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Dienstag, 16. Dezember

16.12.2008 | 00:00 Uhr

Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.5.6 +++ Ranking: Apple hinkt im Klimaschutz hinterher +++ Unternehmen wollen mehr Macs +++ Labels uneins über DRM-freie Musik im iTunes Store +++ Brite wollte Seele auf eBay versteigern - von Auktionshaus gestoppt +++ Telekom bietet Regierung Milliardeninvestition an +++ Neuer Skandal facht Debatte um Datenschutz in Wirtschaft an +++ AAPL verliert deutlich

Morgenmagazin Morgenrot
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Apple veröffentlicht Mac-OS X 10.5.6

Das Update auf Mac-OS X 10.5.6 ist jetzt tatsächlich da und über die Software-Aktualisierung erhältlich. Die Beschreibung dazu hält Apple wie üblich kurz und knapp: "Das 10.5.6 Update wird allen Benutzern empfohlen, die Mac OS X Leopard verwenden. Es enthält allgemeine Fehlerbehebungen für das Betriebssystem zur Verbesserung der Stabilität, Kompatibilität und Sicherheit Ihres Macs." Die Größe kann variieren, auf einem aktuellen Macbook beträgt sie 190 Megabyte. Der Apple Support-Seite kann man in diesem Augenblick noch nicht ganz trauen, dort sind die Updates allerdings schon verfügbar: Das Combo-Update hat angeblich 71 Megabyte, ein Klick auf den Download-Button startet knapp 700 Megabyte für die Systemaktualisierung. Das normale Update ist hier 373 Megabyte groß. Ebenfalls auf den neuesten Stand bringt Apple die Server-Versionen sowie diverse Fassungen des Security Update 2008-008 für Mac-OS X 10.4.11 - getrennt nach Server, Client, PPC- und Intel-Macs. Sie sind zwischen 70 und 220 Megabyte groß.

Ranking: Apple hinkt im Klimaschutz hinterher

Greenpeace hält Apple trotz mehr Offenheit in Sachen Umweltpolitik nach wie vor für höchstens mittelmäßig in ökologischen Angelegenheiten, nun bekommt der Mac-Hersteller auch schlechte Noten bezüglich seiner Maßnahmen zum Klimaschutz. Die Bostoner Organisation Ceres, die Investoren, Umweltschützer und andere öffentliche Organisationen zusammenbringt, um die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu überprüfen, hat eine Liste veröffentlicht, welche die Klimaschutzbemühungen in Betracht zieht. Ganz vorne unter den Klimaschützern steht dabie IBM, gefolgt von der britischen Metzgereikette Tesco und dem PC-Hersteller Dell. Apple steht wie bei Greenpeace nur im hinteren Mittelfeld, mit einer Wertung von 28 Punkten bei maximal 100 erreichbaren Punkten. Nach welchen Kriterien genau Ceres bewertet, verschweigt die Organisation jedoch. In die Bewertung gingen generell das Verhalten des Managements, die Öffentlichkeitsarbeit, die Emission von Treibhausgasen und die strategischen Überlegungen der Firmen ein.

Unternehmen wollen mehr Macs

Der Mac fasst in Unternehmen immer mehr Fuß, will eine Studie der Information Technology Intelligence Corp. (ITIC) herausgefunden haben. Demnach hätten 68 Prozent der 700 befragten Unternehmen die Frage positiv beantwortet, ob sie es erlaubten, innerhalb der nächsten 12 Monate Macs in ihren Büros zu installieren. Vor allem beeindruckt der Zuwachs: Noch vor acht Monaten hatten nur 34 Prozent der Interview-Partner sich als dem Mac aufgeschlossen präsentiert. Den Grund sieht die ITIC-Analystin Laura DiDio in einem Effekt, der das private Verbraucherverhalten auf die Tätigkeiten in der Firma abfärben lässt. Immer mehr Angestellte würden in ihrer Freizeit einen Mac benutzen, die Nachfrage nach Apple-Computern auch in der Firma steige somit an. Apple habe zuletzt nichts aktiv unternommen, um seine Position in Unternehmen zu stärken, meint DiDio. Früher wären noch die in der Firma verwendeten Computer leistungsfähiger geworden, mittlerweile habe sich das aber umgekehrt und die Heimcomputer seien in punkto Leistungsfähigkeit ihren Kollegen vom Büroschreibtisch voraus. Auch die Möglichkeit, auf Macs Windows zu installieren, die konkurrenzfähigen Preise und der auf Macs abstrahlende Glanz des iPhone würden die Akzeptanz der Plattform im Unternehmensumfeld erhöhen.

Labels uneins über DRM-freie Musik im iTunes Store

Nach wie vor bieten nur EMI und einige Indie-Labels im iTunes offiziell Musik ohne Kopierschutz an. Apple betont, das Fairplay-DRM abschaffen zu wollen, verweist aber auf die Musikindustrie, die das bisher verhindere. Ganz ungelegen kommt Apple die Blockae der verebliebenen großen drei sicher nicht, das abgeschlossene System von iTuns Store und iPod befeuert sich gegenseitig: Apple ist sowohl bei Muiksplayern als auch beim Verkauf digitaler Musik unangefochtener Marktführer.

Wie MacNN unter Bezug auf eine ungenannte Quelle berichtet, dürfte die derzeitige Situation noch eine Weile anhalten. Die drei großen Labels Warner, Sony BMG und Universal hätten höchst unterschiedliche Bedingung für den Verkauf von Musik ohne DRM. Warner wolle etwa eine flexible Preisgestaltung statt des Einheitspreise von 99 Cent pro Song. Universal Music akzeptiere hingegen den Einheitspreis weiter, wolle die "freien" Musikstücke jedoch mit Wasserzeichen versehen, als eine Sicherheitsmaßnahme, welche die Verbreitung über Tauschbörsen verhindern solle. Sony BMG schließlich will Apples iTunes Store auf eine Agentur reduziert sehen und selbst als Verkäufer seines Katalogs auftreten. Apple würde hier die Kontrolle über die Art des Musikverkaufes verlieren. Die Verhandlungen dürften also noch eine Weile andauern.

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