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10.11.21: Nächste Betas von iOS und macOS

10.11.2021 | 07:11 Uhr | Peter Müller

iOS 15.2 Beta 2 und macOS 12.1 Beta 2: Nachlasskontakt +++ Richterin lehnt Apples Einspruch im Epic-Fall ab +++ Gratis-Vorlagen für Weihnachtskarten +++ Corona-Warn-App scannt jetzt auch QR-Codes von Luca ein +++ Disney+: 13 MCU-Filme ab 12. November im IMAX-Format

10. November: Jubel bei Ladenschluss

Macwelt wünscht einen guten Morgen!  Eben noch mal gecheckt: Will man noch vor Weihachten ein iPhone 13 Pro kaufen - etwa um es zu verschenken - sollte man besser mal heute die Kreditkarte zücken. Die Lieferzeiten für die meisten Modelle und Farben rücken allmählich an das Jahresende, Shops Dritter melden vieles als ausverkauft, mit vagen Lieferzeiten wie „1 bis 2 Monate“ oder mit einem eher hoffenden „23. - 24. Dezember“. In manchen Läden könnten einzelne Geräte liegen - also Impfzertifikat oder das für Genesene geladen und ab in den Apple Store - viel Glück dabei. Auf Black-Friday-Schnäppchen braucht man bei den neuesten Modellen nicht zu hoffen, also ist die richtige Zeit jetzt.

Immerhin bleibt der Apple Online Store in diesem Jahr offen, man kann es ja mal da versuchen, wenn man etwas Geduld mitbringt. Geschlossen hatte er in diesem Herbst schon zweimal, jeweils vor den Keynotes zu iPhone/iPad und Macbook. Letztes Jahr ereilte den Apple Online Store gleich dreimal die zeitweilige Schließung, was jedes Mal zu Begeisterungsstürmen führte. Denn wenn ein „Sind gleich zurück“-Schild im virtuellen Schaufenster hängt, dauert es nicht mehr lange, bis neue Geräte in den Regalen dahinter auftauchen. Heute vor einem Jahr machte der Apple Online Store wegen des Beginns der Apple-Silicon-Ära gegen Mittag unserer Zeit dicht und öffnete am Abend wieder mit Macbook Air M1, Macbook Pro M1 und Mac Mini M1.

Der absurde Store, dessen Kunden sich freuen, wenn er mal nicht verfügbar ist, nahm seinen Anfang ebenso an einem 10. November, dem des Jahres 1997 - ein Montag. Apple hatte zu einer Pressekonferenz geladen, die damals noch nicht hochtrabend "Special Event" genannt wurde oder gar ein Motto bekam. Die Show vom 10. November 1997 trug aber eindeutig (wieder) die Handschrift des nicht ganz ein Jahr zuvor zu Apple zurück gekehrten Steve Jobs.

Nicht nur der Apple Online Store sollte laut Jobs weltverändernd sein, – zumindest die Apple-Welt –  sondern auch die Produkte, die an jenem Abend im Herbst Premiere hatten. Powermac G3 hießen die wahlweise als Desktop oder als Tower erhältlichen neuen Maschinen, die eben jenen PowerPC-Chip eingebaut hatten, dessen dritte Generation deutlich schneller geriet als die davor.

Der PowerPC; aus einer Allianz Apples mit IBM und Motorola hervorgegangen, die das Unternehmen einging, als Steve Jobs im Exil weilte, war mit dem G3 ausgereift. Der im Jahr 1999 präsentierte G4 war dann beinahe die Krone der Chip-Schöpfung, ließ sich aber nicht mehr wesentlich verbessern, bevor er zu viel Energie benötigte und damit Abwärme produzierte, die nur noch mit lauten Lüftern aus großen Gehäusen zu bringen waren – ein Powerbook G5 war so unmöglich geworden und Apple wechselte zu Intel. Ein Jahr später sehen Intel-Macs beinahe wie eine Episode aus, nicht wie ein Irrweg, aber doch ein Umweg, weil Apple zu früh abgebogen war und dann lange nicht mehr.

Lesetipps für den Mittwoch:

Update voraus: Apple hat gestern die zweite Developer Preview von iOS 15.2 veröffentlicht, auf die Entwicklerversion sollte die Public Beat im Laufe des Tages folgen. Neu wird im zweiten größeren Update für das aktuelle iPhone-Betriebssystem sein, dass die App Nachrichten die Kommunikationskontrollen bekommen wird. Ebenso führt Apple den Nachlasskontakt ein, wenn das Update fertig sein wird. Mit der finalen Version ist Mitte Dezember zu rechnen. Auch die zweite Entwicklerversion von macOS 12.1 Monterey liegt nun vor, mit dem Update ist mehr oder minder zeitgleich zu rechnen.

Selber machen: Apple hat eine Reihe von Vorlagen für sein Präsentationsprogramm Keynote veröffentlicht, mit deren Hilfe man eigene Weihnachtskarten gestalten kann. Die Templates entstanden in Zusammenarbeit mit den Künstlern  Jocelyn Tsaih, Antti Kalevi und Hvass&Hannibal und lassen sich mit eigenen Fotos und Texten anreichern. Der Download der acht Vorlagen ist kostenlos. Ein Problem bleibt nach dem Gestalten bestehen: Für den Druck muss man selbst sorgen, Apple hat seinen Druckservice längst eingestellt.

Angebot : Wer sich neue Airpods oder bestimmte Beats-Produkte kauft, kann jetzt sechs Monate lang Apple Music gratis beziehen, die reguläre Testphase für den Musikstreamingservice Apples dauert drei Monate. Das Angebot erscheint im Rahmen von Apples Einkaufsratgeber für Weihnachten, ebenso die Vorlagen für die Weihnachtskarten. Apple gibt darin auch an, bis wann man bestimmte Produkte bestellen muss, damit sie noch rechtzeitig zum Fest geliefert werden. Ob den Angaben zu trauen ist, darf man aber bezweifeln: Das iPhone 13 Pro kann man angeblich noch am 22. Dezember bestellen. Womöglich sieht Apple dann aber ein Ende der Lieferengpässe gekommen, wenn man heute ein iPhone 13 Pro bei Apple bestellt, beträgt die Lieferzeit um die sechs Wochen, je nach Modell.

Abgelehnt: Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, die Apple im September dieses Jahres im Prozess gegen Epic Games dazu verurteilte, Entwicklern die Möglichkeit einzuräumen, aus ihren Apps heraus auf alternative Bezahlmethoden zu verweisen, hat einen Antrag Apples abgelehnt, das erst später umsetzen zu müssen. Am 9. Dezember muss Apple liefern, es sei denn, eine andere Berufung gegen das Urteil greift bis dahin Gonzalez Rogers erklärt in ihrem Urteil auf knappen vier Seiten, dass Apples im vergangenen Monat eingereichter Antrag "fundamental fehlerhaft" sei und darin vorgelegten Argumente auf ein völlig falsches Verständnis des Urteils vom September beruhten.

Zurückhaltend: In einem Interview mit Aaron Sorkin auf dem von der New York Times veranstalteten DealBook Online Summit hat Tim Cook erklärt, Apple erwäge, Kryptowährung für Apple Pay zuzulassen. Insgesamt äußert sich der Apple CEO aber sehr zurückhaltend, und das "Erwägen", das Apple-Pay-Chefin Jennifer Bailey schon vor zwei Jahren ins Spiel gebracht hat, bedeutet in der Regel so viel wie "Interessiert uns nicht", ohne das klar sagen zu wollen. Definitiv werden Kryptowährungen aber nicht Teil des Geschäfts sein, die seit 2014 verbannten Wallet-Apps kaum in den App Store zurückkehren. Apple werde definitiv nicht als Unternehmen in Kryptowährungen investieren, da Aktionäre es ablehnten, mit ihrem Investment indirekt auf Krypto zu setzen. Privat sei das für Tim Cook eine andere Sache, ob er sein Geld in Kryptowährungen anlegen wollte, sonderlich überzeugt klingt aber auch diese Aussage nicht.

Personalie : Apples Aufsichtsrat bekommt nun auch seine Dosis Johnson & Johnson: Der CEO des  Gesundheitsversorgers Alex Gorsky ist neues Mitglied des Kontrollgremiums. "Während Gorskys Amtszeit als CEO und Chairman hat sich Johnson & Johnson zum weltweit größten Gesundheitsunternehmen und zu einem der führenden Innovatoren in der Forschung und Entwicklung neuer Gesundheitstechnologien entwickelt," freut sich Apple in der Pressemeldung zur Personalie. Die Entscheidung, sich einen Fachmann aus dem Gesundheitswesen in den Aufsichtsrat zu holen, kommt nicht von ungefähr, Apple unternimmt große Anstrengungen in dem Bereich und baut etwa die Apple Watch immer mehr zu einem Gesundheitsgerät aus.

Beachtliche Sicherheit: Apple Pay kann man auch auf dem Mac nutzen, solche, die Touch-ID zur Verfügung haben, brauchen dann nicht einmal eine Bestätigung der Zahlung per iPhone oder Apple Watch, der Fingerabdruck genügt. Nun kann es aber vorkommen, dass Apple Pay den Fingerabdruck nicht mehr akzeptiert. Die Warnung lautet dann sinngemäß, dass der verwendete Mac nicht mehr sicher genug ist, um Touch-ID zur Authentifizierung nutzen zu können. Dabei handelt es sich aber um eine temporäre Angelegenheit, erklärt Glenn Fleishman in seiner Kolumne Mac 911 auf Macworld. Grund dürften Einschränkungen der Sicherheit sein, die der Nutzer selbst vorgenommen hat. Das passiert etwa, wenn man einen Intel-Mac von einem externen Medium starten oder Treiber von Drittherstellern installieren will. Apple-Silicon-Macs verlangen das etwa bei der Installation von Kernel Extensions. Verschärft man danach die Sicherheitseinstellungen, funktioniert Apple Pay wieder wie zuvor.

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Corona-Warn-App scannt jetzt auch QR-Codes von Luca ein

Die Verantwortlichen der Corona-Warn-App haben mitgeteilt, dass die Corona-Warn-App jetzt auch QR-Codes der Luca-App einscannen kann. Konkret bedeutet das: Benutzer der Corona-Warn-App können jetzt bei Veranstaltungen, Events und an Orten einchecken, deren Betreiber die Luca-App verwenden und QR-Codes von Luca zur Eventregistrierung anbieten. Das gilt für alle ab dem 25. Mai 2021 erzeugten Luca-QR-Codes. Der Vorteil für die Betreiber: Diese müssen nicht mehr zwei verschiedene QR-Codes ausstellen. Die Luca kann aber umgekehrt nicht die QR-Codes der Corona-Warn-App einlesen.

Benutzer wiederum können den Luca-QR-Code nutzen, ohne die umstrittene App auf ihrem Smartphone installieren zu müssen. Die Benutzer müssen hierfür nichts an der Corona-Warn-App ändern oder umstellen. Die Corona-Warn-App ersetzt die Luca-App aber nicht und liefert somit auch keine Kontaktdaten von anderen Menschen, die an Gesundheitsämter weitergegeben werden, sondern warnt stattdessen anonym direkt andere Nutzer der Corona-Warn-App.

Um mit der Corona-Warn-App QR-Codes der Luca-App scannen zu können, muss die luca-App nicht installiert sein.

In dieser FAQ können Sie Details zur Neuerung nachlesen.

Disney+: 13 MCU-Filme ab 12. November im IMAX-Format

Disney und IMAX haben in dieser Woche eine Zusammenarbeit angekündigt . In deren Rahmen werden beim Streaming-Dienst Disney+ in diesem Monat 13 Marvel-Filme auf das IMAX-Seitenverhältnis umgestellt. Stichtag ist der 12. November 2021, an dem auch „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ Premiere bei dem Dienst feiert.

Traditionell nutzen IMAX-Kinos ein eher quadratisches Seitenverhältnis von 1,43:1. Das Expanded Aspect Ratio Format von IMAX kommt mit 1,90:1 dem typischen 16:9-Fernseher jedoch näher. Marvel-Filme werden meist in einem breiter formatigen Letterbox-Seitenverhältnis gedreht, was an TV-Geräten zu recht großen schwarzen Balken führt.

Einige Marvel-Filme beinhalten jedoch Szenen, die im 1,90:1-Format mit speziellen IMAX-zertifizierten Kameras aufgenommen wurden. „Avengers: Infinity War“ wurde beispielsweise komplett in diesem Format gefilmt. „Black Widow“ hingegen bietet 22 Minuten mit IMAX Expanded Aspect Ratio-Filmmaterial. In diesen Szenen wird das Bild aufgezogen und bekommt mehr Platz auf dem TV-Gerät.

Von diesem IMAX-Bildverhältnis sollen nun auch Marvel-Filme auf Disney+ profitieren. 13 von ihnen sind ab 12. November mit dem IMAX-Bildverhältnis – entweder komplett oder in ausgewählten Szenen – verfügbar. Folgende Titel bekommen den Hinweis IMAX Enhanced mit dem neuen Bildverhältnis:

  • Ant-Man and the Wasp

  • Avengers: Endgame

  • Avengers: Infinity War

  • Black Panther

  • Black Widow

  • Captain America: Civil War

  • Captain Marvel

  • Doctor Strange

  • Iron Man

  • Guardians of the Galaxy

  • Guardians of the Galaxy Vol. 2

  • Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

  • Thor: Ragnarok

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