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5.11.21: Memory Leaks bei Macbook M1, Voyage

05.11.2021 | 07:23 Uhr | Peter Müller

Macbook Pro M1 mit Memory Leaks: Was hilft +++ iFixit: Warum Face-ID nach Reparatur nicht mehr geht +++ A4 von 2008 mit Langzeitwirkung +++ Mediensucht bei Kindern durch Pandemie gestiegen +++ Whatsapp bald mit "Ausweispflicht"? Die Antwort +++ Im Angebot: Playmobil James Bond Aston Martin DB5 mit 25 % Rabatt

5. November: Bon Voyage

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Remember, remember, the fifth of november – im Jahr 1605 scheiterte an diesem Tag in London das "Gunpowder Plot" zur Beseitigung des Monarchen. Guy Fawkes und seinen Mitverschwörern wurde kurzer Prozess gemacht und sie einen Kopf kürzer. So viel zur unseligen Geschichte des 5. November.

Eine ganz andere und viel bessere Geschichte kommt heute zu ihrer Kulmination und macht den 5. November erinnernswert: ABBA veröffentlichen nach fast 40 Jahren wieder ein Album mit dem Titel "Voyage". Viele, die in ihrer Jugend große ABBA-Fans waren und womöglich erst über die drei Schwed:innen und die eine Norwegerin zur Pop- und Rock-Musik kamen, mögen traurig darüber sein. Aus guten Gründen ist die Jugend die Jugend, sie nachzuholen oder gar zu wiederholen, wird dabei wenig Vergnügen haben. Was auch die Befürchtung sein mag: Man hat sich ja weiter entwickelt. Nach ABBA kam die Neue Deutsche Welle und plötzlich war klar, dass auf deutsch gesungene Lieder keine öden Schlagerschnulzen sein mussten. Aha, aha, aha. Die zweite Hälfte der Achtziger brachte dann so etwas wie Hairmetal, auch hier sei eine Band aus Schweden exemplarisch genannt: Europe. Haartechnisch in der selben Klasse, aber halt aus L.A. und weit härter die Band mit Slash, Duff und Axl - aus dem Vorort Compton kamen zu der Zeit noch ganz andere Töne.

In den Neunzigern hörten wir Grunge, aber irgendwie auch komischen Elektro, der mit dem italienischen Synthie-Pop der Achtziger wenig gemeinsam hatte. Und immer wieder Stadien-Rock, bei dem Coldplay dann irgendwann U2 ablösten. Die ganze Zeit lief wenigstens im Hintergrund die unsterbliche Musik der Siebziger, Progrock von Pink Floyd, Genesis, Yes. Neue Musikgenres kamen und gingen, in der Zwischenzeit entdeckte man aber immer mehr alte Genres aufs Neue: Funk, Soul, Jazz. Im neuen Jahrtausend spülte eine perfekte Welle deutsches Liedgut wieder in die Ohren, wir sind Revolverhelden, nicht nur unter einem Silbermond im Juli. Metal wurde vielfältiger und düsterer, auch deutscher: Rammstein. Nach einer Pause war dann auch die beste Band der Welt mit neuem Bassisten zurück: Die Ärzte. Unterdessen rollten die Stones weiter, AC/DC machten elf oder zwölf Alben, die genau gleich klangen, Paul McCartney – lebender Beweise, dass Gitarrenbands nie aus der Mode kommen – spielte mit so ziemlich jedem zusammen, der musikalisch etwas zu erzählen hatte.

Und jetzt wollen ABBA wieder alles zurück abwickeln? Gewiss nicht. Auch die Herren Komponisten Ulveaus und Anderson sind nicht nur mit den Damen Sängerinnen Fältskog und Lyngstad älter geworden und haben in vier Jahrzehnten zahlreiche Erfahrungen in zahlreichen Genres gesammelt. "Voyage" klingt nicht so, als ob man ein altes Album von 1983 wieder gefunden hätte, sondern danach, was es ist: ABBA im Jahr 2021. Keine Erfahrung, die man missen möchte, kein Vergleich mit früher, aber eben unverkennbar ABBA.

Sie verzeihen, wir müssen wieder die Kopfhörer aufsetzen und genießen …

Lesetipps für den Freitag

Eine Frage des Speichers: Michael Simon ist einem Problem auf der Spur, das Apple-Silicon-Macs betreffen kann: Memory Leaks. Auf seinem Macbook Pro M1 äußert sich das in Einfrieren, Abstürzen von Apps und Neustarts. Vermutlich könnte der Grund dafür die neue Struktur von Arbeitsspeicher in den SoCs sein, dieser geteilte Speicher steht gleichermaßen den CPU-, GPU- und neuronalen Kernen zur Verfügung. Offenbar hat macOS aber an einige Stellen noch Probleme mit der Verwaltung des Speichers und gibt nicht mehr benötigten Speicher nicht mehr rechtzeitig frei. So kann es sein, dass manchen Apps Unmengen von Speicher für sich beanspruchen, wie man in der Aktivitätsanzeige sieht. Diese lässt Simon nun permanent laufen und beendet Programme und Prozesse, wenn diese zu viel Speicher brauchen, bevor sie weitere Probleme damit verursachen können.

Bei Austausch nichts mehr erkannt: iFixit hat in einem seinem Teardown bestätigt, dass der Austausch des Displays der iPhone 13 deren Face-ID deaktiviert, sofern die Reparatur nicht von einem Apple Store oder einem zertifizierten Service-Provider durchgeführt wurde, der von Apple mit proprietären Tools versorgt wird. Unabhängige Reparteure verlieren somit ihr Geschäftsmodell oder müssten sich für viel Geld ein passendes Mikroskop anschaffen. Der Grund ist ein Micro-Controller, der Telefon und Bildschirm fest aneinander koppelt, bei der Reparatur müssen Seriennummern des Telefons und des Austauschbildschirms in einer von Apple verwalteten Datenbank abgeglichen werden. So behält Apple die Kontrolle über jede Reparatur - oder der Reparateur nimmt einen bedeutenden Funktionsverlust in Kauf.

Langzeitwirkung : Ja, wir wissen es, teils aus eigener Erfahrung: Die M1-Chips Apples sind schnell, verdammt schnell - dabei auch noch recht energieeffizient. Es war also die richtige Entscheidung Apples, 15 Jahre nach dem Intel-Switch erneut die Prozessorplattform zu wechseln. Aber die wesentliche Entscheidung für die ARM-Plattform fiel nicht erst vor Kurzem in Cupertino, sondern in dem Jahr, nachdem Apple den Wechsel vom PowerPC auf Intel erst abgeschlossen hatte. Denn im Jahr 2008 überzeugte der "Vater des iPod" Tony Fadell den Apple-CEO Steve Jobs, beim iPad auf einen eigenen Prozessor zu setzen, den Apple auf Basis des Designs von ARM entwickelte, den A4. Jobs wollte stur auf Intel setzen, erinnert sich Fadell, der aber genau so stur war und sogar mit Kündigung drohte. Das iPad bekam den A4 und nun sei auch der Mac auf diesen Pfad der raschen Innovation eingebogen, auf den schon iPhone, iPad und Apple Watch sind, freut sich Fadell in einem Tweet.

Spitzenplatz : Laut der Marktforscher von IDC steht Apple mit großem Vorsprung an der Spitze des Tablet-Marktes. Im dritten Kalenderquartal 2021 habe Apple demnach 14,7 Millionen iPads ausgeliefert, 4,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Marktanteil ist von 2020 von 30 Prozent auf 34,6 Prozent gestiegen. Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz zwei Samsung (7,5 Millionen Stück, 17,7 Prozent Marktanteil) und auf Platz drei dann Amazon (4,7 Mio., 11,1 %). Lenovo und Huawei komplettieren die Top Five. Insgesamt ist der Markt um 9,4 Prozent geschrumpft, von 46,7 auf 42,3 Millionen Stück.

Eingeschränkt: Apples Service Fitness+ ist seit dieser Woche in 17 Ländern weltweit verfügbar, nachdem der Dienst seit Dezember letzten Jahres auf die USA beschränkt gewesen war. Die Konkurrenz von Peloton hat aber weniger Apples Trainings als Problem ausgemacht, sondern die Ad Tracking Transparency. Diese behindere das Unternehmen daran, außerhalb des Anwenderkreises von Peloton-Fitnessgeräten neue Kunden für das reine Digitalabo zu gewinnen. Peloton hatte mit einem Quartalsumsatz von 805 Millionen US-Dollar die Erwartungen knapp verfehlt und mit einem Minus von 376 Millionen US-Dollar mehr Verlust geschrieben als erwartet.  Die Abonnenten mit Peloton-Hardware sind jedoch um 87 Prozent auf nunmehr 2,49 Millionen angewachsen, insgesamt verzeichnet Peloton 6,2 Millionen Abos. Aber Apples Einschränkungen bezüglich Ad-Tracking würden verhindern, mehr potenzielle Kunden zu erreichen, erklärt Peloton in seiner Bilanzpressekonferenz, kann das aber nicht mit Zahlen untermauern.

Weitere Nachrichten:

Mediensucht bei Kindern durch Pandemie gestiegen

Aufgrund der Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie in diesem und im vergangenen Jahr, hat die Social-Media- und die Computerspielsucht bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung , die das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) im Auftrag der DAK erstellt hat.

Unter den 10- bis 17-Jährigen sei der Studie zufolge bei vier Prozent ein sogenanntes pathologisches Nutzungsverhalten zu erkennen. Die Zahl der an Computerspielsucht erkrankten Kindern und Jugendlichen stieg im Vergleich zu 2019 von 144.000 auf 219.000 im Jahr 2021. Bei Social-Media-Sucht verhalten sich die Zahlen ähnlich. Hier ließ die Studie einen Anstieg von 171.000 im Jahr 2019 auf 246.000 im Jahr 2021 erkennen.

„Der Anstieg der Mediensucht ist vor allem auf die wachsende Zahl pathologischer Nutzer unter den Jungen zurückzuführen,“ erklärt Studienleiter Rainer Thomasius vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Folgen von Mediensucht können unter anderem ein verschobener Tag-Nacht-Rhythmus sowie die Vernachlässigung von Freunden, Familie und anderen Aktivitäten sein. „Da persönliche, familiäre und schulische Ziele in den Hintergrund treten, werden alterstypische Entwicklungsaufgaben nicht angemessen gelöst. Ein Stillstand in der psychosozialen Reifung ist die Folge“ , so Thomasius.

Whatsapp bald mit "Ausweispflicht"? Die Antwort

Seit geraumer Zeit wird im Netz des Öfteren berichtet, dass es für Whatsapp bald eine Ausweispflicht geben wird - doch stimmen diese Berichte? Die Seite Mimikama ist den Gerüchten auf den Grund gegangen.

Die Kurzantwort von Mimikama: Nein! Es berichteten mehrere Seiten, dass es bald eine angebliche Ausweispflicht zur Nutzung von Whatsapp geben solle. Nutzer müssten ihren eingescannten oder abfotografierten Ausweis an Whatsapp übermitteln.

Die Gerüchte zur Übermittlung von Ausweisdaten an den Messenger-Dienst halten sich dabei tatsächlich schon eine ganze Weile. Im Zusammenhang wird dabei die Funktion "Whatsapp Pay" genannt. Diese existiert allerdings nur in Indien und Brasilien - teilweise wurden diese sogar direkt wieder gestoppt. Hier wurden allerdings ebenfalls keinerlei Dokumente vom Nutzer verlangt, vielmehr sind die Telefonnummern der Nutzer mit den Banken verknüpft.

Auch berichtete die Seite XDA Developers, dass sie in einer Beta-Version des Messengers entsprechende Zeilen gefunden habe, die auf eine Übermittlung von Dokumenten zur Identitätsüberprüfung hinweisen, so sollen Zahlungen per Whatsapp weiterhin genutzt werden können. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, warum diese in der Beta-Version von Whatsapp zu finden sind, Mimikama schreibt:

  • Möglichkeit 1: WhatsApp Pay soll in anderen Ländern eingeführt werden, in denen es eine gesetzliche Anforderung ist, eine solche Identitätsprüfung durchzuführen

  • Möglichkeit 2: Die Identitätsprüfung könnte auf Nutzer beschränkt sein, die Zahlungen für ihre Unternehmen mit WhatsApp Pay durchführen

  • Möglichkeit 3: WhatsApp arbeitet an einer Wallet-Funktion (also einem virtuellen Geldbeutel), für den Identifikationsdokumente vorgelegt werden müssen, wie beispielsweise bei PayTM

Solange die Funktion bei uns noch nicht verfügbar ist, würde eine "Ausweispflicht" in Deutschland gar keinen Sinn ergeben. Es gibt noch nicht einmal Hinweise, dass die Pay-Funktion hierzulande eingeführt werden soll.

Im Angebot: Playmobil James Bond Aston Martin DB5 mit 25 % Rabatt

Playmobil setzt seine Marketingstrategie fort, berühmte Fahrzeuge in seinem Spielkosmos einzuführen. Nach Volkswagen T1 Camper und Käfer und Raumschiff Enterprise bringt das Zirndorfer Unternehmen jetzt das James-Bond-Auto schlechthin: Den Aston Martin DB5. Der Agent mit der Lizenz zum Töten ist damit unter anderem in den Klassikern „Goldfinger“ und „Feuerball“ unterwegs.

James Bond Aston Martin DB5 jetzt für 59,99 statt 79,99 Euro kaufen

Das Original wird von einem Sechszylindermotor mit rund 4 Liter Hubraum und 286 PS angetrieben. In den Filmen ist der Aston Martin DB5 silberfarben lackiert - dementsprechend ist auch das Playmobil-Auto silberfarben. Und natürlich ist das auch die Playmobil-Interpretation ein Rechtslenker.

Das Playmobilmodell besitzt die prägnanten Rundscheinwerfer und den auffälligen Kühlergrill des Originals. Hersteller Playmobil betont die Chrom-Optik bei den Stoßstangen und den Seitenspiegel, die das Herz des Betrachters erfreuen sollen. Doch das Auto kommt nicht allein: James Bond, Auric Goldfinger und Oddjob sowie ein weitere „Handlanger“ von Goldfinger liegen bei - also als Playmobilfiguren.

Der Aston Martin DB5, den James Bond in dem Film fährt, wurde von "Q" natürlich an die besonderen Bedürfnisse eines 007-Agenten angepasst. Beispielsweise mit dem Schleudersitz, der durch Herunterdrücken der Auspuffrohre ausgelöst wird. Weitere „Zusatzausstattung Agent“ sind die Dreifach-Wechselkennzeichen, das ausfahrbare, kugelsichere Panzerschott hinter der Heckscheibe sowie die ausziehbaren Rammhörner an den Stoßstangen.

Playmobil bringt den Aston Martin DB5 mit James Bond, Auric Goldfinger, Oddjob und Handlager sowie diversen Kleinteilen ab 15. Oktober 2021 unter der Artikelnummer 70578 in den Verkauf. Auf Amazon bietet Playmobil das Auto heute für 59,99 statt für 79,99 Euro an.

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