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15.11.: Warten auf den Nachfolger, Intel nicht in China

15.11.2021 | 07:16 Uhr | Peter Müller

iMac 27 Zoll. Kaufen oder warten? +++ Chipolo One Spot im Test: Die besseren Airtags +++ Intel darf nicht in China produzieren, Milliardeninvestitionen in Europa und USA +++ Wie Apple den digitalen Ausweis kontrolliert +++ Elecjet Apollo Ultra: Powerbank mit Graphen lädt extrem schnell +++ Krypto-Mining per CPU: Steigen jetzt die Preise? +++ Katastrophenschutz: Hier finden Sie alle Warnungen des Bundes +++

15. November: Tastendruck

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Vorwärts, wir müssen zurück – hat es vermutlich in einigen Unterabteilungen von Apples Macbook-Entwicklung geheißen, nachdem die ersten Kundenreaktionen auf die neue Tastatur des Macbook Pro von 2016 eintrudelten. Da waren einige Vielschreiber, die sich über den geringen Hub der Tasten echauffierten. Die Am-Computer-Frühstücker, die recht schnell merkten, dass der Butterfly-Mechanismus offenbar anfällig war gegen Krümel, weswegen es zu Buchstabenhängern kaaaaaaaaaaam. Und dann waren da natürlich noch die Entwickler, denen die Touchbar die feststehende esc-Taste nahm. Diese haben nicht nur einen besonders guten Draht zu Apple, sondern machten auch auf Twitter lautstark ihren Unmut kund. Auf diesen Kundenkreis hörte Apple als erstes und brachte die esc-Taste im November 2019 zurück, ohne auf die Touch-Bar zu verzichten. Diese ist zwei Jahre später aus den großen Macbooks Pro verschwunden, nur die Touch-ID ist geblieben - und das auch an externen Tastaturen für M-Macs.

In Sachen Eingabegeräten hat Apple in seiner Geschichte so manch unglückliche Entscheidung getroffen. Man denke da nur an die Puck-Maus der ersten iMac und des Power Mac G3 und G4. Man halte sie falsch, hieß es schon damals: Nicht mit der kompletten Hand führen, sondern nur mit den Fingerspitzen. Aber auch hier hat Apple dann doch auf die Klagen der Kunden gehört, sogar ganz ohne Twitter, und im Sommer 2000 mit der Pro Mouse endlich wieder eine in der richtigen Größe gebracht.

Aber nicht immer baute Apple Mist mit seiner Peripherie. Wehmütig erinnern sich diejenigen von uns, die schon länger dabei sind, an das Apple Extended Keyboard II, das Apple am 15. November 1990 patentiert bekommen hat, woran uns Cult of Mac freundlicher Weise erinnert .

Das waren noch richtig griffige Tasten mit gutem Hub. Ob man die in perfekten Abständen zueinander angebrachten Tasten wirklich traf, konnte man deutlich hören, dabei war das Keyboard nicht einmal sonderlich laut. Hängen blieb da nichts. Der Anschluss ADB (Apple Desktop Bus) war zwar ein proprietärer, aber dank eines USB-Adapters konnte man das Keyboard noch lange Zeit nach dem offiziellen Ende von ADB an seinem Mac weiter betreiben und etwa die transparent-blaue des Power Mac G3 Yosemite mitsamt der Puck-Maus in der Schachtel lassen. Es hat mit dem Apple Extended Keyboard II sogar erfolgreiche Reinigungen in der Spülmaschine gegeben, man glaubt es kaum! Versuchen Sie das mal mit dem Magic Keyboard von heute oder dem Macbook Pro von 2016ff - halt, versuchen Sie das besser nicht.

Lesetipps für den Montag

Geduld: Der iMac 27 Zoll, den Apple zuletzt im August 2020 aktualisierte, ist einer der letzten seiner Art. Außer dem großen iMac liefert Apple sonst nur noch den Mac Pro mit Intel-Chip aus. Die Frage lautet also: Ist der noch relativ neue 27-Zöller der Anschaffung wert oder sollte man auf den Nachfolger mit M1 Pro oder Max warten, der im kommenden Frühjahr erscheinen könnte. Der Ratschlag unseres Macworld-Kollegen Roman Loyola ist unerwartet eindeutig.

Nicht in China: Intel hegte Pläne, in einer Fabrik im chinesischen Chengdou ab Ende 2022 Wafer herzustellen, um den Chipmangel beizukommen. Laut eines Bloombergberichts rät die US-Regierung streng davon ab, sie prüfe hingegen, wie man China davon abhält an US-Technologie und das notwendige know-how zu kommen. Intel nimmt nun Abstand von einem Ausbau seiner Kapazitäten in China und zeigt sich offen für andere Lösungen. Zusammen mit dem Weißen Haus sei man sich einig, gegen den Halbleitermangel vorgehen zu müssen, man werde "Dutzende Milliarden" US-Dollar in die Wafer-Produktion in Europa und den USA investieren.

Einstellungssache: In der zweiten Beta von iOS 15.2 ist in der Kamera-App ein neuer Schalter für den Makromodus der iPhone 13 Pro zu finden. In iOS 15.1 hatte Apple bereits in den Einstellungen der Kamera Auto-Makro hinzugefügt, das den Makromodus einschaltet, wenn sich die Kamera einem Objekt wie etwa einer Blume entsprechend nähert. Nun taucht in der Kamera-App ein Blumen-Symbol auf, über das man den Makromodus einschalten kann, aber nur dann, wen Auto-Makro deaktiviert ist.

Alternative: Der Tag Chipolo One Spot ist eine Konkurrenz zu Apples Airtags und die wie diese über "Wo ist?" auffindbar. Der Preis ist für den Tracker selbst etwas geringer, doch hat er bereits ein Loch für den Schlüsselring, sodass keine weitere Hardware notwendig ist. Auf Wunsch gibt das Chipolo auch einen recht lauten Warnton von sich, wenn es sich vom gekoppelten iPhone entfernt. Macworlds Glenn Fleishman hat den Tracker ausgiebig getestet.

Streng: Apple hat im Juni auf der WWDC angekündigt, künftig auch Führerschein und Personalausweis rechtssicher in die Wallet des iPhones abzulegen, sofern Staaten digitale Dokumente ausgeben. Den Anfang machen US-Staaten mit eher geringer Bevölkerung wie Kentucky, Connecticut oder Arizona, Staat für Staat. Apple wünscht offenbar die Einführung des Features langsam anzugehen und strikt kontrollieren. Das geht auch aus meist öffentlichen Dokumenten hervor, die CNBC zum Thema gesammelt hat: Apple behalte die technische Kontrolle über wesentliche Schlüsselaspekte und lässt die ausgebenden Behörden nur in einem eng gesteckten Rahmen agieren.

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Elecjet Apollo Ultra: Powerbank mit Graphen lädt extrem schnell

Wer über eine oder mehrere Powerbanks verfügt, kennt das Problem: Je größer das angeschaffte Akku-Pack ist, desto länger dauert der Ladevorgang. Besonders große Exemplare genehmigen sich bis zu einer vollen Aufladung schon einmal zehn bis zwölf Stunden. Dies soll das aktuell auf Indiegogo angebotene Akku Pack Elecjet Apollo Ultra ändern: Die 10.000 mAh große Powerbank soll sich vom leeren Zustand in weniger als 30 Minuten komplett aufladen lassen. Herkömmliche Produkte benötigen teilweise die sechsfache Zeitspanne.

Verantwortlich für diese Zeitersparnis ist das im Akku genutzte Graphen. Dieser extrem leitfähige Stoff basiert auf Kohlenstoff und ist nur ein Atom dick. Noch sind reine Graphen-Akkus in der Massenproduktion viel zu teuer. Doch schon als Zusatz in herkömmlichen Akkus kann Graphen die Ladecharakteristik deutlich verbessern. Der Preis für die auf Indiegogo angebotene Power-Bank mit 40 Wh liegt bei 65 US-Dollar und damit nur auf dem doppelten bis dreifachen Preisniveau herkömmlicher Geräte.

Im Gegenzug für diesen Aufpreis sollen Käufer eine deutlich reduzierte Ladezeit erhalten. Darüber hinaus soll Apollo Ultra von Elecjet über 2.500 Ladezyklen aushalten und dabei nur auf 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität abfallen. Normale Lithium-Ionen-Akkus halten nur ein Fünftel so lange. Die Powerbank Elecjet Apollo Ultra verfügt über zwei USB-Buchen. Bei einer handelt es sich um eine klassische USB-A-Buchse, die zweite USB-C-Buchse unterstützt PD 3.0. Das Aufladen der Powerbank ist mit bis zu 100 Watt möglich. Die maximale Ausgangsleistung beträgt 65 Watt. Damit lassen sich sogar einige USB-C-Laptops betreiben. Die USB-A-Buchse bietet eine Ladeleistung von maximal 18 Watt. Die erforderliche Finanzierung bei Indiegogo läuft noch, wurde aber schon erfüllt. Mit der Auslieferung der ersten Geräte soll im Januar 2022 begonnen werden.

 

Krypto-Mining per CPU: Steigen jetzt die Preise?

Normalerweise werden für das Mining von Kryptowährungen Grafikkarten eingespannt. Diese eignen sich mit ihren vielen Rechenwerken deutlich besser als Prozessoren mit deutlich weniger Kernen. Als Ergebnis sind aktuelle Grafikkarten schon seit Monaten kaum zu bekommen oder extrem teuer.Die neue Kryptowährung Raptoreum lässt sich auch mit klassischen Prozessoren schürfen. Dazu werden die schnellen L3-Caches der CPUs ausgenutzt. Die Entwickler von Raptoreum sehen in ihrer neuen Kryptowährung eine Möglichkeit, auch ohne teure Grafikkarten, ASICs oder FPGA-Systeme Mining zu betreiben. So sollen auch Normalanwender die Chance erhalten, sich am Krypto-Boom zu beteiligen.

Zum Errechnen der Hashes setzt Raptoreum auf den GhostRider-Mining-Algorithmus, der den schnellen L3-Cache von Prozessoren verwendet. Dieser ist deutlich schneller als der Arbeitsspeicher im Rechner. Im Gegensatz zu L1- oder L2-Cache, der jeweils nur einem einzigen CPU-Kern zu Verfügung steht, kann L3-Cache auch von mehreren oder allen Kernen verwendet werden. Da die aktuellen High-End-CPUs von AMD wie Ryzen und Ryzen Threadripper die momentan größten L3-Caches bieten, sind auch diese CPUs besonders gut für das Schürfen von Raptoreum geeignet.

Als Ergebnis dieses Trends könnte nun ein Preisanstieg bei Ryzen-CPUs bevorstehen. Nach Angaben von Bitcoin Press soll Raptoreum schon für einen gewissen Preisanstieg gesorgt haben. Seit September sind beispielsweise die Preise eines Ryzen 9 5960X oder Ryzen 9 5900X bereits gestiegen. Hierfür könnten jedoch auch die generelle Chip-Knappheit sowie das bevorstehende Weihnachtsgeschäft verantwortlich sein. Eine steigende Beliebtheit von Raptoreum könnte jedoch dafür sorgen, dass die Preise für aktuelle AMD-Prozessoren weiter steigen.

 

Katastrophenschutz: Hier finden Sie alle Warnungen des Bundes

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK betreibt die Webseite warnung.bund.de , auf der alle dem BBK vorliegenden Warnungen einfließen. Dieses Portal bündelt amtliche Meldungen und Hinweise zu Gefahrensituationen, Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen. Die erforderlichen Informationen erhält das BBK direkt von den dafür verantwortlichen Stellen. wie die Behörde erklärt.

Auf der eigentlichen Übersichtsseite zu den Warnungen steht eine Karte der Bundesrepublik Deutschland im Mittelpunkt. Dort werden Gebiete mit Warnungen farblich hervorgehoben. Besonders praktisch ist das für die Corona-Fallzahlen: Sie sehen auf der Karte sofort, wie in in den jeweiligen Gebieten die Corona-Lage ist.

Über der Karte können Sie mit Checkboxen auswählen, welche Warnmeldungen Sie sehen wollen. Vier Arten von Warnungen stehen zur Auswahl:

  • Bevölkerungsschutzwarnungen: Hierunter fallen alle Warnungen, die nicht mit dem Wetter oder mit Hochwasser oder mit Corona in Verbindung stehen und eine Gefahr für Gesundheit, Eigentum oder öffentliche Infrastruktur darstellen.

  • Wetterwarnungen: Erklärt sich selbst

  • Hochwassermeldungen: Erklärt sich selbst

  • Corona-Fallzahlen: Fälle der letzten 7 Tage, Gesamtzahl der Corona-Fälle, Fälle auf 100.000 Einwohner berechnet, Todesfälle und die Einwohlerzahl.

Bei den Bevölkerungsschutzwarnungen und den Wetterwarnungen können Sie festlegen, ab welcher Warnstufe Sie die Warnungen angezeigt bekommen. Das ist praktisch um weniger dringende Warnungen auszufiltern und leichter die Übersicht zu behalten.

Sie können Orte definieren, für die Sie die Warnmeldungen angezeigt bekommen wollen. Zu jedem Ort werden auf Wunsch die aktuelle Corona-Lage und die dafür geltenden Corona-Regeln angezeigt.

Tipp: Falls Sie sich speziell für die Hochwasserlage interessieren (die derzeit sehr entspannt ist), dann gibt es dafür eine eigene Webseite. Mehr dazu lesen Sie in der Meldung Hochwasser-Karte: Pegel in Echtzeit verfolgen .

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