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iPhone 13: Apple plant Notrufe per Satellit

31.08.2021 | 08:30 Uhr |

Nicht mehr lang, bis Apple die neue iPhone-Generation vorstellt: Ming-Chi Kuo bringt ein spektakulÀres neues Feature ins Spiel.

Die Veröffentlichung des iPhone 13 rĂŒckt immer nĂ€her , und die Spekulationen ĂŒber die Funktionen des neuen Telefons werden immer lauter. Die neuesten Informationen stammen von dem Analysten Ming-Chi Kuo, der in einer Notiz an Investoren schreibt, dass das iPhone 13 ĂŒber eine Verbindung mit Satelliten in der unteren Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) es den Nutzern auch dann zu telefonieren ermöglichen, wenn kein Mobilfunknetz verfĂŒgbar ist.

Laut Kuo (der fĂŒr seine zuverlĂ€ssigen Prognosen bekannt ist) wird das iPhone 13 mit einem dem Modemchip X60 von Qualcomm ausgestattet sein, der mit den erdnahen Satelliten kommuniziert. Laut Kuo habe Qualcomm mit Globalstar zusammengearbeitet, um den Satellitenkommunikationsdienst des Unternehmens zu nutzen.

Die Details bleiben offen

Es ist jedoch unklar, wie der Nutzer Zugang zu einem Satellitendienst erhalten kann. Kuo erlĂ€utert ein "Szenario", bei dem der Netzbetreiber des Nutzers eine Partnerschaft mit Globalstar hat und die Verbindung zu den Satelliten ĂŒber den Betreiber hergestellt wird. In diesem Szenario mĂŒsste der Nutzer auch keinen weiteren Telefonvertrag abschließen. ( Somit scheint es sehr wahrscheinlich zu sein, dass die Neuerung erst einmal auf die USA beschrĂ€nkt sein könnten, Anm. d. Red. )

Sollte die Satellitenfunktion Wirklichkeit werden, wĂ€re das iPhone 13 das erste Telefon fĂŒr Endverbraucher mit dieser Funktion. Laut Kuo werden auch andere Unternehmen das X65-Modem von Qualcomm verwenden, um eine Satellitenverbindung in die niedrige Erdumlaufbahn zu realisieren. Das ist zwar eine interessante Funktion, aber sollte sie nicht sonderlich oft zum Tragen kommen.

Das jĂŒngste GerĂŒcht - und das zweitjĂŒngste

Erst vor einigen Tagen hat der bekannte Leaker Jon Prosser auf Front Page Tech behauptet , dass Apple ein modifiziertes Face-ID-System testet, das Personen mit Masken und Brillen erkennen kann. Alle GerĂŒchte zum iPhone 13 haben wir hier fĂŒr Sie zusammengestellt und eingeordnet. . FĂŒr Überraschungen bleibt nur noch wenig Raum, Kuo und Prosser haben diesen noch enger gemacht.

Update: Gurman will mehr HintergrĂŒnde kennen

Ein Twitter-Thread von Sascha Segan von PCMag erklĂ€rt, wie Kuo auf Basis seiner Informationen aufgrund der Feinheiten von Globalstar und seinen Netzwerken einen falschen Schluss gezogen haben könnte. Er vermutet wie auch Robert Graham (siehe Kasten), dass es sich bei dem neuen Band im Modem eher um bodengestĂŒtztes LTE als um Satelliten handeln könnte:

Bloomberg-Redakteur Mark Gurman ist jedoch der Ansicht, dass Kuo gar nicht so falsch liege. "Eine Person mit Kenntnis der Situation" habe ihm die Situation erklĂ€rt. Apple arbeite offenbar daran, eine begrenzte Satellitenkommunikation fĂŒr Notfallsituationen zu ermöglichen. Die Nutzer könnten dann weder telefonieren noch normale Textnachrichten verschicken, sondern bekĂ€men stattdessen eine neue dritte Klasse von kĂŒrzeren "grauen Sprechblasen" in der Nachrichten-App. Ein weiteres Tool könnte es den Nutzern ermöglichen, grĂ¶ĂŸere Katastrophen wie FlugzeugabstĂŒrze oder SeenotfĂ€lle zu melden.

Auch wenn dies ohne Mobilfunknetz möglich ist, wird es den Mobilfunkdienst in keiner Weise ersetzen. Die Nachrichtenfunktionen sind so stark eingeschrĂ€nkt, dass sie nur in NotfĂ€llen sinnvoll sind, und es kann bis zu einer Minute dauern, bis eine Verbindung zu einem Satelliten hergestellt ist. Beide Funktionen sind von der Satellitenabdeckung und den örtlichen Vorschriften abhĂ€ngig. Dem Bericht von Gurman zufolge arbeitet Apple noch an der potenziellen neuen Funktion, die frĂŒhestens im nĂ€chsten Jahr zur VerfĂŒgung stehen wird.

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