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Dienstag, 15. Dezember

15.12.2009 | 00:00 Uhr

Netz-Probleme von AT&T angeblich Apples Fehler +++ Seagate stellt dünnste Notebook-Festplatte vor +++ Epson stellt Printer-App für das iPhone vor +++ Toshiba stellt NAND-Flash-Chip mit 64 GB vor +++ EU will Browserstreit mit Microsoft beilegen +++ Breitbandanschluss bei 60 Prozent der Haushalte +++ Kommission: Deutsche zahlen zu viel für Briefbeförderung +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin: Novemberbäume
Vergrößern Morgenmagazin: Novemberbäume

Netz-Probleme von AT&T angeblich Apples Fehler

Der Mobilfunkprovider AT&T, in den USA noch exklusiver Partner Apples für den Vertrieb von iPhones, leidet unter dem schlechten Image, auf dem iPhone nur mäßige Sprachqualität anbieten zu können. Berichte über plötzlich abgebrochene Verbindungen häuften sich in der Vergangenheit, die Kunden machten dabei vorwiegend den Provider und sein Netz verantwortlich. Dass AT&T jedoch weniger Schuld an den Problemen trage als der iPhone-Hersteller Apple, behauptet nun ein am Wochenende erschienener Bericht der New York Times. Demnach hätten die Technikunternehmen Global Wireless Solutions und Root Wireless festgestellt, dass AT&T in seinem Netz einen 40 bis 50 Prozent höheren Durchsatz als die Konkurrenz biete. Root Wireless will zudem eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit für Sprach- und Datenverbindungen gemessen haben. Das iPhone trage somit die Schuld an schlechten Verbindungen. Genaue Angaben zur Messmethode lassen sich jedoch weder bei Global Wireless noch bei Root Wireless finden, kritisiert unser Macworld-Kollege Jeff Porten den Bericht der Times. AT&T ist zudem Kunde von Global Wirelss, was die Unabhängigkeit der Studie in Frage ziehe.

Der Analyst Roger Entner, Vizepräsident für Telekommunikation bei den Marktforschern von Nielsen, stößt jedoch ins gleiche Horn. Apples iPhone habe Probleme mit dem Chip-Set, das die Verbindung zu den Funkstationen von AT&T aufbaue. DaS iPhone trage aber den "Nimbus der Unfehlbarkeit", weswegen die Öffentlichkeit die Schuld auf AT&T abwälze. Der Provider dulde dies stillschweigend, um den lukrativen Vertrag mit Apple nicht zu gefährden.

Seagate stellt dünnste Notebook-Festplatte vor

Seagate hat die nach eigenen Angaben dünnste Festplatte für Laptops und Netbooks vorgestellt. Das Momentus Thin Drive ist laut Hersteller gerade einmal 7 Millimeter hoch und damit rund 37 Prozent dünner als herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatten. Das Momentus Thin Drive kommt mit Kapazitäten von 350 GB und 160 GB, die Rotationsgeschwindigkeit beträgt 5400 rpm, der Cache ist 8 MB groß. Anschluss findet das Laufwerk über eine SATA 2.0 Schnittstelle mit 3 Gigabit pro Sekunde Übertragungsgeschwindigkeit. Seagate verspricht Notebook-Herstellern, mit dem Mmentus Thin Drive geringere Kosten pro GB gegenüber 1,8-Zoll-Luafwerken, einen Preis nannte Seagate bisher jedoch nicht.

Epson stellt Printer-App für das iPhone vor

Der Druckerhersteller Epson hat eine iPhone-App vorgestellt, mit deren Hilfe man vom iPhone aus über eine WLAN-Verbindung Fotos direkt an den Drucker senden kann. Epson iPrint arbeitet dabei mit jedem Epson-Printer mit drahtlosen Netzwerkanschluss zusammen. Die App erkennt laut Hersteller Drucker im Netz automatisch, ein Computer ist nicht notwendig für den Ausdruck. Die Konkurrenten HP und Canon haben schon seit geraumer Zeit ähnliche Programme im Angebot.

Toshiba stellt NAND-Flash-Chip mit 64 GB vor

Toshiba hat gestern ein neues Speichermodul mit 64 GB Kapazität vorgestellt. Der NAND-Flash-Speicher kombiniert einen Controller mit 16 jeweils 32 Gbit fassenden Chips, die im 32-Nanometer-Prozess hergestellt wurden. Der Chip selbst ist nach Angaben des Hersteller nur noch 30 Mikrometer dünn. Die Module wären bestens geeignet, um die Kapazitäten von iPhoe und iPod Touch zu erhöhen, das iPhone könnte mit einem Chip 64 GB fassen, der iPod Touch mit deren zwei 128 GB. Die ersten Module will Toshiba noch im Dezember ausliefern die Massenproduktion soll im ersten Quartal 2010 anlaufen.

EU will Browserstreit mit Microsoft beilegen

Brüssel will den Streit mit Microsoft um die Bündelung des PC-Betriebssystems Windows mit seinem Internet-Browser bald beilegen. Neueste Angebote des weltgrößten Softwarekonzerns sollten Mitte der Woche für rechtlich verbindlich erklärt werden, hieß es am Montag in Brüssel. Das entspreche dem vorgegebenen Zeitplan. Die EU-Kommission hatte die Angebote Anfang Oktober zur öffentlichen Debatte gestellt.

Die EU-Kommission dringt in einem laufenden Wettbewerbsverfahren darauf, dass es bei Windows mehr Auswahl bei Browsern gibt. Die derzeitige Koppelung des Internet Explorers mit Microsofts Windows- Betriebssystem könne den freien Wettbewerb behindern, lautete bisher der Vorwurf. Browser sind nötig, um im Internet zu navigieren. Nach informellen Markttests im Sommer hatte die Kommission Microsoft aufgefordert, die Web-Seite mit den zwölf angebotenen Browsern zu verbessern. Microsoft kam der Bitte nach. In dem Verfahren drohten bisher ein hohes Bußgeld und weitere Sanktionen. Frühere Strafgelder aus Brüssel gegen Microsoft summieren sich auf rund 1,7 Milliarden Euro. Ein Verfahren, in dem es um die Offenlegung von Schnittstelleninformationen geht, läuft weiter. (dpa)

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