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Dienstag, 11. Oktober

11.10.2011 | 00:00 Uhr

Analysten: Nachfrage nach iPhone 4S straft Kritiker Lügen +++ Spekulationen um TV-Gerät von Apple +++ Seesaw: Amazon gliedert Kindle Fire in eigene Firma aus +++ T-Mobile will Galaaxy Tab in den USA verkaufen +++ Apple: Patentantrag auf In-App-Käufe +++ Apple beschäftigt angeblich fünf Prozent der Mitarbeiter im Bereich Mobil-CPU +++ Facebook-App für das iPad +++ Trauma: Surreales Abenteuerspiel +++ Mit iPad & Co. in der Küche +++ Google Deutschland feiert 10. Geburtstag +++ Tipp: Lion erneut aus dem App Store laden +++ Test: Radio-App mit Aufnahmefunktion +++ AAPL legt kräftig zu

Morgenmagazin: Herbstlaub
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Analysten: Nachfrage nach iPhone 4S straft Kritiker Lügen

Apple meldet mehr als eine Million Vorbestellungen für das iPhone 4S in den ersten 24 Stunden, die Provider kommen mit der Abarbeitung der Kundenwünsche kaum nach: Das iPhone 4S hat eingeschlagen. Und straft damit Kritiker Lügen, die das neue Apple-Smartphone nur für ein lauwarmes Upgrade gehalten hatten. "Erstaunlich", hält der Analyst von Technology Business Research Ezra Gottheil die Nachfrage: "Das zeigt, das iPhone 4S ist nicht notwendigerweise für die Freunde von Spitzentechnik. Apple ist sehr zum Mainstream geworden."

Dieser hat das iPhone 4S aber mehrheitlich abgekanzelt, wie Visible Technolog, eine Firma zur Auswertung von sozialen Netzen, herausgefunden hat. In der letzten Woche seien demnach 69 Prozent aller Kommentare zum iPhone 4S negativ gewesen. Die Enttäuschten hatten einen größeren Bildschirm und die Integration von LTE erwartet - und dabei weniger die hohe Auflösung des "Retina-Displays" beachtet und auch nicht die Tatsache, dass die LTE-Netze noch im Aufbau sind. Ezra Gottheil hält die Erwartungen denn auch für überzogen: "Das ist ein großes Upgrade, wenn die Leute nicht gerade erwarten, dass ein Kaninchen aus dem Hut gezogen wird." Die Enttäuschten seien diejenigen gewesen, die fest mit einer unerwarteten Überraschung gerechnet hatten - also ein wenig paradox in ihrer Haltung.

Brian White von Ticonderoga Securities stimmt dem zu. Während das iPhone 4s eine gedämpfte Reaktion von Analysten und Technik-Bloggern erhalten habe, sei es aber der Kunde, der das letzte Wort habe: "Sie haben sich mit nachhallendem Enthusiasmus für das iPhone 4S entschieden."

Gottheil zeigt sich von der starken Zunahme der Vorbestellungen - das iPhone 4 konnte Apple nach einem tag nur 600.000 Interessierten versprechen - wenig überrascht. Das iPhone 4S werde nun mehr potentiellen Kunden angeboten, auch habe der verlängerte Produktzyklus für einen Nachfragestau gesorgt.

Laut White werde der Kundenkreis sogar noch weiter wachsen, der Analyst rechnet damit, dass Apple das iPhone 4S ab Dezember auch in China anbiete werde.

Spekulationen um TV-Gerät von Apple

"Wie geht es mit Apple weiter?" lautet die Frage, die Kunden des Unternehmens und Marktbeobachter nach dem Tod von Steve Jobs umtreibt. Das "nächste große Ding" soll laut eWeek ein TV-Gerät von Apple sein, welches das mäßig erfolgreiche Apple-TV irgendwann im nächsten Jahr ablösen soll. Spekulationen um ein derartiges Gerät kursieren jedoch schon seit gut fünf Jahren. Mit iCloud, das am 12. Oktober öffentlich in Betrieb geht, könnte das Apple TV jedoch eine neue Basis bekommen, spekuliert eWeek. Herzstück soll der Apple-Browser Safari sein, der Inhalte über iCloud mit anderen Geräten des Apple-Haushaltes wie iPhone, iPad oder Mac synchronisiert und weiteren Content per Streaming auf den Fernseher holt. Da iOS auf dem Gerät laufe, stünden rund 425.000 Apps bereit. Wie man den Fernseher aber per Touch von Sofa oder Sessel bedienen soll, bleibt in dem Konzept offen, iPhone, iPod Touch oder iPad wären jedoch als Mittler denkbar. Im Juni hatte der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster in einer Einschätzung für Investoren davon geschrieben, im Kalenderjahr 2012 werde Apple einen derartigen Apparat auf den Markt bringen.

Skeptisch zeigt sich jedoch der Analyst Rob Enderle gegenüber eWeek. Der TV-Markt sei ein gesättigtes Segment, von HP und Panasonic preisaggressiv dominiert und nur mit geringen Margen behaftet. Wenn Apple nun aber den Fernseher völlig neu erfinde, wäre das eine andere Sache. Dies traut Enderle dem Jobs-Nachfolger Tim Cook aber nicht zu: "Apple müsste es weit genug weg von herkömmlichen TV-Geräten positionieren, um eine hohe Marge zu erzielen. Jobs wäre dazu in der Lage gewesen, Cook ist als Problemlöser aber in keiner Weise auf diesem Niveau. Aber wir werden sehen, in den letzten Jahren haben sie noch keinen gesättigten Markt aufgemsicht."

Seesaw: Amazon gliedert Kindle Fire in eigene Firma aus

Amazon will anscheinend sein Kindle Fire und zukünftige Tablets in eine eigene Tochterfirma ausgliedern, berichtet Electronista. Fünf Markenanträge für das Kindle Fire und den Browser Silke habe demnach Amazon beim US-Patent- und Markenamt für die neu gegründete Seesaw LLLC eingereicht, die ihren offiziellen Firmensitz im US-Bundesstaat Delaware unterhält. Die Ausgliederung hätte für Amazon einige Vorteile, so könne man die Investitionen in den neuen Geschäftsbereich besser kalkulieren und etwaige Patentstreitigkeiten würden das Hauptgeschäft von Amazon weniger beeinträchtigen. Die Produktion seiner E-Book-Reader Kindle inklusive des Kindle Touch hat Amazon in das Unternehmen Lab126 aus ähnlichen Gründen ausgegliedert. Konkrete könnte Seesaw LLC Gefahr von Microsoft drohen, das Lizenzen für Android einfordern könnte, ebenso von Apple, dass womöglich Patente und Geschmacksmuster verletzt sieht.

T-Mobile will Galaaxy Tab in den USA verkaufen

T-Mobile USA ist der letzte der größeren Provider in den Vereinigten Staaten, der das iPhone nicht in seinem Angebot hat. Rücksicht auf Apple muss der von AT&T umworbene Mobilfunkcarrier also nicht nehmen und so kündigt T-Mobile an, das von umstrittene Galaxy Tab 10.1 von Samsung verkaufen zu wollen. T-Mobile nennt jedoch weder einen Starttermin noch einen Preis, zusammen mit de T-Mobile Springboard with Google, einem 7-Zoll-Tablet, soll das Galaxy Tab jedoch "rechtzeitig vor den Weihnachtsferien" in die Läden kommen. Dies könnte jedoch ein Gericht verhindern, wie in Europa und Australien will Apple auch in den USA den Verkauf des Galaxy Tab 10.1 wegen Verletzung von Geschmacksmustern verbieten lassen. Die Anhörung soll noch in dieser Woche stattfinden.

Apple: Patentantrag auf In-App-Käufe

In dem Patentantrag, der von Apple bereits im April des vergangenen Jahres eingereicht wurde, beschreibt das Unternehmen aus Cupertino genau, auf welche Weise das "In Application Purchasing" vonstatten geht.

Demnach stellt es sich für den Nutzer so dar, als würde er die Applikation, innerhalb derer er einen Kauf tätigen möchte, gar nicht verlässt, obwohl die Quelle des Produktes sich in Wirklichkeit außerhalb der App befindet. Im Folgenden werden weitere Details und Varianten eines In-App-Kaufs beschrieben, darunter auch der mögliche Fall von HTML5-Web-Apps, Werbung oder Bilder und anderes. Analysten sind sich sicher, dass ein solches Patent nicht nur ähnliche Verfahren von Microsoft, Google oder RIM in Schwierigkeiten bringen könnte. Sondern ganz besonders Lodsys, das Anspruch auf mehrere Patente beim Nachkauf von Inhalten beansprucht und dafür entsprechend Lizenzgebühren kassieren will.

Info: Electronista

Apple beschäftigt angeblich fünf Prozent der Mitarbeiter im Bereich Mobil-CPU

Die Entwicklung eigener Prozessoren für Mobilgeräte und der fortschreitende Umstieg auf SSDs machen laut einem Bericht von Electronista für Apple die Zukunft aus. Das Magazin beruft sich dabei auf ungenannte Quellen.

1000 von insgesamt 20000 Apple-Mitarbeitern, Verkaufspersonal nicht mitgezählt, arbeiten demnach an Mobilprozessoren. Dies habe jene ungenannte Quelle, selbst ein früherer Unternehmenschef, angeblich kurz nach dessen offiziellem Rücktritt bei Apple von Steve Jobs selbst erfahren: "1000 Ingenieure arbeiten an Chips", soll der verstorbene Computerpionier gesagt haben . Die Mobil-Technologie solle so stark wie möglich ausgebaut werden. Dazu gehöre auch ein großflächiger Umstieg auf Flash-basierte Speichertechnologie wie SSD. Dies sei der Schlüssel zu Apples Hauptstrategie in der Zukunft. Die iOS-Geräte und das Macbook Air, die bereits SSD-Technologie nutzen, seien in dieser Hinsicht zukunftsweisend. Strom sparend und immer kleiner ist demnach wichtiger als die äußere Form. Apple ist bereits seit 2008 dabei, eigene Prozessortechnologien mit dem Schwerpunkt auf mobilen Chips zu entwickeln.

Info: Electronista

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