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Dienstag, 13. Juli

13.07.2010 | 00:00 Uhr

Consumer Reports: iPhone 4 hat Empfangsprobleme +++ Apple verklagt Nachahmer von Ladegeräten +++ Austauschprogramm für Time Capsule Baujahr 2008 +++ Cloud-basierter Web-Font-Service +++ Microsoft-Chef schwört auf "Cloud Computing" +++ Telekom startet Registrierung für rechtssichere De-Mail +++ Google lässt jedermann Android-Software basteln +++ AAPL verliert leicht

Morgenmagazin: Bootshäuser
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Consumer Reports: iPhone 4 hat Empfangsprobleme

Die renommierte Zeitschrift Consumer Reports hat Apples iPhone 4 akribisch auf dessen Empfangsprobleme getestet und diese reproduzieren können. Berührt man das iPhone 4 an dessen linken unteren Ecke, verschlechtert sich das empfangene Signal spürbar, stellten die Testingenieure mit drei verschiedenen iPhones fest. Am Provider AT&T habe der schlechte Empfang im Labor nicht gelegen, die Gegenprobe unternahmen die Tester mit anderen AT&T-Telefonen, unter anderem dem iPhone 3GS oder dem Palm Pre. Trotz guter Noten in anderen Bereichen rät Consumer Reports daher vom iPhone 4 ab . Die Signalstörung habe man reproduzierbar vermeiden können, indem man einen Klebetreifen aus isolierendem Material an der fraglichen Stelle anbrachte. Dies sei als Hinweis darauf zu verstehen, dass das iPhone 4 mit Hüllen, etwa dem von Apple angebotenem Bumper, besser funktionieren würde.

Apple verklagt Nachahmer von Ladegeräten

Apple hat in den USA drei Händler verklagt, die Nachahmerprodukte seines weißen Ladegerätes für Macbook, Macbook Pro und Macbook Air verkaufen sollen. Laut dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg nennt Apple konkret die drei Unternehmen Brillant Store imkalifornischen Freemont, sowie Sunvallytek International und Hooto.com aus Santa Clara in seiner am Bezirksgericht von Nordkalifornien eingereichten Klage. Apple fordert das Gericht auf, einen Verkaufsstopp für die fraglichen Geräte zu erwirken, die gegen ein Apple-Patent aus dem Jahr 2003 verstießen. Der Verkauf der Nachahmerprodukte habe Apple einen "irreparablen Schaden" verursacht, weswegen die Forderung nach Schadensersatz die Klage ergänzt. Apples jüngste Patentklage scheint ein eindeutiger Fall zu sein, als jene strategischen Klagen, mit denen sich Apple und andere Smartphonehersteller wie Nokia und HTC derzeit gegenseitig überziehen, um Marktvorteile zu erringen.

Austauschprogramm für Time Capsule Baujahr 2008

Im Oktober 2009 häuften sich erstmals Berichte, dass Time Capsules der ersten Generation plötzlich ausfielen und vom Anwendern nicht mehr in Betrieb zu bringen waren. Unter der Adresse http://timecapsuledead.org/ öffnete ein virtueller Friedhof, betroffenen Nutzer registrierten dort ihre defekten Router mit Backupfestplatte, von denen die meisten innerhalb von 17 bis 18 Monaten nach dem Kauf kaputt gegangen waren. Ab Februar 2010 nahmen die Betreiber jedoch keine neuen Einträge mehr auf, 2.500 waren es bis dato.

Dass die Time Capsule der ersten Generation bauartbedingte Probleme hat, räumt nun Apple mit einem offiziellen Austauschprogramm ein. Wessen Time Capsule, die zwischen Februar und Juni 2008 hergestellt wurde und Seriennummern von XX807XXXXXX bis XX814XXXXXX trägt, kann sie im Fall des Defektes nun im Apple Store oder einem autorisierten Fachhändler kostenlos gegen ein neues Gerät umtauschen. Die Probleme äußern sich in plötzlichem Aussetzen der Geräte, gerne fallen sie auch plötzlich aus und lassen sich nicht mehr anschalten.

Wer bereits eine Time Capsule bei Apple hat reparieren lassen, soll sich an den nächsten Apple Store wenden, um über eine Entschädigung zu verhandeln. Was mit den auf der Time Capsule gespeicherten Daten geschehe, sei ebenso vor Ort zu klären.

Unsere Time Capsule hatte erst vor drei Wochen, nach einer Einsatzzeit von 27 Monaten spontan den Dienst verweigert und ließ sich nicht mehr anschalten. Schon vor dem offiziellen Start des Austauschprogramms hat der Apple Store München das defekte Gerät ausgetauscht. Die Festplatte mit den veralteten Backupdaten - die Time Capsule war seit Oktober 2009 nur noch mehr als Funkrouter im Einsatz - hat Apple zu schreddern versprochen.

Cloud-basierter Web-Font-Service

Extensis hat einen neuen Web-Schriftservice namens Webink angekündigt, über den Designer Schriften beziehen können.

Die Cloud nimmt immer mehr Form an. Nun hat Extensis die Verfügbarkeit von Webink angekündigt. Der in der Betaphase befindliche Web-Schriftservice bietet via Cloud nach Bekunden des Unternehmens tausende Schriften für Lauftexte und Headlines an. Diese sind für den Einsatz im Internet vorgesehen, sodass Designer über das Font-Management diverse Fonts für ihre Projekte einsetzen können. Im Cloud-Angebot sind Formate wie TTF, EOT, WOFF und SVG. Verwalten lassen sich die Kollektion von Webink entweder online oder über in Suitcase Fusion integrierte Optionen. Mittels einer Vorschaufunktion von Suitcase Fusion können Web-Seiten ohne Kodeänderung mit Schriften aus der Cloud angezeigt werden.

Webink startet laut Extensis im September 2010, jedoch lassen sich die Funktionen schon vorher in der Betaphase kostenlos testen. Interessierte erhalten unter anderem beim Kauf von Suitcase Fusion oder einem Upgrade ihrer Extensis-Lösung einen kostenlosen Zugang zu Webink.

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