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12.5.22: Besonders langlebig

12.05.2022 | 07:00 Uhr | Peter Müller

iPod Touch in den USA schon ausverkauft +++ Sonos bringt Soundbar Ray für 300 Euro +++ Googles Pixel Buds Pro wollen mit Airpods Pro konkurrieren +++ Den Mac über Nacht ausschalten oder nur in den Ruhezustand schicken?

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Da geht er dahin, der iPod – wir berichteten gestern. Für ein Computerprodukt war er mit seinen etwas über 20,5 Jahren extrem zäh, da gab es weit kürzere Lebensdauern. Wir erinnern uns etwa an Microsofts missglücktes Konkurrenzprodukt Zune oder die Smartphones Kin One und Kin Two aus Redmond, von denen wir bis heute noch nicht wissen, was sie sollten und wollten. Windows in der Hosentasche will eh niemand.

Wobei streng genommen nur die Produktkategorie iPod ein so langes digitales Leben hatte, das jetzt nur noch so lange der Vorrat reicht abverkaufte Produkt iPod Touch ist in seiner letzten Iteration etwa nur drei Jahre alt. Und so richtig verschwunden ist der iPod bekanntlich nicht. Sicher, selbst die Musik-App auf dem iPhone, die anfangs noch "iPod" hieß, hat den Namen längst aufgegeben, so wie der iPod vor bald 21 Jahren die Welt der Musik auf den Kopf stellte, ist er selbst vom Wandel hin zum Streaming überholt worden. Aber die Computer von heute haben auch nur wenig mit jenen Geräten von vor 21 Jahren zu tun.

Oder gar den Schränken von vor 81 Jahren: Am 12. Mai 1941 stellte Konrad Zuse zusammen mit seinem Mitentwickler Helmut Schreyer den Z3 vor, den ersten funktionsfähigen Digitalrechner der Weltgeschichte. Das Original blieb nicht erhalten, lebt aber in seinen fernen Nachfahren fort - ein Nachbau steht im Deutschen Museum in München.

Lesetipps für den Donnerstag:

Ging schnell: Erst am Dienstag hatte Apple das Ende des iPod Touch angekündigt, schon meldet das Unternehmen den Ausverkauf in einigen Ländern. Offiziell sind die Vorräte in den USA ausgeschöpft, in Kanada, UK, Brasilien und anderswo gebe es noch Restbestände. Auch im deutschen Apple Store ist der iPod Touch noch vorrätig, fragt sich nur, wie lange noch.

Kleine Box: Sonos hat seine günstige Soundbar Ray angekündigt, die ab Juni für 300 Euro im Handel sein wird. Die mit Airplay 2 kompatible Soundbar für Einsteiger verzichtet auf Mikrofone und damit Sprachsteuerung, sie lässt sich über die App vom iPhone aus steuern oder mit der Fernbedienung des Fernsehapparates. Der Hersteller verspricht Raumklang, der sich an die Gegebenheiten der Wohnung anpasst, Dialoge sollen mit der Soundbar besser verständlich sein. Für seine beiden größeren Geräte Beam und Arc hat Sonos einen eigenen Sprachassistenten angekündigt, mit dem man Musik der Dienste Deezer, Spotify und Apple Music steuern kann.

Konkurrenz: Was für Apple die WWDC, das ist für Google die I/O. Auf der Entwicklerkonferenz hat Google gestern einige Geräte gezeigt, die mit denen Apples konkurrieren sollen, unter anderem ein Tablet, das aber erst in einem Jahr marktreif sein wird. Schon früher in den Handel kommen die Pixel Buds Pro, die sich ab 21. Juli bestellen lassen. Um 50 US-Dollar günstiger als die Airpods Pro bieten auch diese aktive Geräuschunterdrückung mit einem Transparenzmodus und Vermessung des Klangs im Gehörgang sowie eine Sprachsteuerung "Hey Google". Per Bluetooth 4.0+ lassen sie sich auch mit Mac, iPhone und Apple Watch koppeln. Anders als die Airpods Pro sind sie in vier Farben erhältlich, die Google "Coral", "Lemongrass", "Fog" und "Charcoal" nennt. Eine Ladung soll für elf Stunden Musikgenuss oder sieben mit eingeschaltetem ANC ausreichen, das Ladecase lässt sich per USB-C aufladen.

Mythos mit einem Kern: Soll man seinen Mac nun jeden Abend ausschalten und erst am nächsten Tag wieder hochfahren? Oder genügt es, ihn in den Ruhezustand zu schicken? Was sind die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Vorgehensweisen? Martin Casserly klärt auf.

Besser nicht mobil: Macbooks dürften in Stückzahlen vier von fünf Mac-Verkäufen ausmachen, genaues sagt Apple schon lange nicht mehr. Der nächste neue Mac könnte auch wieder ein interessantes Macbook werden, aber es gibt auch Gründe, zu einem Desktop zu greifen. Macworld zählt fünf davon auf.

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