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iPad Pro mit M1: Das sind die Vorteile

06.03.2021 | 13:22 Uhr |

Fünf Möglichkeiten, wie das iPad Pro von einem Prozessor des M1-Kalibers profitieren könnte. Abgesehen von mehr Tempo, versteht sich.

Falls Sie es bisher noch nicht mitbekommen haben sollten: Ein neues iPad Pro soll nur noch wenige Wochen entfernt sein. Ein neues Design ist eher unwahrscheinlich, dafür könnte Apple eine Reihe wichtiger Änderungen bringen, darunter ein Mini-LED-Display für OLED-ähnliche Farben und Energieeffizienz , bessere Kameras und 5G-Unterstützung. Aber der wahre Grund, sich für ein Upgrade zu entscheiden, könnte der Prozessor sein.

iPad Pro mit M1 Chip
Vergrößern iPad Pro mit M1 Chip
© Apple

Natürlich ist es keine Überraschung, dass das iPad Pro mit einem schnelleren Prozessor ausgestattet werden soll. Obwohl es weniger als 12 Monate her ist, seit es aktualisiert wurde, ist das iPad Pro derzeit das zweitschnellste Tablet, das Apple herstellt – hinter dem iPad Air, was Apples Flaggschiff-Tablet in die merkwürdige Position bringt, langsamer und teurer zu sein. Ein neuer Prozessor wird dem iPad Pro seinen rechtmäßigen Platz an der Spitze der Tablet-Klasse geben.

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Während wir jedoch erwartet haben, dass das iPad Pro einen A14X oder Z wie die alten iPads bekommt, deutet ein neuer Bericht darauf hin, dass Apples High-End-Tablet einen noch größeren Leistungsschub als üblich bekommen könnte. Laut Mark Gurman von Bloomberg wird der Prozessor im kommenden iPad Pro eine Leistung "auf dem Niveau des M1-Chips in den neuesten Macs" liefern, was bedeutet, dass er wahnsinnig schnell sein wird.

Während Desktop-Geschwindigkeiten auf einem leichten Tablet zwar fantastisch klingen, ist es gleichzeitig auch ein bisschen übertrieben. Jeder iPad-Pro-Benutzer wird Ihnen sagen, dass der aktuelle Chip schnell genug ist. Selbst ältere iPads können die neuesten Apps und das Betriebssystem ohne Probleme ausführen. Warum sollte Apple also das Bedürfnis haben, den Prozessor über das hinaus aufzurüsten, wozu ein A14X in der Lage wäre? Hier sind fünf Gründe.

1. Endlich Apple-Pro-Apps

Die Liste an Pro-Level-Apps für das iPad Pro ist recht übersichtlich. Vor allem ist Xcode nicht für iPadOS verfügbar, was bedeutet, dass Entwickler einen Mac benötigen, um iPad-Apps zu entwickeln.

So wie es aussieht, verbraucht Xcode eine enorme Menge an Ressourcen und Prozessorleistung, die über das hinausgeht, was ein iPad leisten kann. Aber mit einem M1-Prozessor an Bord könnte Apple in der Lage sein, die Entwicklerplattform auf das iPad zu bringen – ein Schritt, der die Fähigkeiten des Tablets sofort steigern würde. Und hoffentlich wäre damit eine Tablet-Version von Final Cut Pro X nicht mehr allzu weit entfernt. Da das Microsoft Surface in der Lage ist, praktisch jede Windows-App zu installieren und auszuführen, ist es an der Zeit, dass das iPad auf Augenhöhe mit dem Mac kommt.

2. Multitasking wie beim Mac

Um es milde auszudrücken: Das Multitasking-System des iPad ist nicht besonders gut. Die Navigation ist verwirrend und unübersichtlich, Gesten und Tippen sind unintuitiv, und das ganze System macht es nicht gerade einfach, in mehr als einer App gleichzeitig zu arbeiten.

Der M1-Chip auf dem iPad Pro würde besseres Multitasking ermöglichen.
Vergrößern Der M1-Chip auf dem iPad Pro würde besseres Multitasking ermöglichen.

Ein neuer Chip wird diese Probleme nicht lösen, ohne das gesamte Konzept zu überdenken, aber er wird es Apple ermöglichen, die Leistung von Multitasking zu steigern. Mit mehr Leistung und Ressourcen zur Verfügung könnte das iPad Pro in seiner Navigation und im Multitasking Mac-ähnlicher werden, um die Vorteile des größeren Bildschirms und der berührungsfreundlichen Oberfläche zu nutzen. Und jetzt, da es Trackpad-Unterstützung hat, hat Apple mit de kommenden iOS 15 viel mehr Möglichkeiten für Multitasking.

3. Bessere Batterielaufzeit

Es ist kaum zu glauben, aber seit das Original-iPad auf dem Markt ist, wurden Apples Tablets mit "bis zu 10 Stunden Surfen im Internet über Wi-Fi oder Video schauen" angegeben. Aber ein Chip vom Kaliber M1 könnte es endlich auf 15 oder sogar 20 Stunden bringen, was es auf eine Stufe mit den neuesten Macbooks und dem iPhone 12 Pro stellen würde. Damit würde sich das Pro-Modell deutlich vom iPad Air abheben und Apples Flaggschiff-Tablet ein Feature geben, das die anderen Modelle nicht haben.

4. Mac-Apps kommen auf das iPad

Mit der Einführung von Big Sur und dem M1-Chip hat Apple Catalyst mit einer optimierten Oberfläche und einer nativen Auflösung auf dem Mac auf den Weg gebracht, sodass sich iPad-Apps auf dem Desktop nicht mehr so anfühlen, als wären sie für ein mobiles Gerät gemacht worden.

Mit einem Trackpad könnte das iPad Pro nun problemlos Mac-Apps ausführen.
Vergrößern Mit einem Trackpad könnte das iPad Pro nun problemlos Mac-Apps ausführen.

Mit einem Chip vom Kaliber eines M1 könnte Catalyst schließlich in beide Richtungen funktionieren. Der iPad-Bildschirm ist perfekt für Mac-Apps geeignet, und mit einem Prozessor auf Desktop-Niveau bräuchten sich App-Entwickler keine Gedanken über Leistungs- und Speicherprobleme zu machen. Anstatt also rückwärts zu denken und mobil ausgerichtete Apps auf ein viel leistungsfähigeres Gerät zu bringen, könnten Mac-Entwickler ein ganz neues Publikum erreichen und neue Wege zur Nutzung und Interaktion mit ihren Apps eröffnen. Es wird neue Frameworks und APIs brauchen, aber mit der WWDC vor der Tür könnte Apple einige neue Tools in petto haben.

5. Ein Hybridgerät ist in Arbeit

Ein leistungsfähigerer Chip im iPad Pro könnte ein Vorbote für das sein, was noch kommen wird. Es ergibt nur Sinn, dass irgendwann ein Hybridgerät sein Debüt gibt, das das Beste aus beiden Welten vereint: Geschwindigkeit, Vielseitigkeit, Portabilität. Ein M1-ähnlicher Prozessor im iPad würde Apple eine Plattform geben, ein Gerät zu entwickeln, das keine Abstriche oder Kompromisse machen muss. In ein paar Jahren werden wir das iPad Pro 2021 vielleicht in einem ganz anderen Licht sehen.

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