2621760

2.11.21: iMac Pro vor Comeback, Beats räumt auf

02.11.2021 | 07:05 Uhr | Peter Müller

Was Apple im November bringen wird +++ Leaker: iMac 27 mit Mini-LED, M1 Pro und Max +++ WSJ: Apple arbeitet an "Crash Detection" - automatischer Notruf +++ Cybergangster wollen Amazon-Kunden abzocken +++ Titanic: Größten Lego-Bausatz aller Zeiten mit 9090 Teilen jetzt vorbestellen +++ Neue Sicherheits-Updates für Chromium-basierte Browser

2. November: Gruselmonat

Macwelt wünscht guten Morgen! So ist es denn flugs November geworden, der Monat, der als der finsterste des Jahres verschrien ist. Kein Wunder, Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag sind nicht gerade fröhliche Anlässe. Aber der Tod gehört zum Leben, die seltsamen Mummenschanze zu Halloween basieren auf alte Rituale aus vorchristlicher Zeit. Die gleich mehrtägigen Feiern des Dias de los Muertes in Mexiko gehen am heutigen Allerseelen zu Ende - den Pixar-Film Coco, der in diesem Setting spielt, kann man sich aber immer wieder anschauen. Gewiss öfter als John Carpenter’s Halloween, irgendwann hat sich’s ausgegruselt und ausgeschrien. Da bringt auch das x-te Sequel keinen neuen Erkenntnisgewinn. Den grausigen Charme des Originals, einer Billigproduktion, bekommt ohnehin keiner der Splatterfilme seither hin. Das Laub, das zu Halloween sonst immer überall rumliegt, war beim Dreh von „Halloween“ im März des Jahres 1978 aber nur schwer aufzutreiben. Nach Abschluss jeder Szene wurde aufgekehrt und bei der nächsten wieder verstreut, berichtete letztlich im Interview Hauptdarstellerin Jamie Lee-Curtis, die sich in ihrem Premierenfilm zu Weltruhm kreischte.

Aber wir waren eher positiv gestimmt am langen Wochenende, den Reformationstag am Sonntag gefeiert und am Montag den 61sten Geburtstag von Tim Cook. Möge ihm noch ein langes Leben in Gesundheit beschieden sein, wir gönnen ihm auch weitere erfolgreiche Jahre an der Spitze Apples. In der Finsternis munkelt es indes, er könnte allmählich seinen Ruhestand vorbereiten –  wäre er Angestellter in Deutschland könnte er in etwa fünf Jahren ohne Abzüge in Ruhestand gehen. Über seine Altersvorsorge muss man sich aber nicht sorgen.

Lesetipps für den Dienstag:

Was kommt: Neuer Monat, neues Glück – Apple hat auch für den November einiges in petto. Hardware dürfte relativ unwahrscheinlich sein, eine neue Iteration des Mac Mini mit M1 Pro und M1 Max ist zwar nicht auszuschließen, aber Apple hat schon Probleme, die Nachfrage nach den Macbooks Pro zügig zu befriedigen. Neue Airpods Max sind gleich wahrscheinlich, also kaum. In Sachen Software und Services steht jedoch einiges an: Fitness+ und damit Apple One Premium startet schon morgen in 17 Ländern, darunter Deutschland. iOS 15.2, iPadOS 15.2 und macOS 12.1 stehen vor der Tür, gegen Ende des Monats sollte diese aufgehen. Und bei Apple TV+ stehen etliche Premieren an. Der Film "Finch" mit Tom Hanks, die auf eine Staffel beschränkte Serie "Der Therapeut von nebenan" oder die dritte Staffel von "Dickson". Dazu kommen einige spannende neue Arcade-Spiele. Macworld hat die komplette Liste der Neuerungen des November.

Was geht: Im Zuge der Veröffentlichung der neuen Kopfhörer Beats Fit Pro hat Apple sein Angebot ein wenig aufgeräumt und drei ältere Beats-Modelle aus dem Angebot genommen, die teilweise bereits Nachfolger bekommen haben. Nicht mehr verfügbar sind der Beats Solo Pro, die Powerbeats und die wenig smarten Beats EP.

Im Fall des Falles: Seit der Apple Watch Series 7 hat Apples Uhr eine Sturzerkennung, die etwa den Rettungsdienst und vorher definierte Notfallkontakte alarmiert, wenn man mit dem Fahrrad einen Unfall hat. Der neue Fokus "Fahren" versucht Unfälle durch Ablenkung durch das iPhone zu vermeiden, indem das Telefon (und damit die Uhr, falls vorhanden) keine Benachrichtigungen ausgibt, wenn man fährt. Funktioniert gleichermaßen auf dem Radl wie im Auto – für Sie getestet. Laut Wall Street Journal arbeitet Apple nun an einer "Crash Detection" für das iPhone: Autounfälle soll es anhand der Beschleunigungssensoren identifizieren können und sogleich unter Angabe der Koordinaten einen Notruf absetzen können.

Vorfreude : Wenn der Leaker Dylandkt richtig informiert sein sollte – was er im Fall von iMac M1 und den Macbooks pro vom Oktober definitiv war – dann steht die Rückkehr des iMac Pro an, mit Apple Silicon natürlich. Der neue iMac soll den bisher noch verkauften 27-Zöller mit Intel-Core-Chip ersetzen, dabei werde aber die Bildschirmdiagonale nicht wachsen, was ein wenig überraschend wäre. Dafür sollen aber wie beim kleineren iMac die Rahmen schrumpfen, das Design ähnele dem Pro Display XDR. Der Monitor habe es auch in sich und bringe die gleiche Mini-LED-Technik mit Pro Motion wie die der Macbooks Pro M1 Pro und M1 Max. Die gleichen Chips sollen auch den neuen iMac 27 treiben, der wieder iMac Pro heißen könnte wie das in diesem Frühjahr aus dem Handel genommene Modell mit Intel-CPU und AMD-GPU. Die Farbe wird ähnlich sein, ein sattes dunkelgrau. Ports sollen die gleichen sein wie am Macbook Pro, also HDMI und SD-Card-Slot sind ebenso dabei wie mehrere USB-C-Anschlüsse. Mit Face-ID habe Apple angeblich experimentiert, es sei aber nicht klar, ob die Gesichtserkennung auch tatsächlich komme. Wenn ja, dann hoffentlich ohne Notch …

Umverteilt : Jetzt ist auch Apple vom globalen Chip-Mangel betroffen, wie die langen Lieferzeiten für Macbook Pro, Apple Watch und iPhone vermuten lassen. So soll Apple nun mit einer Verlagerung der Produktion versuchen, dem gegenzusteuern. Das gehe zulasten der iPad-Produktion, Apple ziehe von dort Ressourcen und Bauteile ab, um mehr iPhones bauen zu können, berichtet Nikkei Asia. Die Produktion des iPad gehe um 50 Prozent zurück, auch ältere iPhone-Modelle baue Apple weniger, um ausreichend iPhone 13 bauen zu können, nach denen die Nachfrage weiter ungebrochen ist.

Umgetauscht: Bringt man sein iPhone zur Reparatur in den Apple Store oder zu einem autorisierten Servicepartner, kann man unter Umständen für die Zeit, die es braucht, kompliziertere Schäden zu fixen, ein Leihgerät. Bisher gab Apple zu diesem Zweck ein iPhone 8 aus, nun sollen iPhone XR als Austauschgeräte ausgegeben werden, zunächst nur in den USA und in anderen ausgewählten Regionen.

Weitere Nachrichten:

Cybergangster wollen Amazon-Kunden abzocken

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor einer aktuellen Phishing-Welle gegen Amazon-Kunden. Typischerweise tragen die Phishingmails die Betreffzeile "Aktivität greift auf Informationen zu - Dein Account wurde gesperrt". Danach folgte im Mailtext die altbekannte Leier: Amazon musste angeblich das Konto des Mailempfängers und alle seine ausstehenden Bestellungen sperren. Grund dafür seien dieses Mal Abweichungen in den hinterlegten Rechnungsinformationen.

Der Empfänger müsse deshalb den Rechnungsnamen, die Adresse und die Telefonnummer, auf die die Zahlungskarte registriert sei, prüfen. Möglicherweise sei man ja mittlerweile umgezogen und könne dann das Problem lösen, indem man die neue Adresse angebe.
Für die Prüfung beziehungsweise Aktualisierung der bei Amazon hinterlegten Daten müsse man auf den „Jetzt aktualisieren“-Button in der Mail klicken.

Danach bauen die Cybergangster noch zusätzlichen Zeitdruck auf: Falls Amazon die Überprüfung nicht innerhalb von 24 Stunden abschließen könne, würde es alle ausstehenden Bestellungen stornieren. Der Zugriff auf das Amazonkonto sei erst nach erfolgter Überprüfung über den in der Mail angegebenen Button wieder möglich.

Diese Mail ist wie gehabt Unsinn. Den tatsächlichen Absender erkennen Sie, wenn Sie mit dem Mauszeiger über den Absendernamen gehen. Löschen Sie diese Mail und markieren Sie die Versandadresse als Spam und sperren Sie diese.

Titanic: Größten Lego-Bausatz aller Zeiten mit 9090 Teilen jetzt vorbestellen

Einen absoluten Hammer-Bausatz können Sie ab sofort bei Lego vorbestellen: Das berühmte Passagierschiff Titanic - seinerzeit das größte Passagierschiff der Welt - das bereits bei seiner Jungfernfahrt im April 1912 mit einem Eisberg kollidierte und in den eisigen Fluten des Nordatlantiks versank. Der Luxusliner riss über 1500 Menschen in den Tod. Das Drama wurde mehrmals verfilmt.



Lego liefert seinen Bausatz allerdings ohne Eisberg aus. Das fertige Modell ist 135 Zentimeter lang und 44 Zentimeter hoch sowie 16 Zentimeter breit. Das Schiffsmodell lässt sich in drei Teile auseinander nehmen, so dass man dann ins Innere schauen kann, unter anderem in den Kesselraum und in den Rauchersalon. Das Schiff bietet aber auch von außen viel zum Entdecken, zum Beispiel die Brücke, das Promenadendeck oder das Schwimmbecken. Die Schiffsschrauben sind drehbar, die Kolben der Dampfmaschine bewegen sich. Zum Schiff gibt es Ständer und Namensschild.

Für diesen Spaß müssen Sie aber sage und schreibe 9090 Teile zusammensetzen. Der Titanic-Bausatz ist also noch einmal deutlich größer als der Bausatz des römischen Kolosseum und somit der größte bisher erschienene Bausatz von Lego. Nur die " Lego Art Weltkarte “ umfasst noch mehr Einzelteile, allerdings ist die "Lego Art Weltkarte“ kein 3D-Modell, sondern nur eine flache Karte.

Lego Titanic kostet hier im Online-Shop von Lego 629,99 Euro (Empfohlenes Alter: 18+). Ab dem 1.11. vorbestellbar, Auslieferung ab dem 8.11.

Unsere Einschätzung: Dieser Bausatz ist das perfekte Weihnachtsgeschenk für jeden Freund anspruchsvoller und/oder maritimer Bausätze. Erfahrungsgemäß sind viele spannende Geschenke kurz vor Weihnachten ausverkauft oder haben zumindest lange Lieferzeiten. Wenn Sie also der Meinung sind, dass die Titanic von Lego der richtige Bausatz ist, dann sollten Sie besser nicht zu lange zögern, sondern sofort vorbestellen. Zudem dürfte der Preis für diesen hochwertigen Bausatz in nächster Zeit erst einmal nicht sinken.

Neue Sicherheits-Updates für Chromium-basierte Browser

Am 28. Oktober hat Google mit dem Update auf Chrome 95.0.4638.69 acht Sicherheitslücken gestopft, darunter auch zwei, die bereits für Angriffe ausgenutzt werden. Etliche andere Browser-Hersteller setzen wie Google mit Chrome auf die quelloffene Chromium-Basis. Einige haben recht schnell mit Updates nachgezogen, namentlich Brave, Microsoft und Vivaldi.

Brave hat am 29. Oktober für seinen gleichnamigen Browser ein Update auf die Version 1.31.88 bereitgestellt, die wie Chrome auf Chromium 95.0.4638.69 basiert. Microsoft hat am gleichen Tag Edge 95.0.1020.40 mit (laut Security Update Guide) derselben Chromium-Basis veröffentlicht. Diese Edge-Version meldet jedoch in der Browser-Kennung (User-Agent) „Chrome/95.0.4638.54“. Das ist vermutlich der Eile geschuldet.

Vivaldi hat seinen Browser ebenfalls am 29. Oktober auf Version 4.3.2439.63 aktualisiert. Diese Browser-Version nutzt noch Chromium 94, jedoch die recht neue Version 94.0.4606.114. Die Entwickler haben nach eigenen Angaben Sicherheits-Updates aus dem Chromium-Projekt eingebaut. Das heißt, sie haben, wie schon früher, die Fehlerkorrekturen aus Chromium 95 auf Chromium 94 zurück portiert.

▶Die neuesten Sicherheits-Updates

Die aktuelle Opera -Version 80.0.4170.72 vom 27. Oktober basiert auch noch auf Chromium 94. Allerdings handelt es sich um Chromium 94.0.4606.81, eine deutlich ältere Version, die noch weitere Sicherheitslücken aufweist. Opera ist somit schon mehr als ein Sicherheits-Update im Rückstand.

Am 16. November soll Chrome 96 erscheinen, erst am 4. Januar soll Chrome 97 folgen.

Chromium-basierte Browser in der Übersicht:

Macwelt Marktplatz

2621760