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Dienstag, 13. April

13.04.2010 | 00:00 Uhr

Google soll an Android-Tablet arbeiten +++ EMG weitete Patentklage gegen Apple auf iPad aus +++ Google verbessert Google Docs +++ Opera Mini im App Store +++ Test: Yahoo-Mail-Nutzer bekommen am wenigsten Spam +++ Palm stellt sich selbst zum Verkauf +++ Mit dem WePad aus Berlin gegen Apples Übermacht +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin: Phlox
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Google soll an Android-Tablet arbeiten

Wie die New York Times in ihrer Sonntagsausgabe berichtet hat, arbeitet Google angeblich an einem iPad-Konkurrenten. Der Tablet-Computer soll auf das mobile Betriebssystem Android laufen, das bereits Grundlage einiger iPhone-Konkurrenten wie dem Google-Handy Nexus One oder dem Motorola Milestone ist. Details will die Zeitung nur wenige erfahren haben, so sind die Features des iPad-Konkurrenten ebenso unbekannt wie der Hersteller der Hardware - das Nexus One etwa lĂ€sst Google von HTC fertigen. Google lotet nach dem Bericht derzeit die Möglichkeiten eines Tablets aus, das als "Ereader, der wie eine Computer funktioniert" beschrieben wird. Google-CEO Eric Schmidt selbst soll die PlĂ€ne dazu auf einer Party in Los Angeles verraten haben, auch davon unabhĂ€ngige Quellen hĂ€tten der Zeitung die PlĂ€ne bestĂ€tigt. Vor allem die Zusammenarbeit mit Verlegern sei schon einen Schritt weiter, einige wenige wĂŒrden mit Google zusammen am elektronischen Vertrieb von BĂŒchern, Zeitschriften und andere Inhalten fĂŒr das Google-Table arbeiten.

EMG weitete Patentklage gegen Apple auf iPad aus

Auch das iPad verletze Patente des Unternehmens EMG Technology, meinen dessen AnwĂ€lte und versuchen, die im November 2008 gegen Apple eingereichte Patentklage auf das iPad zu erweitern. EMG hĂ€lt das US-Patent 7,441,196, das Methoden und Apparate beschreibt, die es ermöglichen, einen "Bereich auf einem Bildschirm eines drahtlosen GerĂ€tes zum Betrachten, Zoomen und Scrollen von Internet-Inhalten zu manipulieren." Apple hatte eine Gegenklage gegen EMG eingereicht. Elliot Gottfurcht, der mit zwei anderen Ingenieuren das Patent fĂŒr EMG hĂ€lt, wendet Steve Jobs eigene Worte gegen den Apple-CEO: Jobs habe HTC persönlich darauf hingewiesen, dass Wettbewerber ihre eigenen Technologien entwickeln sollten, anstatt die von Apple zu stehlen. Der Prozess EMG vs. Apple wird nicht vor September 2011 verhandelt.

Google verbessert Google Docs

Google hat seinen Online-Service Googel Docs weiter verbessert. Seit Montag können Anwender auch gleichzeitig an Textdokumenten arbeiten. Google hat dabei wohl der Kauf des Herstellers App Jet vor einigen Monaten geholfen, dessen Software Ether Pad Ă€hnliche FunktionalitĂ€ten mitbrachte. Der ĂŒberarbeitete Text-Editor von Google Docs bietet laut Google nun auch zuverlĂ€ssigeren Import von Fremdformaten wie Word-Dokumenten, Tab-Stops, ein Lineal zum justieren von RĂ€ndern und ein verbessertes Handling von eingebetteten Grafiken. Kommentare und Notizen lassen sich nun an jeder Stelle eines Dokumentes anhĂ€ngen.

Die Tabellenkalkulation bringt nun eine neue Formel-Leiste und automatisches AusfĂŒllen, Spalten lassen sich per Drag-and-drop neu arrangieren. Dank verbesserter JavaScript-FunktionalitĂ€ten moderner Browser sei die Tabellenkalkulation nun schneller als je zuvor.

Opera Mini im App Store

Dem norwegischen Browser-Hersteller Opera ist es tatsĂ€chlich gelungen, seinen alternativen iPhone-Browser Opera Mini in den App Store zu bringen. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, hat Apple den Browser fĂŒr iPhone, iPod Touch und iPad freigegeben, die App ist kostenlos. Branchenkenner waren skeptisch, als Opera im Februar den Browser angekĂŒndigt hatte, Apple weist gerne Apps zurĂŒck, die vorhandene eigene iPhone-Programme in deren Funktion duplizieren. Opera Mini unterscheidet sich jedoch von Safari und auf dessen Engine aufbauenden Browsern, indem das Programm die Infrastruktur des Herstellers nutzt, um serverseitig Internetseiten zu rendern und an das iPhone anzupassen. Der Client auf dem iPhone ist damit mit diesen Aufgaben nicht beschĂ€ftigt und kann die Seiten so schneller anzeigen.

Test: Yahoo-Mail-Nutzer bekommen am wenigsten Spam

Yahoos E-Mail-Dienst ist laut einem neuen Test unter den kostenlosen derjenige mit dem niedrigsten Spam- Aufkommen. Dicht dahinter rangieren die Angebote von Microsoft und Google, teilt das Fraunhofer-Institut fĂŒr Sichere Informationstechnologie (SIT) mit. Experten der Einrichtung hatten im Lauf dieses Februars die fĂŒnf hierzulande beliebtesten Gratis-Dienste analysiert. DafĂŒr hatten sechs Tester jeweils bei allen Anbietern ein Konto eingerichtet.

Das Resultat in KĂŒrze: Nutzer des Dienstes von Yahoo erhielten im Untersuchungszeitraum gerade acht unverlangte Werbebotschaften. Bei Hotmail - dem Angebot von Microsoft - waren es 13, bei Google Mail 18. Dagegen waren es bei Web.de immerhin 57 und bei GMX stolze 116. Werbe-Mails der Anbieter selbst sind mit eingerechnet. Zieht man sie ab, Ă€ndert sich an Reihenfolge und Tendenz allerdings nichts. (dpa)

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