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Dienstag, 16. August

16.08.2011 | 00:00 Uhr

Apple bestellt 26 Millionen iPhone 5 bei Lieferanten +++ Google übernimmt Motorola Mobility für 8,8 Milliarden Euro +++ Motorola klagt nach Google-Übernahme weiter gegen Apple +++ Adobe veröffentlicht Web-Design-App Muse als Beta +++ McAfee stellt Wave Secure für iPhone & Co. vor +++ Cupertino zeigt mehr Details zu Apples neuem Campus +++ Intel will Fix für SSD 320 in zwei Wochen liefern +++ Telekom ruft Speedport-Netzteil zurück +++ Windows Phones besonders in Deutschland erfolgreich +++ Facebook optimiert Spielebereich +++ Tipp: Die Größe der Recovery Partition in Lion herausfinden +++ App-Test: Aelios Weather +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin Sonnenaufgang Parkstadt Schwabing
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Apple bestellt 26 Millionen iPhone 5 bei Lieferanten

Laut des taiwanesischen Branchenblattes Digitimes hat Apple seine Bestellungen von iPhones bei den Auftragsherstellern für die zweite Jahreshälfte 2011 kräftig erhöht. Im dritten Quartal, das in etwas mehr als sechs Wochen endet, sollen die asiatischen Manufakturen sechs Millionen Geräte fertigen, im vierten Quartal dann 20 Millionen Stück, will die Zeitung aus Zuliefererkreisen in Taiwan erfahren haben. Sollten sich diese Informationen als korrekt erweisen, dürfte das neue iPhone noch im September auf den Markt kommen. Apple hätte im Gesamtjahr 2011 95 Millionen iPhones herstellen lassen, davon in der zweiten Jahreshälfte 56 Millionen Stück - 30 Millionen von den aktuellen Modellen und 26 Millionen iPhone 5. Spekulationen zufolge wird Apple für den 7. September zu einer Pressevorstellung einladen - auf dem Programm stehe dann neben neuen iPods für das Weihnachtsgeschäft auch das allseits erwartete iPhone 5.

Google übernimmt Motorola Mobility für 8,8 Milliarden Euro

Suchmaschinen-Riese Google will den Smartphone-Hersteller Motorola Mobility übernehmen. Der Kauf kostet den Konzern 12,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 8,8 Milliarden Euro). Mit einem Aufpreis von 63 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Freitag, zahlt Google dabei 40 US-Dollar je Aktie. Vorausgesetzt, die Wettbewerbshüter geben grünes Licht, könnte die Übernahme bis Ende 2011 abgeschlossen sein.

Die Akquisition gibt Google direkten Zugriff auf die Smartphone-Herstellung und damit verbunden, mehr Einfluss auf das Design zukünftiger Android-Geräte. Den Angaben zufolge, bleibt Motorola Mobility als Android-Lizenznehmer auch weiterhin unabhängig. Auch Android soll laut einer offiziellen Stellungnahme seitens Google weiterhin ein offenes Betriebssystem bleiben.

Beide Unternehmen sehen in dem Deal eine große Chance. Google kann seine Position bei Smartphones und Tablet-Geräten ausbauen, während sich Motorola wachsende Marktanteile erhofft. In den letzten Jahren war der Elektronik-Hersteller nur noch ein kleines Licht und kam kaum noch gegen die wachsende Konkurrenz von LG oder Samsung an. Die Marktanteile des Unternehmen schrumpften im vergangenen Jahr auf gerade einmal 2,4 Prozent.
Nachdem Google vor wenigen Wochen den Bieter-Wettstreit um die Nortel-Patente an Apple und Microsoft verloren hat, kann der Suchmaschinen-Riese nun aus dem beachtlichen Patent-Fundus von Motorola schöpfen. Laut Google könne man sich so besser gegen die "wettbewerbsfeindlichen Bedrohungen" der Konkurrenz schützen.

Motorola klagt nach Google-Übernahme weiter gegen Apple

Ein wesentlicher Grund für Google, Motorola zu übernehmen, dürfte dessen Patentportfolio sein, mit dem Google die Android-Plattform gegen die patentrechtlichen Angriffe von Apple und anderen zu schützen gedenkt. Motorola wird seine laufenden Prozesse gegen Apple jedenfalls fortführen, hat Googles Rechtsvorstand David C. Drummond bestätigt: "Diese Prozesse werden fortgeführt und von Motorola wie bisher behandelt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen," erklärte Drummond in einem Pressegespräch. Zur weiteren Patentstrategie wollten weder er noch andere Google-Manager Stellung nehmen, berichtet Apple Insider. Laut Motorol-CEO Sanjay Jha verfügt der Telefonhersteller über 17.000 gewährte Patente und 7.500 Patentanträge, die nun in die Kontrolle Googles übergehen.

Adobe veröffentlicht Web-Design-App Muse als Beta

Muse, wie der noch vorläufige Name lautet, hat Adobe vor allem für Print-orientierte Grafik-Designer konzipiert, die ohne Aufwand mit HTML-Code oder unflexiblen Vorlagen Webseiten gestalten und veröffentlichen wollen.

Adobe zielt damit vor allem auf Kreative, die vornehmlich mit Programmen wie Photoshop, Illustrator oder Indesign arbeiten und sich bislang eher am traditionellen Print orientiert haben. Muse basiert auf Adobe-Air und stellt eine eigene Benutzeroberfläche im Stil eines DTP-Programms zur Verfügung, so dass sich WYSIWYG-gewohnte Grafikdesigner gleich wie zuhause fühlen können. Das Web-Programm generiert am Ende des Gestaltungsprozesses automatisch HTML-, aber auch CSS-Code sowie die nötigen Skripte und gestattet auch die Veröffentlichung auf einem Server, namentlich auf Adobes Hostingplattform Catalyst. Einfach zu nutzende Sitemaps und Master-Pages sollen in Kombination mit den flexibel handhabbaren Tools das Planen und Gestalten von Webseiten für Einsteiger in die Gestaltung von Homepages intuitiv und leicht machen. Für die Zukunft plant Adobe weitere spezielle Funktionen wie Blogs, Kontaktformular, FAQs und Einkaufswagen. Hierzu wird man dann aber auf Adobes Business Catalyst-Plattform zurückgreifen müssen, weil solche CMS-basierten Angebote auch bestimmte Strukturen auf Seiten des Servers voraussetzen. Muse soll ab 2012 in einem kommerziellen Rahmen veröffentlicht werden. Die Kosten werden nach jetzigem Stand per Abonnement bei 15 US-Dollar pro Monat oder 180 US-Dollar pro Jahr liegen, wer Muse immer nur monatsweise nutzen will, zahlt dafür 20 US-Dollar. Voraussetzung ist mindestens ein Dual-Core-Mac ab Mac-OS X 10.6 sowie die Installation von Adobe Air 2.7 oder höher. Eine Version für Windows ist ebenfalls erhältlich. Vorläufig lässt sich der Web-Gestalter kostenlos als Public Beta benutzen. Ein eigenes Muse-Portal zeigt die Möglichkeiten des Tools auf.

Info: Macworld

McAfee stellt Wave Secure für iPhone & Co. vor

McAfee Wave Secure iOS Edition sichert laut Entwickler das Smartphone gegen den Verlust persönlicher Daten und kann es im Notfall über das Web aufspüren. Die Daten können mittels der App wiederhergestellt werden. Wave Secure iOS Edition von der Intel-Tochter McAfee will vor allem private User gegen den Verlust persönlicher Daten wie deren Kontakte schützen. Dazu können iOS-Anwender ihre Kontakte, aber auch Fotos und Videos drahtlos per Backup in der McAfee-Cloud sichern und das iPhone über das McAfee Wave Secure-Portal überall orten. Außerdem lassen sich die gesicherten Daten drahtlos zurückspielen, auch auf ein Android-Gerät, wie der Anbieter verspricht. Mit der Tracking-Funktion lässt sich beispielsweise ein gestohlenes iPhone aufspüren und Inhalte löschen. Ähnliche Features bietet bereits Apple selbst kostenlos über "Find my iPhone" respektive sollen demnächst mit der iCloud im Rahmen von iOS 5 zur Verfügung stehen. Wave Secure iOS Edition gibt es im App Store ( iTunes-Link ) auf Deutsch für 16 Euro (ab iOS 4.0.3, Download 1,2 MB).

Info: Macworld UK

Cupertino zeigt mehr Details zu Apples neuem Campus

Grundsteinlegung soll kommendes Jahr sein, fertig wird das Gebäude laut Plan im Jahr 2015: Apples neues Firmengebäude in Cupertino sorgt mit seiner Raumschiffform schon in der Planungsphase für Aufsehen. Die Stadt Cupertino zeigt auf ihrer Website nun mehr Details des Gebäudes, das im April 2011 Apple-CEO Steve Jobs in einer öffentlichen Sitzung des Stadtrates der Öffentlichkeit vorstellte. Das vierstöckige ringförmige Gebäude soll 13.000 Angestellten Platz geben, fast 300.000 Quadratmeter sollen die Räumlichkeiten für Forschung und Entwicklung einnehmen, ein Auditorium soll 1.000 Zuschauer fassen. Die Parkplätze verlegt Apple in den Keller, das 60 Hektar messende Gelände soll innerhalb und außerhalb des Rings zu einer Parklandschaft werden, in die Apple rund 6.000 Bäume setzen lassen will. Um den Park soll sich ein Botaniker der Universität Stanford kümmern, der bei der Bepflanzung vor allem auf einheimische Arten setzen wolle. Apple betreibt auf dem Gelände auch ein eigenes Kraftwerk und ist so unabhängig vom kalifornischen Stromnetz.

Intel will Fix für SSD 320 in zwei Wochen liefern

Intel hat nun einen Termin genannt, zu dem ein Fix für das seit Monaten bekannte Problem der SSD 320 lösen soll. Im Juli hatte der Hersteller bereits erklärt, man habe den Fehler in der Firmware der Geräte gefunden, der zu Abstürzen und gar Datenverlusten führen konnte. In zwei Wochen soll nun ein Firmwareupdate vorliegen. Wie eine Intel-Sprecherin dem IDG News Service erklärte, sei die finale Testphase des Firmwareupdates angelaufen. Installieren lasse sich das Update, ohne die Festplatte löschen zu müssen, verlorene Daten stelle es aber nicht wieder her.

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