1462135

Dienstag, 13. Januar

13.01.2009 | 00:00 Uhr

Studie: Apple bis 2013 Smartphone-Marktführer +++ Studie wirft Google hohen CO2-Verbrauch vor +++ Bluray-Inhalte verdreifacht +++ Touchscreen-Version des 24-Zoll-Cinema-Displays +++ Backup-Software Retrospect 8 in Public Beta +++ Dell zahlt 3,85 Millionen US-Dollar in Vergleich mit US-Bundesstaaten +++ Margen zu niedrig: AMD will keine Chips für Netbooks anbieten +++ Einfluss von Mobilfunk auf Wohlbefinden bei Kindern getestet +++ CES registriert deutlichen Besucherschwund +++ AAPL fällt unter 90 US-Dollar

Morgenmagazin - Rauhreif
Vergrößern Morgenmagazin - Rauhreif

Studie: Apple bis 2013 Smartphone-Marktführer

Apple werde bis 2013 einen Marktanteil von 40 Prozent bei Smartphones erreichen und Nokia von der Spitze verdrängen, kommt einen Studie der britischen Marktforscher von Generator Research zum Schluss. "Unsere Analyse zeigt, dass iPhone und App Store eine vertikale Plattform bilden, die fortgeschrittene mobile Services anbietet und sich ähnlich wie Apples Musikplattform mit iPod und iTunes entwickeln werde," erklärt der oberste Marktforscher von Generator Research Andrew Sheehy in seinem Bericht. Die neue oberste Regel besage, dass man im Smartphonemarkt eine voll integrierte Plattform mit zahlreichen Programmier-Schnittstellen für Dritthersteller zu bieten habe. Apple habe derzeit die beste derartige Plattform und eine vielversprechende Roadmap.

Studie wirft Google hohen CO2-Verbrauch vor

Zwei Anfragen bei Google würden genau so viel Kohlenstoffdioxid (CO2) produzieren, wie es benötigt, um das Teeewasser zum Kochen zu bringen, behaupten Forscher der Harvard-Universität. In ihrer in der britischen Sundys Times zuerst veröffentlichten und von Professor Alex Wissner-Gross verantworteten Studie setzen die Wissenschaftler den CO2-Fußabdruck einer typischen Google-Suche mit sieben Gramm an. Allein das Betrachten einer Internetseite würde 0,002 Gramm CO2 pro Sekunde verbrauchen, Seiten mit komplexen Videos würden bis zu 0,2 Gramm pro Sekunde freisetzen.

Google hat keine 24 Stunden später reagiert und in seinem Unternehmensblog die zahlen als "zu hoch angesetzt" kritisiert. Man habe die Rechenzentren mit der weltweit höchsten Energieeffizienz in Betrieb und könne daher andere Vergleichszahlen nennen. Der Ausstoß von CO2 für einen Kilometer Autofahrt würde etwa dem von 1000 Suchanfragen bei Google entsprechen.

Bluray-Inhalte verdreifacht

Im Jahr 2008 musste die Unterhaltungsindustrie deutliche Rückgänge bilanzieren, eine Sparte boomt jedoch: Bluray. Wie die Digital Entertainment Group (DEG) auf der CES vorstellte, nahm in den USA der Bluray-Markt für Kauf- und Leih-Discs im Jahr 2008 ein Gesamtvolumen von 750 Millionen US-Dollar ein, ein Jahr zuvor waren es nur 270 Millionen US-Dollar gewesen. Der Markt für Filme aus der Videothek war insgesamt rückläufig, der Umsatz mit 22,4 Milliarden US-Dollar um fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Bluray nimmt bisher gerade einmal drei Prozent des Kuchens ein, dem Standard zugute gekommen ist dabei das im Februar 2008 beschlossene Ende der Konkurrenz HD-DVD. Software auf Bluray kam 2008 auf 63 Millionen Discs zur Auslieferung (2007: 18 Millionen, 2006: 1 Million), Player haben sich inklusive der Playstation 3 zehn Millionen Stück verkauft, davon allein im vierten Quartal drei Millionen Stück.

Touchscreen-Version des 24-Zoll-Cinema-Displays

Troll Touch hat eine Touchscreen-Version von Apples Cinema Display mit 24-Zoll-Bildschirm vorgestellt. Der berührungsempfindliche Aufsatz ist per USB angeschlossen und reagiert auf Finger-Eingaben oder einen Stift. Das Design des im Oktober 2008 mit den neuen Macbooks vorgestellten Displays werde durch den Touchscreen nicht verändert, versichert der Hersteller. Troll Touch verkauft den Apple-Touchscreen für 2.300 US-Dollar.

Backup-Software Retrospect 8 in Public Beta

Erstmals betrieben auf der Macworld Expo der Softwarehersteller EMC und der von EMC im Vorjahr übernommene Storagespezialist Iomega einen gemeinsamen Stand auf der Macworld Expo. Die interessanteste präsentierte Neuheit war dabei die Public Beta der Backupsoftware Retrospect 8. In der neuen Fassung bekommt die Software eine völlig neue Benutzeroerbfläche und klinkt sich als Systemerweiterung in die Systemsteuerungen ein. Bis zu acht Operationen gleichzeitig für Backup, Wiederherstellen oder Kopieren soll die Software laut Hersteller nun verwalten können. Auch Windows-Clients kann Retrospect sichern, auch die unter Parallels und VMware mit Windows XP und Vista angelegten. Noch im ersten Quartal 2009 soll Retrospect 8 in drei unterschiedlichen Konfigurationen auf den Markt kommen, als Desktop-Fassung für drei Anwender für 130 US-Dollar, als Server mit Einzellizenz für 800 US-Dollar und als Multi-Server für 1.700 US-Dollar.

Dell zahlt 3,85 Millionen US-Dollar in Vergleich mit US-Bundesstaaten

Der Computerhersteller Dell hat in einem Prozess um irreführende Verkaufspraktiken sich mit 46 US-Bundesstaaten verglichen und 3,85 Millionen US-Dollar an Ausgleichszahlungen geleistet. Davon gehen 1,5 Millionen US-Dollar in einen Entschädigungsfond für Kunden, die sich etwa über Probleme bei der Finanzierung von Rechnerkäufen beklagt hatten. Einige hatten nicht die versprochene Rabatte bekommen, andere zahlten statt der versprochenen null Prozent Zinsen deutlich mehr als geplant. Den Rest des Geldes verwenden die 46 Staaten für die Kompensation von Gerichts- und anderen Kosten. Wer nah dem 1. April 2005 ein Dell-Produkt gekauft hat, kann in den Genuss einer Entschädigung kommen. Ihre Ansprüche müssen Kunden bis zum 13. April dieses Jahres anmelden.

1462135