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Dienstag, 1. März

01.03.2011 | 00:00 Uhr

Sicherheitsforscher erhalten Lion-Preview +++ Gameloft lizenziert Unreal-Engine für iOS-Spiele +++ Analyst: iPad nagt am Notebook-Markt +++ Safari schnellster mobiler Browser +++ Intel: Z68 bringt voraussichtlich SSD-Caching auf den Mac +++ Firefox 4.0 Beta 12 steht zum Testen bereit +++ Briten spekulieren über Zukunft von Jonathan Ive +++ App-Test: Tiny Wings - Nur Fliegen ist schöner +++ Schnelles Beschneiden mit Vorschau +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin - Rauhreif
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Sicherheitsforscher erhalten Lion-Preview

Erstmals hat Apple die Developer Preview seines kommenden Betriebssystems an die Mitglieder der Apple Develooper Connection (ADC) verschickt, sondern auch prominente Sicherheitsexperten um einen Blick auf die Vorabversion gebeten. Wie Dino Dai Zovi und Charlie Miller, Autoren des Buches The Mac Hacker’s Handbook, vermelden, hätten beide den Download von Mac-OS X 10.7 Lion mit der Bitte erhalten, ihre Erkenntnisse über Systemfehler und Sicherheitsprobleme an Apple zu melden. Damit verbunden ist jedoch ein Non Disclosure Agreement (NDA), das Miller, Dai Zovi und anderen verbietet, in der Öffentlichkeit ihre Erkenntnisse zu diskutieren. Miller hatte zuletzt Apples Sicherheitsmaßnahmen kritisiert und Mac-OS X als potentiell unsicherer als Linux und Windows bezeichnet.

Nicht eingeladen hat Apple den Sicherheitsexperten Alexander Sotirov, der sogleich beleidigt twitterte, er zweifle, dass Lion mit Innovationen in Sachen Sicherheit überrasche. Allenfalls sei ASLR zu erwarten, was aber "im Jahr 2011 keine Innovation" sei. ASLR steht für "address space layout randomization" und soll mit einer zufälligen Zuweisung von Daten an den Speicher es Eindringlingen das Auffinden von kritischen Systemprozessen erschweren. Während Microsoft seit 2007 ASLR in Windows einsetze, hat Apple die Technik in Mac-OS X 10.6 Snow Leopard nur teilweise integriert.

Gameloft lizenziert Unreal-Engine für iOS-Spiele

Der französische Spieleentwickler und -publisher Gameloft hat die Unreal-Engine von Epic lizenziert. Noch im Jahr 2011 will Gameloft vier neue darauf aufsetzende Spiele für multiple Plattformen wie iOS, Android und Playstation veröffentlichen, zwei weitere sollen 2012 folgen. Mit der Engine von Unreal verspricht sich Gameloft laut seines Vizepräsidenten für Produktion Julien Fournials Spiele mit "bemerkenswerten visuellen Effekten". Auch Mark Rein, Vizepräsident von Epic, erwartet von der "erstaunliche Spiele" für mobile Plattformen.

Analyst: iPad nagt am Notebook-Markt

Das iPad habe stärkere Auswirkung auf den Verkauf von Notebooks als bisher gedacht, meint der Analyst Mark Moskowitz von JPMorgan. Seiner Ansicht nach hätten 18,9 Prozent der verkauften Tablets im Jahre 2010 ein Notebook verdrängt, 2011 werde die Rate auf 32,1 Prozent klettern und im Jahr darauf auf 35,1 Prozent, berichtet Electronista. Insbesondere das Netbook-Segment werde von Tablets aufgefressen, mit Android 3.0 und dem neuen iPad werde der Trend verstärkt. Der PC-Markt insgesamt werde daher im Jahr 2011 nur sieben Prozent statt der avisierten 9,5 Prozent wachsen, Tablets werden zehn Prozent des gesamten Marktes für Notebooks einnehmen. Das iPad werde sich auch im Jahr 2011 als Marktführer behaupten, sein Quasimonopol aber wegen des zunehmenden Android-Angebotes verlieren. Für 2011 sieht Moskowitz noch einen Anteil von 60,8 Prozent, im Jahr 2012 werde Apple zwar noch Marktführer sein, aber nur noch 44,6 Prozent des Marktes einnehmen.

Safari schnellster mobiler Browser

Laut der Firma Gomez ist Apples Browser Mobile Safari, der seinen Einsatz in iPad, iPhone und iPod Touch findet, der schnellste unter den Browsern für Mobilgeräte. Laut der Testergebnisse der Compuware-Tochter lädt das iPad die für den Benchmark herangezogenen Websites am schnellsten, in nur 8,4 Sekunden im Durchschnitt. Das iPhone platziert sich mit 19,7 Sekunden dahinter, es folgen der Browser der Android-Plattform mit 36,5 Sekunden und der Blackberry-Browser mit 61 Sekunden, berichten unsere Kollegen von Macworld UK. Gomez gibt auch an, wie lange ein Browser benötigt, um die auf dem Startbildschirm sichtbaren Elemente zu laden, hier leigt das iPad mit 6,6 Sekunden vorn, es folgen iPHone (15,7 Sekunden), Android (28,2 Sekunden) und Blackberry (43,8 Sekunden). Geschwindigkeitsmessungen für Browser sind nur schwer zu reproduzieren, die gemessenen Zeiten hängen zu stark von den verwendeten Geräten, der Netzperformance am Messpunkt und der Serverlast ab. Gomez bedient sich daher statistischer Methoden, in die Daten gehen 282 Millionen Seitenaufrufe von über 200 populären Websites ein. Die Daten ermittelt Gomez dabei von Rechnern in Unternehmen, die Gomez’ Dienstleistungen zum Performance-Monitoring nutzen. So kann die gleiche Statistik auch Aussagen über Browser auf Desktop-Computern treffen, Apples Safari 4 erweist sich mit durchschnittlich 2,555 Sekunden vor Safari 5 mit 2,834 Sekunden und dem Internet Explorer 9 mit 4,063 Sekunden als der Schnellste.

Intel: Z68 bringt voraussichtlich SSD-Caching auf den Mac

Intel produziert nun die Z68-Chipsätze für Sandy-Bridge-Prozessoren, die unter anderem in den neuen Macbooks Pro im Einsatz sind. Im Gegensatz zu diesen könnten Mac-Desktops durch die Z68-Chipsätze demnächst von den schnellen Boot-Ladezeiten der SSD-Technologie profitieren. Der Z68-Chipsatz wird Intels Schnellspeicher-Technologie des SSD-Caching unterstützen und damit für sehr viel schnellere Ladezeiten des Betriebssystems sorgen können als mit herkömmlichen Festplatten oder auch per RAM-Cache. Auch die Ladezeiten innerhalb des laufenden Betriebssystems würden dadurch spürbar verkürzt. Dies erreicht der Chipsatz mit der SSD dadurch, dass die am häufigsten benötigten Daten automatisch auf einer Solid State Disk für den raschen Zugriff gelagert und so sehr schnell auf die Festplatte geladen werden können, wobei der Nutzer von diesen "Sprüngen" zwischen zwei Laufwerken nichts bemerken soll. Weitere Vorteile des neuen Chipsatzes sind unter anderem Optionen fürs das Übertakten von RAM und Prozessor, woran vor allem High-End-Gamer Interesse haben. Mit dem neuen Z68-Chipsatz wird für den Mai gerechnet - zu spät für die gerade bekannt gegebenen erneuerten Macbooks Pro, aber voraussichtlich Bestandteil künftiger Mac (Pro)-Generationen.

Info: Electronista

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