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Warum ich mit dem Kauf von M1-Macbooks warten werde

13.11.2020 | 11:08 Uhr |

Apple macht mit seinen M1-Chips Lust auf mehr. Dabei ist die Firma so erfolgreich, dass einige Kollegen gleich auf den Nachfolger warten.

Als Apples Keynote " One more Thing " am Dienstag startete, lag meine Apple Card bereit. Ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich erst einen Mac mit Apples eigenen Chip kaufen werde, und der Tag kam endlich. Der Apple Store war offline, der Countdown lief ab, und ich war bereit, mein erstes neues Macbook seit fast zehn Jahren zu kaufen.

Nur kommt das anders. Es gibt zwar viel über die Geschwindigkeits- und Akkulaufzeitansprüche des neuen M1-Chips im Macbook Air und Macbook Pro zu sagen, aber es gibt ebenso viele Gründe, mit dem Kauf zu warten, insbesondere wenn Sie von einem älteren High-End-Gerät kommen. Es ist nicht so sehr, dass ich von den ersten M1-Macs enttäuscht bin, sondern vielmehr, dass ich darauf gespannt bin, was als Nächstes kommt.

Das bietet der M1-Chip von Apple.
Vergrößern Das bietet der M1-Chip von Apple.
© Apple

Mein Problem ist nicht das Design, das eine genaue Kopie der Intel-Modelle ist. Sicher, ein Bildschirm von Rand zu Rand wäre schön, ebenso wie kleinere Abmessungen, eine Face-ID, ein beleuchtetes Apple-Logo und eine Magsafe-Integration, aber das aktuelle Design ist sehr schön.

Obwohl es keinen Zweifel daran gibt, dass diese Geräte für ihre Preise verdammt schnell sind – obwohl es einige Zweifel gibt, dass sie schneller sind als die 98 Prozent der PCs, wie Apple behauptet –, gibt es auch Grund zu der Annahme, dass Apple mit dem, was es mit den neuen Macbooks liefert, nur an der Oberfläche kratzt.

Nehmen Sie die Anschlüsse. Bei der vorherigen Macbook-Pro-Reihe bot Apple ein Modell für 2.075 Euro an, die vier USB-C Thunderbolt 3 Anschlüsse anstelle von zwei beim Basismodell bot ( Dieses Modell gibt es nach wie vor im Apple Store zu kaufen. – Anm. d. Red ). Das ist die Konfiguration meines Arbeitsrechners, und ich benutze jeden dieser Anschlüsse täglich, wie viele andere Benutzer auch. Aber wie das Macbook Air haben das neue M1 Macbook Pro und der Mac Mini nur zwei Thunderbolt-3/USB 4-Anschlüsse.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass der M1-Chip nur über einen einzigen Thunderbolt-3-Controller verfügt – was auch erklärt, warum beide Anschlüsse auf der gleichen Seite liegen –, aber es bedeutet auch, dass Sie keinen M1-Mac kaufen können, ohne bei den USB-Anschlüssen ernsthaft behindert zu werden. Angenommen, Sie verwenden einen zum Aufladen, dann benötigen Sie wahrscheinlich ein Dock, was eine unelegante Lösung ist.

Zukünftige Macbook-Pro-Modelle, auch kleinere, werden diese Einschränkung wahrscheinlich nicht haben. Apple ist sich darüber im Klaren, dass professionelle Benutzer mehr als zwei Thunderbolt-Anschlüsse benötigen, weshalb die Intel-Modelle mit vier Anschlüssen immer noch zu den gleichen Preisen wie bisher erhältlich sind. Apple hätte diese Intel-Rechner nicht behalten, wenn der Hersteller nicht den Bedarf an mehr Anschlüssen erkannt hätte, und ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr M1-Modelle mit doppelt so vielen Anschlüssen auf den Markt kommen werden.

Zwei Thunderbolt-Anschlüsse sehen einsam aus.
Vergrößern Zwei Thunderbolt-Anschlüsse sehen einsam aus.

Anschlüsse sind nicht das Einzige, was bei den neuen Macs fehlt. Sie sind auch auf 16 GB RAM begrenzt, dieselbe Beschränkung, die auch die früheren Einsteiger-Modelle hatten, die sie ersetzen. Zugegeben, 16 Gigabyte sind nicht wenig, aber es ist weniger als das, was Power-User wollen.

Auch hier versteht Apple die Nachfrage nach mehr Arbeitsspeicher und bietet ein 32-GB-Upgrade für 448 Euro bei den teureren Intel-Modellen an. Nicht nur der Preis ist frech, man ist als Nutzer gezwungen, zwischen Geschwindigkeit und Speicher zu wählen. Frühe Geekbench-Benchmarks geben dem M1 einen Single-Core-Wert von 1630 und einen Multi-Core-Wert von 7220 im Vergleich zu 1260 oder 4480 beim immer noch lieferbaren 2,0 GHz Core i5 Macbook Pro. Selbst wenn diese Zahlen um Faktor zehn abweichen, ist das M1-SoC mit oder ohne den zusätzlichen Arbeitsspeicher immer noch deutlich schneller.

Tick, tock

Aber selbst wenn Sie nicht mehr als 16 GB RAM benötigen, ist es immer noch klug, zu warten. Wir wissen zwar nicht genau, wie schnell der M1-Chip im Macbook Air im Vergleich zum M1-Chip im Macbook Pro ist, aber wir können davon ausgehen, dass er eine höhere Taktfrequenz und anhaltende Leistung hat, aus dem gleichen Grund, weswegen das Pro über einen Lüfter zur Kühlung verfügt, während das Air keinen hat.

Wie Apple es beschreibt, wird der Lüfter im Pro benötigt, um "eine blitzschnelle Leistung aufrechtzuerhalten", während das Air einen Aluminium-Wärmeableiter verwendet, um eine "erstaunliche Leistung ohne Lüfter" zu erzielen. Während beide Rechner einen enormen Geschwindigkeitsschub gegenüber den Vorgängern liefern, ist es ziemlich klar, dass die M1 im Pro heißer und damit schneller läuft.

Macbook Air – Wärmeableiter
Vergrößern Macbook Air – Wärmeableiter
© Apple

Und diese Chips sind wahrscheinlich nur ein kleiner Teil dessen, was Apple mit seinen M-Chips liefern wird. Aus den Geschwindigkeitstests für die neuesten Intel Macbooks Pro geht hervor, dass es eine große Lücke zwischen den Einstiegs- und den Aufstiegsmodellen gibt. Unter Verwendung des Cinebench-R20-Benchmarks nach Industriestandard erzielte der 1,4 GHz Core i5 397 (Single-Core) und 1616 (Multi-Core), während das 2,0 GHz-Modell 436 bzw. 1929 erreichte. Das ist ein ordentlicher Geschwindigkeitsschub und zusammen mit dem Mangel an Anschlüssen und RAM ist es klar, dass ein M2- oder M1Z-Chip am Horizont auftaucht, um einen ähnlichen Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Einsteiger- und Profi-Modellen aufrecht zu erhalten.

Und das ist das Modell, worauf ich warte. Gerüchten zufolge sind 14-Zoll- und 16-Zoll-Macbooks-Pro in Arbeit, und ich gehe davon aus, dass sie die Spezifikationen liefern werden, nach denen ich suche, zusammen mit den massiven Geschwindigkeitssteigerungen, die Apple bereits geliefert hat. Und wer weiß, vielleicht bekommen wir bis dahin auch noch eine anständige Facetime-Kamera.

Original auf Macworld.com

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