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Dienstag, 16. März

16.03.2010 | 00:00 Uhr

Nokia bezichtigt Apple der "juristischen Alchemie" +++ Intel bietet preisgünstige SSD +++ Update für Aperture behebt Probleme mit Video +++ Rhapsody-App bald mit Offline-Modus +++ Telekom führt Frauenquote für Top-Jobs ein +++ Bitkom: Internet-Nutzer in der Datenschutz-Pflicht +++ 30 Millionen Deutsche nutzen Web-Communitys +++ AAPL fällt leicht zurück

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Nokia bezichtigt Apple der "juristischen Alchemie"

Apple versucht aus Blei Gold zu erzeugen, wirft der Konkurrent Nokia dem iPhone-Hersteller in einem übertragenen Sinn vor. Nokia, das seit Oktober 2009 mit Apple um Mobilfunk- und Handy-Patente streitet, hat bei einem Bundesgericht beantragt, Teile von Apples Gegenklage vom Dezember zurückzuweisen. Nokia behauptete seit Oktober 2009, das iPhone würde zehn seiner Patente rund um 3G- und andere Mobilfunktechniken verletzen, Apple reagierte mit dem Vorwurf, Nokia würde mit seinen Smartphones patentgeschützte iPhone-Funktionen kopieren. Nokia bezichtigt Apple nun der "juristischen Alchemie": Der iPhone-Hersteller versuche damit die Aufmerksamkeit von seinen Versuchen zu lenken, auf Nokias geistiges Eigentum gratis zu nutzen, um Vorteile im Markt zu erlangen. Konkret verlangt Nokia, sechs Vorwürfe Apples wegen Verletzung von Wettbewerbsrecht aus der Klage zu nehmen, die der iPhone-Hersteller mit der Klage über 13 Patentverletzungen gekoppelt hatte. Genau damit verfolge Apple aber eine Strategie der Ablenkung von den entscheidenden Fragen, argumentiert Nokia. Manchmal sei ein Patentstreit nur ein Patentstreit, der nach dem Scheitern von Lizenzverhandlungen notwendig geworden sei. Apple versuche jedoch mit seiner Strategie der "juristischen Alchemie" einen umfangreichen Bundesgerichtsfall zu konstruieren.

Intel bietet preisgünstige SSD

Intel bietet mit der SSD (Solid State Drive) X25-V eine preisgünstige Alternative zu Festplatten an. Die 2,5-Zoll-SSD kostet 125 US-Dollar und bietet 40 GB Kapazität. Der Preis pro Gigabyte ist damit nicht geringer als die anderer Consumer-SSDs, Intel will mit dem Einsteigerlaufwerk jedoch die Hemmschwelle für den Umstieg auf Flash-Speicher senken. Die X25-V ist laut Hersteller für die Verwendung in Notebooks oder als Boot-Drive für Desktops gedacht, zusätzlich zu einer herkömmlichen Festplatte eingesetzt, könnte eine SSD die Startzeiten von Mac-OS X und Windows deutlich senken.

Analysten erkennen einen Trend, seit kurzem hat auch OCZ die SSD Onyx SATA II für 100 US-Dollar im Angebot. Michael Yang von iSuppli rechnet mit einem Erfolg der Einsteiger-SSD: "Ich denke Verbraucher werden dieses Produkt in Betracht ziehen. Dritthersteller werden das definitiv."

Update für Aperture behebt Probleme mit Video

Apple hat einen weiteren Fix für seine Raw-Software Aperture 3 bereitgestellt. Aperture Slide Show Support Update 1.1 behebt laut Hersteller ein Problem mit der Wiedergabe von HD-Videos. Anwender von Snow Leopard sollen nach Installation des Updates bei getrimmten HD-Videos keine Störungen mehr bei der Synchronisation mit der Audio-Spur vorfinden. Das Update, das Apple über seine Website oder die Software-Aktualisierung allen Anwendern von Aperture 3 empfiehlt, ist 3,3 MB groß.

Rhapsody-App bald mit Offline-Modus

Real Networks App für den Musikdienst Rhapsody soll in Kürze ein Update erhalten, das den Musikgenuss auch ohne Internetverbindung erlaubt. Der Zugriff auf die Rhapsody-Bibliothek ist Abonnenten des Dienstes auf dem iPhone bisher nur möglich, wenn das iPhone via WiFi oder 3G mit dem Netz verbunden ist. Gerade Nutzer des iPod Touch haben damit ihre Probleme, auch trüben langsame Verbindungen den Musikgenuss unterwegs. Wie Real Networks in einem Video zeigt , ist Abhilfe unterwegs. Nutzer der App können sich bei bestehender Internetverbindung Playlisten zusammenstellen und auf ihr iPhone oder ihren iPod Touch laden, diese Wiedergabelisten sind farblich von denen per Streaming zugänglichen abgehoben. Im Offline-Modus zeigt die Rhapsody-App nur die Wiedergabelisten an, deren Inhalte der Anwender zuvor herunter geladen hat. Real Networks Musikdienst Rhapsody kostet 15 US-Dollar im Monat, die App ist kostenlos. Nach Ende des Rhapsody-Abos lassen sich die herunter geladenen Songs auch nicht mehr abspielen.

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