussichten, wie weit glimpflicher zu überstehen als etwa Fluggesellschaften oder andere Unternehmen, deren Geschäfte sich allenfalls teilweise digitalisieren lassen.

Apple kann bereits im Frühjahr 2021 Neues zeigen, Hardware, Software, Services. Über das komplette Jahr 2021 wird sich das große Thema "Der Mac wechselt von Intel aus Apple Silicon" fortsetzen. Nachdem Apple noch im Dezember – ganz ohne Keynote – noch die Airpods Max zeigte, wird eine Show im März einen anderen Aufhänger benötigen. Das iPad Pro dürfte wieder eine Renovierung bekommen , im März 2020 hatte Apple das neue Modell und seine magische Tastatur per Presseankündigung in die Öffentlichkeit entlassen. Was für eine virtuelle Keynote in der zweiten Märzhälfte spricht, sind aber die schon seit geraumer Zeit diskutieren Airtags. Diese hinterlassen bereits Spuren in der App "Wo ist?" und Samsung ist im Januar mit seinen Smart Tags vorgeprescht. Eine Show bäte auch eine gute Gelegenheit für ein "one more thing". Und hier könnte etwas im Busch sein, denn Gerüchte um das Apple Car haben Anfang des Jahres neue Nahrung erhalten. In Hyundai soll Apple einen Partner gefunden habe n, die Kooperation werde man im März ankündigen, einen Protoypen eines autonomen Elektrofahrzeugs im kommenden Jahr auf die Straße bringen und 2024 dann in Serie gehen. Wie wäre es mit einem Motto wie "Fast forward"? "Spring forward" hatten wir ja schon im März 2015.

WWDC vermutlich weiter ohne Publikum

Am 20. Januar zieht endlich wieder Vernunft in das Weiße Haus in Washington D.C. ein, die neue Regierung wird auf Experten hören und sich nicht eine genehme Wahrheit zurecht lügen. Dadurch geht die Covid-19-Pandemie aber auch nicht sofort zu Ende, mit Einschränkungen ist das ganze Jahr über zu rechnen. Selbst wenn im Juni die Situation weit entspannter sein sollte als im Januar, wäre eine Entwicklerkonferenz  mit 5000 aus aller Welt  angereisten Besuchern, die auf der WWDC eine Woche lang mit 1000 Apple Ingenieuren zusammen treffen, keine so gute Idee. So wird die WWDC 2021 auch wieder weitgehend virtuell, allenfalls Publikum aus Kalifornien oder anderen Teilen der USA könnte vorstellbar sein. Der Rest der Welt sieht vom Macbook oder iPad aus zu.

Auf dem Plan des Entwicklertreffens steht der Big-Sur-Nachfolger, der macOS 12 heißen könnte und den Namen einer weiteren kalifornischen Sehenswürdigkeit beigestellt bekommt – warum nicht Mount Withney? iOS 15, iPadOS 15, tvOS 15 und watchOS 8 werden auf die heute aktuellen Versionen folgen. Und vielleicht ist Apple ab Sommer 2021 auch bereit für das nächste große Ding, eine Apple Glass genannte AR-Brille. Vor allem für Entwickler dürfte interessant sein, was mit dem Gerät geht und was nicht.

iPhone, iPad, Apple Watch, Mac Pro im September und Oktober

Die von Covid-19 im Jahren 2020 ausgelösten Verzögerungen werden sich auch noch im Jahr 2021 und danach eine Rolle spielen, gut möglich also, dass auch im kommenden Jahr das iPhone später kommen wird, also erst gegen Oktober. Nach dem großen Sprung von 2020 könnte ein Jahr darauf eher wieder eine evolutionäre Weiterentwicklung anstehen, iPhone 12s statt iPhone 13, darauf deuten die letzten Berichte hin . Die Apple Watch bekommt wie jedes Jahr im Herbst eine neue Generation, 2021 könnte unter Umständen wieder eine modifizierte Form anstehen und der ein oder andere Sensor – Blutdruckmessung mit Spektroskopie ist möglich. Im Januar ist aber noch schwer zu sagen, ob Apple iPhone und Apple Watch wieder zeitgleich präsentierten kann oder die Shows wie 2020 entzerren muss. Neue iPads könnten auch für den Herbst wieder auf dem Programm stehen, und natürlich wird es das ganze Jahr über Macs mit Apple Silicon geben. Der Herbst könnte einen Mac Pro mit eigenen SoCs bringen, in einem etwas kleineren Formfaktor als das aktuelle Modell mit Intel-CPU, das heuer noch ein Upgrade bekommen könnte, bevor die Intel-Ära des Mac endgültig zu Ende geht.

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