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Dienstag, 20. Januar

20.01.2009 | 00:00 Uhr

Steve Jobs tritt wieder für Disney-Aufsichtsrat an +++ Sharp, Toshiba und Panasonic gründen Recycling-Netz +++ Snow Leoaprd soll Vier-Finger-Gesten auf ältere Macbooks bringen +++ AMD streicht weitere 1.100 Stellen +++ T-Mobile erneuert Tarife +++ Computer-Wurm verbreitet sich rasant - Neun Millionen Infektionen +++ Bewährungsstrafe für Mobilcom-Gründer Schmid +++ Feiertag in USA: Nasdaq bleibt geschlossen

Morgenmagazin: Sonnenaufgang II
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Steve Jobs tritt wieder für Disney-Aufsichtsrat an

Von Apple zieht sich der Gründer für ein halbes Jahr zur Genesung zurück, für den Disney-Aufsichtsrat will Steve Jobs jedoch im März wieder kandidieren. Jobs, seit Pixars Übernahme durch Disney der größte Einzelaktionär des Unterhaltungskonzerns, steht auf der Kandidatenliste für die Wahl im März, berichtet die Financial Times. Experten kritisieren Jobs’ Kandidatur. Charles Elson, Professor für Unternehmensführung an der Universität von Delaware, meint gegenüber der Zeitung: "Wenn der sagt, er kann Apple nicht leiten, wie kann er dann nur nochmals für den Disney-Aufsichtsrat antreten?" Das Mandat sei kein Ehrenamt, Direktoriumsmitglieder einer Firma wie Disney müssten jährlich etwa 250 Stunden für ihren Posten aufwenden. Disney verweigerte jedweden Kommentar zu Jobs’ erneuter Kandidatur.

Unterdessen reißen die Spekulationen um den Gesundheitszustand des Apple-CEO nicht ab. Der Onkologe Dr. Roderich Schwarz von der Universitätsklinik Texas erklärte der Nachrichtenagentur Reuters, dass einiges auf die Rückkehr des Krebs bei Jobs hindeute. 2004 sei ihm ein seltener Tumor aus der Bauchspeicheldrüse entfernt worden, in fünfzig Prozent der Fälle bilde sich dieser Inselzellentumor jedoch neu. Dr. Clay Semenkovich, Endokrinologe aus St. Louis, erklärt, dass Tumore dieser Art zu enormen Hormonausschüttungen führen könnten. Insulin könnte etwa zu der beobachteten Gewichtsabnahme geführt haben.

Sharp, Toshiba und Panasonic gründen Recycling-Netz

Die Elektronikkonzerne Sharp, Toshiba und Panasonic kümmern sich in den USA gemeinsam um das Recycling von gebrauchten Elektrogeräten. Die von den Unternehmen gegründete Firma Electronic Manufacturers Recycling Management (MRM) nimmt an bis dato 280 Sammelstellen in den USA Elektronikschrott entgegen. Zur Entsorgung von Fernsehersn, Videorekordern, Telefonen, MP3-Playern und anderer elektronischer Geräte der drei genannten Hersteller müssen Verbraucher nichts bezahlen, zurückgeben können sie gegen Gebühr jedoch auch die Produkte anderer Hersteller. Die Höhe der Gebühr richtet sich dabei nach dem Zustand des Gerätes. Das Netzwerk der Sammelstellen will MRM zügig ausbauen. Bis Ende 2009 sollen landesweit 400 Stellen geöffnet haben, bis Ende 2011 sollen es 800 sein. MRM-Präsident David Thompson sieht in der Firma als eine Plattform zur Zusammenarbeit von Elektronikherstellern in Sachen Recycling an. "Hersteller kommen zusammen und teilen sich die Kosten für das Einsammeln. Wenn das passiert, können wir das Netz sogar noch weiter ausbauen," wünscht sich Thompson in einem Interview mit unseren Kollegen von Macworld. MRM verpflichte sich, das Recycling sachgemäß durchzuführen und dabei weder Gefängnisinsassen für die Arbeit heranzuziehen noch Güter nach Übersee zu exportieren.

Snow Leoaprd soll Vier-Finger-Gesten auf ältere Macbooks bringen

Die im Oktober 2008 vorgestellten Macbooks (Pro) sind in der Lage, Vier-Finger-Gesten zu erkennen. Mit Mac-OS X 10.6 Snow Leopard sollen auch ältere Macbooks in den Genuss der Fingersteuerung über das Trackpad kommen, berichtet die Seite 9to5-Mac unter Berufung auf einige Leser. Die Faktenlage ist jedoch sehr dünn, eine unabhängige Bestätigung des Berichts liegt bisher nicht vor.

AMD streicht weitere 1.100 Stellen

Der Chip-Hersteller AMD streicht in der Wirtschaftskrise 1.100 weitere Stellen und versucht mit Senkungen von Gehältern weiter Kosten einzusparen. 900 der Arbeitsplätze verteilen sich über jeden Bereich des Unternehmens, 200 Jobs gehen komplett durch die Abstoßung des Geschäfts mit Prozessoren für Handhelds verloren. Insgesamt sind neun Prozent der Belegschaft von den Kürzungen betroffen. Auch an den Gehältern schraubt der Konzern. Das Grundgehalt von CEO Dirk Meyer soll um 20 Prozent sinken, das der Vizepräsidenten um 15 Prozent. Angestellte in den USA, die keine Überstunden sammeln dürfen, sollen zehn Prozent weniger erhalten, für Überstunden berechtigte Angestellte fünf Prozent weniger. Die Gehälter der außerhalb der USA arbeitenden Angestellten sollen soweit es nationale Bestimmungen zulassen, ebenfalls sinken.

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