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10.1.22: Auf ein Neues!

10.01.2022 | 07:12 Uhr | Peter Müller

Irres Comeback der Touch Bar - auf einem Dell +++ Welche Produkte 2022 verschwinden werden +++ 20 Jahre iMac G4: Ikonische Schönheit +++ Mac- und iPhone-Gadgets auf der CES +++ Fritzbox 4060 jetzt erhältlich: Triband-WLAN-Router für Wi-Fi 6 mit DECT +++ Mediamarkt und Saturn: 2G-Regel gilt in einigen Filialen nicht mehr +++ Tinder arbeitet an Swipe-Party-Funktion

10. Januar: Ring frei für die nächste Runde

Macwelt wünscht einen guten Morgen, ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr sowie einen beschwingten Start in die neue Arbeitswoche! Die zweite Kalenderwoche 2022 ist für das Macwelt-Morgenmagazin die erste - und wenn uns jemand zu den Zeiten, in denen wir dieses Format etablierten, gesagt hätte, dass wir auch mal eine lange Weihnachtspause einlegen werden, hätten wir dem- oder derjenigen den Vogel gezeigt - unter Verweis auf den einzig gültigen Kalender, den Apple-Kalender.

Da aber die Reform des julianischen Kalenders zum gregorianischen nicht nur notwendig war, sondern auch hinreichend, um die tägliche Erdrotation einigermaßen mit der jährlichen Revolution des Planeten um die Sonne in Einklang zu bringen, hat es seit 440 Jahren keine weiteren Reformen mehr gegeben - erst in jüngster Zeit die ein oder andere Schaltsekunde. Alles andere als ewig ist indes der Apple-Kalender: In den ersten beiden Kalenderwochen des Jahres gibt es nun seit 2010 keine Macworld Expo mehr mit neuen Produkten. Das Weihnachtsfest der Mac-Welt, die Januar-Keynote in San Francisco, hat ausgedient. Hat aber gewisse Vorteile, wenn man mal um den Jahreswechsel herum alle Systeme herunterfahren und nach drei Wochen wieder neu starten kann. Wir hoffen sehr, dass auch Sie voller frischen Tatendrangs sind und wissbegierig auf Neuheiten warten.

Die derzeitige Fassung des Apple-Kalenders lässt uns noch eine ganze Weile auf wirklich wichtige Nachrichten aus Cupertino warten. Gegen Ende März oder Anfang April werden wir aber einige neue Produkte, respektive neue Varianten bewährter, zu Gesicht bekommen. Ein größerer iMac, ein überarbeitetes Macbook Air, das womöglich nur noch Macbook heißen könnte, ein neuer Mac Mini, ein iPhone SE der dritten Generation – das könnten Apples nächste wesentliche Veröffentlichungen werden. Im Sommer, von dem wir in unserem hiesigen, diesigen Schmuddelwetter derzeit nur träumen können, bekommen wir vielleicht den ersten Blick auf ein für Apple völlig neues Produkt, die AR/VR-Brille Apple Glasses. Und wenn sich dann die Blätter, die noch gar nich gespriest sind, allmählich wieder bunt färben, stehen neue iPhones, iPads und Apple Watches an, vor dem Advent dann noch als ultimative Höllenmaschine ein Mac Pro mit Apple Silicon.

Das Jahr hat also kaum angefangen, schon sehen wir wieder an dessen Ende? Nein: Sie wissen ja, dass Prognosen schwierig sind, wenn sie die Zukunft betreffen - hat ein Münchener Philosoph vor gut 100 Jahren richtig erkannt. So lassen wir uns neugierig auf das neue Jahr ein, in dem Apple den Abschied von Intel komplettieren wird - und an dessen Ende womöglich auch das jetzt etwas mehr als zwei Jahre alte unselige Virus seinen Schrecken verloren haben könnte.

Lesetipps für den Montag:

Comeback: Apple hat mit den im letzten Herbst veröffentlichten Macbook Pro mit 14- und 16-Zoll-Bildschirmen das Ende der Touch Bar eingeleitet, jenes kapazitativen LED-Streifens, der kontextsensitiv Bedienelemente einblendete und so die Funktionstasten ersetzte. Doch schon bald beschwerten sich professionelle Anwender über das Fehlen festen Funktionstasten, insbesondere der ESC-Taste. Diese lieferte Apple im 16-Zoll-Modell von 2019 schon mal nach. Nun erlebt die Touch Bar aber ein unerwartetes Comeback, nicht als Touch Bar, sondern als Leiste, die man berühren kann, auf dem von Dell letzte Woche auf der CES präsentierten Windows-Notebook XPS 13 Plus. Unser US-Kollege Roman Loyola merkt an, dass die Gleichung nicht aufgehen kann, die Touch Bar habe sich bereits bei Apples Produkten als Fehlschlag erwiesen, noch weniger tauge sie auf dem Dell.

Abgekündigt: Jede Menge an neuen Produkten stehen in diesem Jahr bei Apple an, nicht nur die Touch Bar gerät in dem Zusammenhang auf das Abstellgleis. Auch wird man sich von einigem anderen verabschieden können oder müssen, wie Michael Simon ausführt. So bestehe mit den neuen Macbooks Air nicht mehr die Notwendigkeit, sie mit Skins oder Stickern zu verzieren - es soll reichlich Farboptionen geben. Verschwinden könnten auch aktuelle VR-Headsets wie das von Facebook/Meta, wenn Apple seine Lösung marktreif hat. Cases für Apple Watches wird man auch nicht mehr benötigen, wenn mit der Series 8 eine "rugged"-Version für robuste Außeneinsätze kommen wird. Leider hat Apple offenbar auch den Abschied kleinerer Telefon beschlossen, ein iPhone 14 Mini wird es eher nicht geben. Ein Homepod mit Bildschirm in Größe eines iPads wird zudem alle anderen smarten Bildschrim wie Amazons Echo Show vom Markt verdrängen.

20 Jahre: Halbkugel mit Flachbildschirm, Schneekönigin, Schreibtischlampe - der iMac G4 hatte viele Spitznamen, was bei dem ungewöhnlichen und geradezu ikonischen Design auch kein Wunder ist. In der letzten Woche war es zwanzig Jahre her, dass Apple den ersten LCD-iMac vorstellte, der so ganz anders aussah, als die Gerüchteküchen kolportiert hatten. Das einzig wirkliche Leak war über eine zu früh veröffentlichte Ausgabe des Time Magazines in Kanada einen Tag vor der Keynote am 7. Januar 2002 aufgetreten, das waren noch andere Zeiten. Roman Loyola erinnert sich an den Mac, bei dem Jony Ive auf Geheiß seines Mentors Steve Jobs jede Komponente sich selbst treu sein ließ.

Die Messe ist gelesen: Die Macworld Expo ist schon so lange Geschichte, dass wir sie kaum vermissen, die CES in Las Vegas hat sich nie wirklich als Ersatz oder Alternative angeboten, schließlich war Apple nie vor Ort. So drehte sich auch dieses Jahr wieder fast alles um Windows-PCs und Android-Smartphones, es gab aber einige Ausnahmen. Michael Simon fand einige interessante Mac- und iPhone-Gadgets auf der Show.

Größer gedacht: Laut eines Berichts der koreanischen Website "The Elec" stellt der chinesische Hersteller BOE seine Produktion von OLED-Displays auf größere Größen um. BOE, das seit letztem Jahr OLED-Bildschirme für Apples iPhones zuliefert, soll künftig OLEDs für iPads produzieren, spekuliert die Website. Apple hatte erst vor einem Jahr das iPad Pro 12,9'' auf Mini-LED umgestellt, das ähnliche Vorteile hinsichtlich Helligkeit und Kontrast wie OLED bietet.

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Fritzbox 4060 jetzt erhältlich: Triband-WLAN-Router für Wi-Fi 6 mit DECT

Die neue Fritzbox 4060 ist laut Angaben des Herstellers AVM ab sofort für 259 Euro (UVP) im Handel erhältlich. AVM hatte das Modell bereits Ende September 2021 vorgestellt. Es ist in der neuen Fritzbox-Router-Farbe weiß als aufrecht stehender Router verfügbar.

Die Fritzbox 4060 ist der erste Triband-WLAN-Router für Wi-Fi 6 von AVM. Das Gerät verfügt über drei Funkeinheiten und insgesamt zwölf Antennen. Die Fritzbox 4060 eignet sich für den Anschluss an ein vorhandenes DSL-, Glasfaser- oder Kabelmodem, besitzt also kein eigenes Modem. Maximal sind WLAN-Datenraten von bis zu 6 Gigabit pro Sekunde möglich. Hinzu kommen ein 2,5-Gigabit-WAN-Anschluss, drei Gigabit-LAN-Ports und ein USB-3.0-Anschluss. Außerdem gibt es zum ersten Mal bei einer Fritzbox der 40er-Reihe eine DECT-Unterstützung.

AVM verspricht einen hohen VPN-Durchsatz, von dem vor allem Anwender profitieren sollen, die im Homeoffice arbeiten und über VPN mit einem Firmennetzwerk verbunden sind. Die USB-Geschwindigkeiten seien mit dedizierten NAS-Systemen vergleichbar.

Die wichtigsten Informationen zur Fritzbox 4060 zusammengefasst:

  • Triband-Router für WLAN Mesh mit Wi-Fi 6

  • Für den Anschluss an Kabel-, DSL- oder Glasfasermodem

  • Drei Funkeinheiten 4x4 Wi-Fi 6 (WLAN AX) mit bis zu 2400 MBit/s + 2400 MBit/s bei 5 GHz und bis zu 1200 MBit/s bei 2,4 GHz

  • DECT-Basis für bis zu sechs Telefone und Smart-Home-Anwendungen

  • 1x 2,5 Gigabit-WAN, 3x Gigabit-LAN für PC und Netzwerkgeräte

  • 1x USB 3.0-Anschluss für Drucker und Speicher (NAS)

  • Fritz OS mit Kindersicherung, Mediaserver, Fritz NAS, WLAN-Gastzugang, MyFritz und weiteren Funktionen

  • Erhältlich: ab sofort

  • Preis: 259 Euro (UVP)

Mediamarkt und Saturn: 2G-Regel gilt in einigen Filialen nicht mehr

Mediamarkt und Saturn haben in einigen Filialen in Bayern und Niedersachsen vorerst die 2G-Zugangsregelung außer Kraft gesetzt. Damit können in diesen Märkten auch Personen ohne Vorlage eines Impfausweises oder negativen Coronatests wieder einkaufen. Begründet wird dies in Bayern mit den jüngsten Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, wie etwa Zeit Online meldet. Dabei wurde von Richtern entschieden, dass Geschäfte nicht der 2G-Regelung unterliegen, wenn sie Produkte der Grundversorgung anbieten. Ein Sprecher der Handelskette erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass auch deren Produkte der Grundversorgung angehören dürften. Man wolle aber dem Gesetz folgen, nicht klagen und allen Anordnungen der Ordnunsämter Folge leisten.

Die Aufhebung der 2G-Regel gilt aber nicht in allen Filialen von Mediamarkt und Saturn in den Bundesländern Bayern und Niedersachsen. Konkret heißt es hierzu etwa auf der Website von Mediamarkt:

Wir bieten Ihnen neben Ihrem Marktbesuch unter 2G ( ausgenommen Bayern und Niedersachsen . Denn ab sofort können Sie in unseren Märkten in Niedersachsen und Bayern ohne Vorlage eines Impfausweises oder negativen Coronatests einkaufen. Bitte beachten Sie, dass unsere Märkte, unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen, selbstständig über die Beibehaltung der 2G Regelung entscheiden können. Informieren Sie sich über die aktuellen Regelungen in Ihrem Markt auf unseren ständig aktualisierten Marktseiten.) auch weitere Möglichkeiten bequem und sicher Ihren Einkauf zu erledigen.

Welche Regeln konkret in einem Markt vor Ort gelten, können Sie hier in der Marktsuche von Mediamarkt und hier in der Marktsuche von Saturn selbst überprüfen.

Bei unserer Stichprobe am Freitagvormittag wurde beispielsweise bei Mediamarkt München im Euroindustriepark und in München-Haidhausen angegeben , dass hier noch die 2G-Regelung jeweils gilt. Für den Zutritt in der Mediamarkt-Filliale München-Pasing und der Filiale in München-Solln reicht dagegen offenbar nur das Tragen einer FFP2-Maske.

Bei Saturn in Augsburg City-Galerie gelten laut dieser Saturn-Seite derzeit keinerlei Zugangsbeschränkungen. Bei Saturn München OEZ ist laut dieser Seite das Tragen einer FFP2-Mask e erforderlich.  In Saturn München Riem gilt dagegen weiterhin die 2G-Regelung.

Tinder arbeitet an Swipe-Party-Funktion

Bei Streaming-Diensten hat die "Watch Party"-Funktion während der Covid19-Pandemie schon Einzug gefunden. Darüber kann man auf Prime Video & Co. gemeinsam mit Freunden Filme und Serien schauen, ohne sich im gleichen Raum zu befinden. Jetzt arbeitet Tinder an einer ähnlichen Funktion, die den Namen "Swipe Party" tragen soll. Das hat Tinder zumindest gegenüber US-Medien bereits bestätigt, nachdem erste Hinweise auf die neue Funktion im Code der iOS-App von Tinder von einer niederländischen Seite gesichtet worden waren.

Das steckt hinter Swipe Party

In einer "Swipe Party" soll der Nutzer die Möglichkeit erhalten, gemeinsam mit Freunden auf die Suche nach einem neuen Date zu gehen. Alle in der "Swipe Party" eingeladenen Freunde sehen in Echtzeit, welches Tinder-Profil sich der Nutzer gerade ansieht. Sie können gemeinsam über Video- und Audio-Chat über das Profil reden und dann entscheiden, ob der Nutzer nach rechts (also "Gefällt mir") oder links ("Nein") wischen soll.

Gegenüber der US-Site Techcrunch wollte Tinder nur bestätigen, dass sich "Swipe Party" in der Entwicklung befindet. "Wir erforschen ständig neue Funktionen, die unseren Mitgliedern helfen, sich auf neue, unterhaltsame Weise zu verbinden", erklärte ein Sprecher. Allerdings wollte der Sprecher nicht verraten, ab wann diese Funktion verfügbar sein wird. Passend dazu hatte Tinder bereits im August 2021 angekündigt, Video- und Audio-Funktionen in naher Zukunft in seinen Apps einführen zu wollen. Das passt in die längerfristigen Pläne von Tinder, den Nutzern mehr Interaktionsmöglichkeiten zu bieten. 

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