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Warum ich das iPhone 13 kaum erwarten kann

11.09.2021 | 10:00 Uhr |

Am Dienstag bekommen wir alle Informationen zu den nächsten iPhones: Michael Simon setzt vor allem auf zwei Dinge.

In wenigen Tagen wird Apple die 17. Generation seines iPhones vorstellen – das aller Voraussicht iPhone 13 heißen wird. Es zeichnet sich ab, dass es eine Art aufgemotztes iPhone 12 mit einem schnelleren Chip und einer besseren Kamera sein wird – so sehr, dass Apple Berichten zufolge in Erwägung gezogen hat, es iPhone 12S zu nennen.

Aber selbst mit relativ kleinen Änderungen könnte ich mich nicht mehr darauf freuen, eines zu kaufen. Ein neues Design ist zwar schön und gut, aber letztendlich nutzt sich das schnell ab. Und obwohl ich gerne eine Periskop-Zoom-Kamera mit 10-fachem optischen und 30-fachem digitalen Zoom im nächsten iPhone hätte, bin ich völlig zufrieden, auf diese Funktionen zu warten. In der Zwischenzeit könnte das iPhone 13 in einem wichtigen Bereich den größten Sprung für Apple seit dem iPhone 4 bedeuten: das Display.

Es ist der Teil des Smartphones, den wir am häufigsten anfassen und auf den wir am meisten starren, aber das iPhone-Display hat nur zwei wesentliche Verbesserungen erfahren. Natürlich hat sich die Größe von 3,5 Zoll bis hin zu 6,7 Zoll geändert, aber in den letzten anderthalb Jahrzehnten gab es nur zwei größere iPhone-Display-Upgrades: Retina mit dem iPhone 4 und Super Retina mit dem iPhone X.

Das hochauflösende Display des iPhone 13 wird wahrscheinlich keine Option zum Ausschalten haben - das wird man auch nicht wollen.
Vergrößern Das hochauflösende Display des iPhone 13 wird wahrscheinlich keine Option zum Ausschalten haben - das wird man auch nicht wollen.
© Christopher Herbert / IDG

Das iPhone 13 wird Berichten zufolge eine weitere Neuerung bringen. Na ja, eigentlich zwei – und ich spreche nicht von der Kerbe. Es wird gemunkelt, dass die Aussparung etwa 25 Prozent dünner und kürzer sein wird, was schön wäre, aber es wird nicht das sein, was jemanden dazu bewegt, von einem iPhone 11 oder 12 aufzurüsten. Apple wird eine große Sache daraus machen, aber letztendlich wird es keinen Einfluss darauf haben, wie wir unsere Telefone jeden Tag benutzen. Aber die anderen Display-Upgrades schon.

Beide Pro-Modelle mit flüssigerem Bildschirminhalten

Die Erste ist Pro Motion. Pro Motion wurde erstmals mit dem iPad Pro im Jahr 2017 eingeführt und "liefert Aktualisierungsraten von bis zu 120 Hz für flüssiges Scrollen, bessere Reaktionsfähigkeit und flüssigere Bewegungsinhalte." Seit Jahren gibt es Gerüchte, dass Apple die Technologie auf das iPhone bringen wird, und jetzt sieht es so aus, als ob es tatsächlich auf den beiden Pro-Modellen dieses Jahr passieren könnte.

Pro Motion – oder wie auch immer Apple die Technologie auf dem iPhone nennen wird – wird ein entscheidender Fortschritt sein. Es wird zwar nicht so neu sein wie Retina im Jahr 2010 oder so offensichtlich wie das Super-Retina-Display des iPhone X, aber es wird einen großen Unterschied im täglichen Gebrauch machen. Jeder, der von einem iPad Pro von vor 2017 auf ein neueres Modell umsteigt, wird einem sagen, dass die Verbesserung vielleicht nicht sofort sichtbar ist, aber den Unterschied spürt man spätestens dann, wenn man zu einem Gerät ohne Pro Motion zurückkehrt.

Wie ich damals in unserem Test schrieb: "Je mehr ich das neue iPad Pro benutze, desto deutlicher spüre ich einen Unterschied in der Leistung und Reaktionsfähigkeit. Mit dem neuen 10,5-Zoll-Modell hat Apple mir etwas gegeben, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche, und ich habe mich sehr daran gewöhnt." Es ist eine subtile Verbesserung, aber eine große. Ich habe schon viele Smartphones mit hoher Aktualisierungsrate benutzt und der Effekt ist auf einem kleinen Bildschirm noch ausgeprägter. Apple wird wahrscheinlich keine Option zum Abschalten anbieten, wie es Samsung und Google tun, aber das macht nichts. Wenn man es einmal ausprobiert hat, ist es schwer, wieder zu einem 60-Hz-Display zurückzukehren.

Kein leerer Bildschirm mehr

Das andere Display-Upgrade ist eher eine Software-Funktion als eine Hardware-Funktion. Apple wird Berichten zufolge endlich eine "Always-on"-Option einführen, sodass Sie den Bildschirm Ihres iPhones nicht mehr physisch aktivieren müssen, um Dinge wie Uhrzeit, Datum und Benachrichtigungen zu sehen.

Ein Always-on-Display wird das iPhone grundlegend verändern.
Vergrößern Ein Always-on-Display wird das iPhone grundlegend verändern.
© Michael Simon / IDG

Diese Funktion gibt es seit Jahren auf Android-Geräten, und ich wollte sie schon lange auf einem iPhone haben. Die Implementierungen variieren stark, je nachdem, welches Smartphone Sie kaufen, aber das Konzept ist dasselbe: Sie sehen relevante Informationen, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Selbst wenn Apple nur das Nötigste tut – Uhrzeit und Datum –, wäre das eine enorme Verbesserung. Allein die Tatsache, dass ich nicht mehr den Einschaltknopf drücken und mein Schlafzimmer um vier Uhr morgens beleuchten muss, um die Uhrzeit zu sehen, wird mein Leben verändern.

Theoretisch könnte Apple das Always-On-Display auch auf seine anderen OLED-Handys übertragen, aber das ist aufgrund des Batterieverbrauchs eher unwahrscheinlich. Apple stellt seine Smartphones sorgfältig her, um bestimmte Audio- und Videowiedergabe-Benchmarks zu erreichen, und es ist unwahrscheinlich, dass das Unternehmen eine neue Funktion einführt, die diese Zahlen in irgendeiner sinnvollen Weise verändert. Ein ständig eingeschaltetes Display belastet die Batterie und ist der wahrscheinliche Grund, warum die iPhone-13-Modelle Gerüchten zufolge größere Batterien haben sollen.

Ich werde mir also ein iPhone 13 kaufen. Ich weiß, keine dieser Funktionen ist innovativ, und wenn überhaupt, ist das iPhone 13 nur eine Liste längst überfälliger Funktionen. Aber das wird mich nicht davon abhalten, es zu wollen – und es so bald wie möglich zu kaufen.

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