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Dienstag, 12. Mai

12.05.2009 | 00:00 Uhr

Laptop-Nutzer verklagen Nvidia gemeinsam +++ Psystar muss Geschäftsdokumente nachliefern +++ Neuer Netzwerk-Storage von LaCie +++ FTC will Netzneutralität unterstützen +++ iPhoto Library Manager 3.5 kennt Gesichter und Orte +++ SAP übernimmt US-Konkurrenten Clear Standards +++ Ganzes Bundesgesetzblatt jetzt im Internet +++ Vodafone plant Sondertarife für Skype-Nutzer +++ AAPL leicht im Plus

Morgenmagazin: Hummel
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Laptop-Nutzer verklagen Nvidia gemeinsam

Besitzer von Laptops der Hersteller Apple, Dell und HP haben ihre Klagen gegen den Grafikchiphersteller Nvidia zusammengelegt und versuchen, vor Gericht in San Francisco den Sammelklagenstatus zu erreichen. Nvidia soll gerichtlich gezwungen werden, angeblich defekte Grafikchips in Laptops der Hersteller auszutauschen. Einer Sammelklage könnten sich Millionen von Laptop-Besitzern anschließen, berichten unsere Kollegen der Computerworld. Nvidia hat Probleme mit Grafikchips im Juli 2008 eingeräumt und zugegeben, dass eine "signifikante Anzahl" von Notebooks mit Nvidia-Grafik fehlerhaft sein könnte. Laut Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC würde Nvidia der Austausch der defekten CPUs 196 Millionen US-Dollar kosten.

Apple hatte im Oktober bekannt gegeben, dass trotz gegenteiliger Versicherung Nvidias auch einige Macbooks von den Problemen betroffen sein könnten, wie der Mac-Hersteller in einer internen Untersuchung festgestellt habe. Einer der Kläger hat ein derartiges Macbook Pro im US-Bundesstaat Louisiana erworben. Apple sagt die Reparatur von betroffenen Macbooks Pro innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf zu, egal, ob die Garantie noch besteht oder nicht. Dell und HP versuchten dem Problem zunächst mit einem Firmware-Update beizukommen, das mit höheren Lüftergeschwindigkeiten Ausfällen vorbeugen will. Mittlerweile reparieren die beiden Hersteller die defekten Laptops ebenfalls kostenlos.

In der Klage fordern die Kläger jedoch, alles andere als ein Austausch der defekten Grafikchips wäre unzureichend. Die Reparaturmaßnahmen würden im Gegenteil die Leistung der Rechner weiter verschlechtern, etwa indem sie eine größere Lärmentwicklung und kürzere Batterielaufzeiten in Kauf nähmen.

Psystar muss Geschäftsdokumente nachliefern

Der von Apple verklagte Hersteller des Mac-Clones Open Computer Psystar muss bis zum 18. Mai eine Reihe von Geschäftsdokumenten nachliefern. Apple hatte vor Gericht den Mangel von Geschäftsdokumenten beklagt, Psystar hatte argumentiert, dass in seinem Geschäft die als fehlend reklamierten Dokumente nicht erstellt worden seien. Das Gericht konnte die angeklagte Firma mit diesem Argument nicht überzeugen, innerhalb von einer Woche muss Psystar genaue Angaben zu Verkäufen, Umsätzen und Kosten machen. Der in Miami ansässige Hersteller hat sich bislang darauf berufen, für eine detaillierte Buchhaltung keine personellen und finanziellen Ressourcen zu haben. Der Prozess dauert an, ein Urteil ist für den November erwartet.

Neuer Netzwerk-Storage von LaCie

LaCie hat zwei neue NAS (Network Attached Storage) -Systeme vorgestellt. Die beiden Geräte 2big Network und 5big Network kosten 320 respektive 800 US-Dollar. Das 5big Network bietet fünf Laufwerksschächte, die im Betrieb bestückt oder ausgetauscht werden können (hot swapable), die Konfigurationen reichen bis zu 10 TB Speicherkapazität, sieben unterschiedliche RAID-Modi sind einstellbar. Mit der Außenwelt unterhält sich das NAS über eine Gigabit-Ethernet-Verbindung, die Technologien UPnP-AV und DLNA unterstützt das Gerät ebenso. Als iTunes Server einsetzbar, streamt das 5big Network auch Audio und Video, auch an Spielkonsolen und kompatible Handys.

Mit zwei Einschüben ist das 2big Network ausgestattet, 4 TB fasst das Raid maximal. Konpatibe mit Leopards Time Machine, kommt das NAS zudem mit einer Lizenz von Integos Backup Manager, für Windows-Anwender kann das NAS mit dem Active Directory Support (ADS) umgehen. Wie die größere Version kommt das 2big Network mit Gigabit-Anschluss und ist kompatibel zu UP nP und DLNA.

FTC will Netzneutralität unterstützen

Der Vorsitzende der US-Handelskommission FTC (Fair Trade Commisson) hat gegenüber dem ID- Newsservice erneut betont, die Organisation sei der Netzneutralität verpflichtet und werde gegen jeden Carrier vorgehen, der diese verletze und seine Versprechungen Kunden gegenüber nicht einhalte. Breitband-Netzanbeiter müssen ihre Kunden über Download-Geschwindigkeiten informieren und über ihre Techniken zum Netzwerkmanagement, erklärte FTC-Chef Jon Leibowitz. Sofern ein Provider Inhalte eines Konkurrenten blockiere, werde die FTC wegen der entstehenden Kartellprobleme sofort auf den Plan treten, versprach Leibowitz. Höhere Preise für schnellere Leitungen hält Leibowitz jedoch für legitim, solange Transparenz bei den Preisen bestünde.

Die Überwachung der Netzneutralität hält Leibowitz für eine Frage des Verbraucherschutzes, staatliche Marktregulierungen hält er für überflüssig. Der Breitbandmarkt sei aufgrund der vielen Anbieter im höchsten Maße dereguliert.

iPhoto Library Manager 3.5 kennt Gesichter und Orte

Der Utility-Spezialist Fat Cat Software hat für sein Tool iPhoto Library Manager das Update auf Version 3.5 bereitgestellt. Die Software ist in der Lage, in iPhoto mehrere Bibliotheken auf einem Mac zu verwalten und Alben zwischen den Bibliotheken auszutauschen. In der neuesten Version ist die Software an iPhoto ’09 angepasst und kann nun auch mit den neuen Funktionen Gesichter und Orte umgehen. Das Update ist kostenlos für registrierte Anwender, iPhoto Library Manager kostet 20 US-Dollar.

SAP übernimmt US-Konkurrenten Clear Standards

Europas größter Softwarekonzern SAP will den US- Softwareanbieter Clear Standards übernehmen. Der deutlich kleinere Konkurrent mit Niederlassungen in Stirling (USA) und in Indien ist auf Software für das Management von CO2-Emissionen spezialisiert, wie SAP am Montag in Walldorf mitteilte. Diese Software wolle SAP künftig seinen Unternehmenskunden anbieten und weiterentwickeln. Ein SAP- Sprecher wollte zum Kaufpreis keine Angaben machen. Auch zu Mitarbeiterzahl sowie Umsatz und Gewinn von Clear Standards gab es keine Informationen. Erst Ende April hatten die Walldorfer angekündigt, den französischen Software-Entwickler Highdeal zu übernehmen. Das kleine Unternehmen ist ein Spezialist für Programme für Abrechnungen, Preise und Rating in der Telekommunikationsbranche. (dpa)

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