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19.11.21: Selbstfahrendes Auto bis 2025

19.11.2021 | 07:17 Uhr | Peter Müller

Bloomberg: Apple will bis 2025 autonomes Auto bringen +++ watchOS 8.1.1 behebt Ladeproblem +++ Wi-Fi 6E für iPhone 14 - was das bedeutet +++ Instagram: Schüttel-Funktion und weitere Neuerung +++ Deutsche-Bank-Kunden im Visier von Cybergangstern +++ Ubisoft verschenkt Splinter Cell: Chaos Theory +++ Soundcore Liberty Air Pro 2 bei Amazon – 90 statt 130 Euro

19. November: … und drei macht neune

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Dieser Tage hat man mal wieder das Gefühl, es gäbe zwei Arten der Mathematik. Diejenige, die korrekt ist, die Thesen und Theoreme entweder beweist oder widerlegt und die an sich nur ihre Grenzen darin hat, dass es in ihr wahre Sätze gibt, die sich des Beweises entziehen. Und die natürlich auch ein paar ungelöste Jahrhundertprobleme mit sich herumträgt, wie etwa die Riemann'sche Vermutung. Und dann scheint es die andere Mathematik zu geben, die alternative Mathematik. In denen Exponentialfunktionen nicht existieren und mit der man Quatschstatistik betreibt, wie sie den Coronaleugnern und Impfgegnern gefällt.

Oder verstehen manche Leute die Mathematik, die einzige, die es gibt, einfach nicht, besonders solche, die Verantwortung für die Gesellschaft tragen? Wie kann es also kommen, dass landauf, landab die Gesundheitsminister und deren Chefs so über die Entwicklung der Zahlen sind, die mathematisch bewanderte Personen schon vor vielen Wochen oder wenigen Monaten fast genau so haben kommen sehen? Wie kann es sein, dass der Chef des RKI dem sächsischen Ministerpräsidenten die Unvermeidlichkeit einer Zahl von 400 Toten täglich so erklären muss, als wäre der Ministerpräsident sechs Jahre alt? Und wie kann es kommen, dass in Bayern der Landtag fast eine Million Euro ausgibt für die Untersuchung einer Pseudowissenschaft, deren Ergebnis man in einem Satz hinschreiben kann: Homöopathie wirkt nicht über den Placeboeffekt hinaus. Wenn man solchen Leuten dann erklärt, was aus einer dreißigfachen 1:10-Verdünnung dank der Avogadro-Konstante so folgt und was die Wasserstoffbrückenbindung mit Information zu tun hat, verstehen sie nur "Avocado" und "Wasserstoff", mit dem sie ihr Fossil von Verbrennungsfahrzeug in Zukunft betanken wollen.

Nicht die Naturwissenschaft und die Mathematik gehören ins Museum, sondern die Leute, die sie immer noch nicht begriffen haben aber vielleicht doch mal begreifen wollen. Seit dem 19. November vor 19 Jahren kann man das in der Tat: Ins Museum gehen, um Mathematik zu begreifen. Zwar hat das Deutsche Museum in München schon länger eine ganz exzellente Mathematik-Abteilung, gleich hinter den Räumen mit Zuse Z3, Apple II und Cray I, aber ein eigenes Museum, das ausschließlich der Mathematik gewidmet ist, gibt es eben erst seit 2002 in Gießen.

Der Besuch lohnt sich dort immer, selbst wenn man ein bisschen was von Mathematik versteht. Alles wird man ohnehin nicht verstehen, selbst Profis sind nur in wenigen Teilbereichen wirklich so umfassend informiert, wie es das Sujet verlangt. Ab morgen zeigt das Mathematikum in Gießen zum Ausklang des Dürer-Jahres die Sonderausstellung "Der Mathematiker Albrecht Dürer". Moment, war das nicht der Maler mit den Händen und dem Hasen? Ja, genau, doch Dürer war einer jener viel interessierten "Renaissance-Menschen", die erst den Aufbruch aus Zeiten des Aberglaubens in das naturwissenschaftliche Zeitalter ermöglichten. Viele seiner Bilder stecken voller Anspielungen auf zeitgenössische mathematische Forschung, Erkenntnisse und Instrumente.

In den Zeiten der Wiedererstarkung des Aberglaubens braucht es an sich nicht mehr Mathematik, der heutige Stand ist schon sehr gut, an ein Ende des Wissens wird die Mathematik ebenso wenig geraten wie die Dezimalstellen von Pi. Was es braucht, sind aber mehr Künstler wie Dürer und weniger solche, die all ihr Geschwurbel auf den unseligen Stammtisch der Idiotie im Internet erbrechen.

Lesetipps für den Freitag

Besser Laden : watchOS 8.2 ist noch in der Beta-Phase, bis Mitte Dezember sollte das nächste große Update fertig sein. Das dürfte für diejenigen zu lang sein, die eine Apple Watch Series 7 tragen und unter dem Problem leiden, dass die Uhr nicht richtig lädt. So hat Apple gestern das Update auf watchOS 8.1.1 für die Series 7 veröffentlicht. die genau dieses Problem beheben soll. Andere Modelle bekommen das Update nicht angeboten. Schon für iPhone 12 und 13 musste Apple diese Woche ein Zwischenupdate iOS 15.1.1 bringen, das ein Problem mit unterbrochenen Telefonaten behob.

Vier Jahre: Dass Apple sich mit Technik für autonome Fahrzeuge beschäftigt, ist ein offenes Geheimnis, welchen Zweck aber das "Project Titan" genau hat, wie er sich über die Jahre veränderte und was der Stand der Dinge ist, bleibt außerhalb der schweigenden Mauern von Cupertino der Spekulation überlassen. Bloombergs Mark Gurman, der mit seinen Spekulationen dank interner Quellen immer recht nahe an der Wahrheit ist, will nun wissen, dass Apple bis zum Jahr 2025 oder etwas später ein eigenes autonomes Fahrzeug auf die Straßen bringen will. Zuletzt waren einige hochrangige Spezialisten für Fahrzeugtechnik zu Apple gewechselt, die Softwareentwicklung soll Kevin Lynch leiten, der bisher für watchOS zuständig war. Laut des Bloombergberichts plane Apple ein vollständiges selbstfahrendes Automobil, das sogar auf ein Lenkrad verzichten könne. Erst kürzlich habe man einen technologischen Durchbruch beim Prozessor geschafft, der im Kern des Projekts stecken soll. Der Zeitplan bis 2025 erscheint dennoch recht ambitioniert.

Neuer Standard: Aus 802.11ax wurde Wi-Fi 6, was den Kunden leichter zu vermitteln ist. Wer kann schon ad hoc sagen, was neuer ist und vermutlich schneller: 802.11n oder ac? Nun kommt ein neuer Standard namens Wi-Fi 6E, Version 7 wird noch ein paar Jahre auf sich warten lassen. Wi-Fi 6E, das man laut des Analysten Ming-Chi Kuo bereits im iPhone 14 im nächsten Jahr erwarten kann, bringt aber eine wesentliche Neuerung gegenüber Wi-Fi 6, denn die neu lizenzierten Frequenzen im 6-GHz-Band werden nun zugänglich. Macworld erklärt die Details.

Kaum Auswirkungen: In einer überraschenden Kehrtwende hat Apple diese Woche ein Reparaturprogramm für iPhone 12 und 13 aufgelegt, mit dessen Hilfe nicht nur kleine Betriebe, sondern auch Privatpersonen ihre Telefone reparieren können. Apple gibt damit politischem Druck und dem einiger Investoren nach und setzt das geforderte Recht auf Reparatur für alle um. Die Folgen für Apples Abverkäufe dürften laut einer Studie von Consumer Intelligence Research Partners  aber überschaubar bleiben. Nur eine sehr kleine Fraktion würde mit einer DIY-Reparatur die Lebenszeit des iPhones verlängern und erst später ein neues Gerät anschaffen. Die meisten iPhones sind noch mehr oder minder gut zu gebrauchen, wenn sie ausrangiert werden. Die meisten Klagen beziehen sich auf einen nicht mehr ordentlich funktionierenden Akku, der Austausch der Batterie sollte auch die häufigste Reparatur sein, gefolgt vom Displayglas.

Touch of Grey : "The Morning Show", "Foundation" und "Acapulco" gehen heute in ihr Staffelfinale, was soll man danach sehen? Keine Sorge, das Angebot auf Apple TV+ wird immer größer, man muss nicht so schnell zu Netflix oder Disney+ wechseln, obwohl … Von einem kommenden Highlight auf Apple TV+ berichtet nun Deadlne: Regisseur Martin Scorsese und Schauspieler Jonah Hill arbeiten wieder gemeinsam – an einem Biopic über die legendäre Band "The Grateful Dead". Hill soll dabei in die Rolle des Frontmann Jerry Garcia schlüpfen. Apple habe sich die Rechte an der Musik gesichert, die lebenden Mitglieder der Band und die Erben der verstorbenen Musiker (wei auch Garcia) sind an der Produktion beteiligt. Ein Sendetermin ist nicht bekannt, könnte 2023 werden. Bis dahin haben wir auch noch je eine weitere Staffel unserer Lieblingsserien genossen.

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Instagram: Schüttel-Funktion und weitere Neuerung

Instagram-Chef Adam Mosseri hat in dieser Woche über den Micro-Blogging-Dienst Twitter zwei neue Funktionen für die Instagram-App angekündigt. Eines dieser Features ist das sogenannte „Wut-Schütteln“ (Rage Shake). Wie der Name bereits erahnen lässt, können Nutzer hier ein Problem melden, indem sie ihr Smartphone schütteln. Die Instagram-App muss dafür geöffnet sein. Als Reaktion auf die Schüttelbewegung startet die Software einen Pop-Up-Bildschirm, die den Nutzer fragt, ob etwas schief gelaufen ist.

Laut Mosseri soll Instagram über diese Funktion Feedback bekommen, das bei der Priorisierung von Fehlerbehebungen helfen soll. „Sie können genau erklären, was passiert ist, wie Sie an diesem Ort gelandet sind, und alle Emotionen und Gefühle, die Sie haben, und wir werden jemanden einen Blick darauf werfen lassen,“ erklärt Mosseri.

Beim zweiten neuen Feature handelt es sich um die Möglichkeit, ein Bild oder Video aus einem Galerie-Beitrag zu löschen. Das war bislang nur möglich, indem die komplette Galerie gelöscht wird. Nun lassen sich auf vielfachen Wunsch der Instagram-Community auch einzelne Bilder oder Videos aus Beiträgen entfernen. Dazu gehen Nutzer beim Betrachten der entsprechenden Galerie auf die drei Punkte in der rechten oberen Ecke, tippen auf „Editieren“, blättern zum betreffenden Bild oder Video und nutzen das „Löschen“-Icon in der linken oberen Ecke.

Die „Wut-Schüttel“-Funktion ist ab sofort für alle US-amerikanischen Instagram-App-Nutzer verfügbar. Die Lösch-Funktion für Galerie-Beiträge bleibt aktuell nur iOS-Nutzern vorbehalten. Wann die Schüttelfunktion in Deutschland verfügbar ist und auch Android-Nutzer vom Galerie-Feature profitieren, ist noch unklar.

Deutsche-Bank-Kunden im Visier von Cybergangstern

Es muss nicht immer die Sparkasse sein, in deren Namen Phishingmails verschickt werden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor Phishingmails, die vorgeben von der Deutschen Bank zu kommen. Phishingmails im Namen der Deutschen Bank gab es den Verbraucherschützern zufolge schon einige Zeit nicht mehr.

Die neuen Phishingmails tragen die Betreffzeile "Kundenmitteilung" und zeigen das bekannte Logo der Deutschen Bank. Die Mails nutzen keine personalisierte Anrede, sondern beginnen mit „Sehr geehrter Kunde“. Im Text der Mail wird behauptet, dass der Kunde bis jetzt die Sicherheits-App der Deutschen Bank noch nicht auf dem Smartphone installiert habe. Deshalb müsse die Deutsche Bank seinen Online-Banking-Zugang beschränken. Um diese Beschränkung wieder aufheben zu können, müsse zwingend die App installiert werden. Nach deren Installation würde die Beschränkung wieder aufgehoben und das Konto lasse sich wieder wie gewohnt nutzen.

Unter dem Text folgt dann ein blauer Button mit der Aufschrift "Weiter zur App". Unterschrieben ist die Mail mit "Deutesche Bank" – also ein astreiner Vertipper.

Für Phishingmails im Namen der Deutschen Bank gilt das Gleiche wie für Phishingattacken im Namen der Sparkassen oder der Genossenschaftsbanken: Ihre Bank würde Ihnen nie eine Mail mit einem Link schicken, über den Sie sich für Ihr Online-Banking einloggen sollen. Wenn Sie den Mauszeiger über die Absenderadresse führen, sollten Sie zudem den tatsächlichen Absender sehen.

Löschen Sie diese Mail und klicken Sie nichts darin an.

Wichtig: Diese Phishingmails werden nicht gezielt an tatsächliche Kunden der Deutschen Bank geschickt, sondern nach dem Gießkannenprinzip an alle möglichen Adressaten. Die Angreifer hoffen, dass sich unter den Empfängern tatsächlich einige Deutsche-Bank-Kunden befinden, die auf den Betrug hereinfallen.

Ubisoft verschenkt Splinter Cell: Chaos Theory

Wer sich für die „Splinter Cell“-Reihe von Ubisoft interessiert, sollte sich das folgende Geschenk des Publishers Ubisoft nicht entgehen lassen: Bis zum 25. November verschenkt der französische Spielehersteller die PC-Version des 2005 erschienenen Ablegers „Splinter Cell: Chaos Theory“. Voraussetzung ist die vorherige Installation des Ubisoft Connect-Launchers, der ebenfalls kostenlos angeboten wird. Nach der Installation kann „Splinter Cell: Chaos Theory“ der eigenen Bibliothek hinzugefügt werden. Dort kann das Spiel später beliebig oft gespielt werden. Das Hinzufügen zur eigenen Bibliothek muss jedoch bis zum 25. November um 15 Uhr deutscher Zeit erfolgen.

In „Splinter Cell: Chaos Theory“ schlüpft der Spieler in den schwarzen Anzug von Sam Fisher. Der Geheimagent muss mit so wenig Aufsehen wie möglich internationale Bedrohungen ausschalten. Entsprechend stehen viele Schleicheinlagen auf dem Programm. Sam Fisher kann sich sogar an die Decke hängen, um Gegner unbemerkt auszuschalten. Darüber hinaus stehen ihm zahlreiche Gadgets zur Verfügung, beispielsweise eine per Waffe abfeuerbare Kamera.

„Splinter Cell: Chaos Theory“ gilt als einer der besten Ableger der Reihe. Die PC-Version kann auf metacritic.com eine Durchschnittswertung von 92 Prozent vorweisen. Wie es künftig mit der Reihe weitergehen wird, bleibt offen. In den vergangenen Jahren hatte Sam Fisher lediglich Gastauftritte in den Spielen „Rainbow Six: Siege“ oder „The Division“. Insider gehen davon aus, dass Ubisoft aktuell an einem neuen Ableger arbeiten könnte. Handfeste Informationen oder gar eine Bestätigung hierzu stehen aber noch aus.

Soundcore Liberty Air Pro 2 bei Amazon – 90 statt 130 Euro

Es müssen nicht immer Airpods (Pro) sein, auch andere Anbieter haben konkurrenzfähige Produkte im Angebot, die meist günstiger sind. Dabei stehen sie beim Klang, bei der aktiven Geräuschunterdrückung und der Gesprächsqualität beim Telefonieren und der Videokonferenz den Vorbildern in Weiß in nichts nach. Ein solches Produkt ist etwa der Soundcore Liberty Air 2 Pro, den es in der Black-Friday-Woche bei Amazon mit einem Rabatt von 31 Prozent zu kaufen gibt, 89,99 Euro statt 129,99 Euro:

url link shop https://www.amazon.de/dp/B08G4K8CY8 Soundcore by Anker Liberty Air 2 Pro bei Amazon für 89,00 Euro statt 129,99 Euro _blank

Im Test haben uns die Soundcore Liberty Air 2 Pro trotz ihres sperrigen Namens überzeugt, überraschender Weise klingen die Hörer mit eingeschaltetem ANC besser als ohne. Was Soundcore auch anders macht als etwa Apple: Die Equalizer-Einstellungen kann man in der zugehörigen App selbst anpassen, über einen Hörtest ermittelt diese ein individuelles Profil, passend zum Hörvermögen. Einzig die Bedienung, die Tipps auf die Ohrhörer erfordert und nicht wie den Airpods auf die Stiele, stört ein wenig. Die Liberty Air 2 Pro sind in vier verschiedenen Farben erhältlich.

Anker und seine Marken geben auf zahlreiche weitere Produkte ähnlich hohe Rabatte in der Black Week. Die Ohrhörer url link shop https://www.amazon.de/dp/B093SLWMS7 Soundcore Life P3 kosten etwa 60 statt 80 Euro _blank und die etwas älteren Liberty 2 Pro gar nur 70 statt 130 Euro . Günstiger sind auch Ladegeräte, Powerbanks, Bluetooth-Lautsprecher und Sicherheitskameras zu haben.

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