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Dienstag, 14. April

14.04.2009 | 00:00 Uhr

Trotz Krankheit: Jobs hat Apple im Griff +++ iTunes: Preiserhöhungen schaden Verkaufszahlen +++ Gründer wollen Skype zurückkaufen +++ Politiker entdecken Twitter +++ Microsoft sucht Kooperation mit Yahoo +++ AAPL: Aufwärtstrend

Morgenmagazin: Sonnenaufgang II
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Trotz Krankheit: Jobs hat Apple im Griff

Apple-Chef Steve Jobs bleibt einem Medienbericht zufolge trotz seiner krankheitsbedingten Auszeit eng in die wichtigsten Unternehmensentscheidungen eingebunden. Jobs arbeite von Zuhause aus an wichtigen Strategien und an der Entwicklung neuer Produkte mit, berichtete das "Wall Street Journal" vom Samstag unter Berufung auf informierte Personen. Er sei vor allem an der Benutzeroberfläche des Betriebssystems für das neue iPhone beteiligt gewesen. Wegen einer schweren Erkrankung hat Jobs eine Auszeit bis Juni 2009 genommen. Früheren Angaben zufolge handelt es sich um eine Hormonstörung.

Laut Wall Street Journal gehen mit dem Unternehmen vertraute Personen weiter davon aus, dass Jobs im Juni zurückkehrt. Der 54-Jährige, der als treibende Kraft hinter dem Apple-Erfolg gilt, war vor mehreren Jahren wegen einer seltenen Krebserkrankung erfolgreich operiert worden. Sein Gesundheitszustand hatte seit Sommer 2008 Spekulationen geschürt und die Anleger verunsichert. (dpa)

iTunes: Preiserhöhungen schaden Verkaufszahlen

Laut einer Meldung von Billboard beeinflussen die neuen Preise im iTunes Store die Verkaufszahlen negativ. Bei mehreren aktuellen Hits fielen die Chartpositionen vieler Lieder, nachdem der Preis von 99 Cent auf 1,29 US-Dollar stieg. Bei 15 teurer gewordenen Liedern fiel die Chartposition nach zwei Tagen im Schnitt um 1,5 Plätze. Absolute Zahlen zu den Absätzen gibt es nicht.

Zugleich gebe es noch andere Möglichkeiten, die den Verlust der Chartplatzierungen erklären könnte. Airplay im Radio oder ähnliche Faktoren können die Beliebtheit von Singles ebenfalls verändern. Allerdings zeigt sich anhand der Daten von Billboard eine deutliche Korrelation zwischen Preiserhöhung und Chartabstieg. Unklar ist, ob die Plattenfirmen mit den gestiegenen Preisen mehr Umsatz machen. Wenn die Verkäufe um mehr als 23,3 Prozent fallen, macht die Firma weniger Umsatz als mit den allen Preisen von 99 Cent.

Gründer wollen Skype zurückkaufen

Die skandinavischen Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis wollen ihr früheres Unternehmen für Internet-Telefonie zurückkaufen. Wie die New York Times am Osterwochenende berichtete, versuchen der Däne Friis und sein schwedischer Partner Zennström, Investoren für ein Milliarden-Angebot an den eBay-Konzern zu gewinnen. Sie hatten Skype 2005 für 3,1 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) an das Internet-Auktionshaus verkauft.

Als Hintergrund gilt das Eingeständnis von eBay, Skype habe sich schlechter als erhofft in das sonstige Kerngeschäft eingefügt. Nach Unternehmensangaben telefonieren weltweit 405 Millionen Menschen per Skype über das Internet. Dabei können sie andere Skype-Nutzer ohne Gebühren und Telefonanschlüsse im Fest- oder Mobilnetz für vergleichsweise geringe Kosten anrufen. Nach Angaben der New York Times will eBay mindestens 1,7 Milliarden Dollar von einem etwaigen Skype-Käufer erlangen. (dpa)

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