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Dienstag, 21. April

21.04.2009 | 00:00 Uhr

Apple nach 15 Jahren wieder in Fortune 100 +++ Microsoft stellt Support für Office 2004 im Oktober ein +++ High-End-Grafikkarte Nvidia Quadro FX 4800 für den Mac +++ iPhone-Ladegerät für das Auto von Belkin +++ Adobe will Flash auf Fernseher bringen +++ IBM hält Gewinn und Ergebnisprognose stabil +++ 2010 erstmals WM-Spiele live auf dem Handy +++ AAPL verliert an Wert

Morgenmagazin: Hummel
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Apple nach 15 Jahren wieder in Fortune 100

Und noch eine Liste: Apple hat es nach 15 Jahren zum ersten Mal wieder in die Top 100 der berühmten Fortune-500-Liste der umsatzstärksten Unternehmen der USA geschafft. Im Vorjahr noch knapp außerhalb der ersten 100 auf Platz 103 notiert, schaffte Apple heuer einen gewaltigen Sprung vorwärts auf Platz 71. Zuletzt lag Apple im Jahr 1994 unter den 100 größten US-Firmen, als das Unternehmen gerade die ersten Macs mit PowerPC-Prozessor und System 7 herausgebracht hatte, zwei Jahre vor der Rückkehr von Steve Jobs im Zuge der Übernahme von Next Computer. Wichtige Apple-Rivalen sonnen sich ebenfalls im Glanz der Top-100, etwa HP auf Paltz 9, Dell auf Rang 33 und Microsoft als 35ster. Google hat es nicht unter die besten geschafft und ist auf Platz 117 notiert. Im Jahr 2009 steht die Ölfirma Exxon-Mobil an der Spitze der Liste, das die Handelskette Wal-Mart von Platz eins auf zwei verdrängt hat.

Microsoft stellt Support für Office 2004 im Oktober ein

Gut fünf Jahre nach Veröffentlichung des Bürosoftwarepakets Office 2004 will Microsoft am 13. Oktober die Unterstützung für das Programm einstellen. Dies geschehe im üblichen Rahmen, stattdessen arbeite die Macintosh Business Unit (Mac BU) weiter an Updates für Office 2008 und an der nächsten Office-Version, wie das Unternehmen unseren Kollegen von Macworld gegenüber betont. Office 2008 werde das Ende seines Lebenszyklus nach Angaben Microsofts nicht vor April 2013 erreichen.

High-End-Grafikkarte Nvidia Quadro FX 4800 für den Mac

Nvidia hat die Mac-Version seiner High-End-Grafikkarte Quadro FX 4800 angekündigt. Über Apple und Fachhändler soll die Karte ab Mai für 1800 US-Dollar im Handel erhältlich sein. Die Quadra FX 4800 richtet sich an alle, die eine hohe Rechenleistung zur Visualisierung von 3D-Grafiken benötigen, etwa Architekten, Mediziner und Künstler. Die Karte stellt 1,5 GB Grafikspeicher bereit, der Hersteller verspricht eine Bandbreite von bis zu 76,8 GB pro Sekunde. Mit Unterstützung der CUDA-Technologie von Nvidia übernimmt die Grafikkarte bei Bedarf auch Aufgaben der CPU. CUDA ist eine Vorgängertechnik von Open CL, das Apple in Mac-OS X 10.6 integrieren wird. Nvidia verspricht, dass die Quadro FX 4800 auch Boot Camp unterstütz und so am Mac auch mit 3D-Software für Windows arbeitet. An Anschlüssen bietet die Karte zwei Dual-Link DVI-Ports, an die sich 30-Zoll-Monitore anschließen lassen und ein Mini-DIN-Connector für 3D-Brillen.

iPhone-Ladegerät für das Auto von Belkin

Der vom Zubehörspezialisten Belkin gestern vorgestellte Micro Auto Charger verfolgt als Auto-Ladegerät für iPod und iPhone einen etwas anderen Weg. Anstatt mit einem speziellen Kabel Player oder Telefon mit dem Zigarettenanzünder zu verbinden, belegt das 15 US-Dollar teure Gerät den Ausgang und stellt eine USB-Buchse bereit, die ein Ampere Ladestrom bietet. Eine Variante für 20 US-Dollar liefert noch ein USB-Kabel mit Dock-Connector mit, der Dual Auto Charger for iPhone und iPod für 30 US-Dollar bietet zwei USB-Buchsen, die zweite liefert einen Ladestrom von 500 Milliampere, was für den iPod und die meisten herkömmlichen Handys genügt.

Adobe will Flash auf Fernseher bringen

Fernseher, Set-Top-Boxen und Blu-ray-Player mit Netzwerkanschluss sollen bald das populäre Web-Videoformat Flash abspielen können. Eine entsprechende Software-Plattform hat Adobe mit Deutschlandsitz in München angekündigt. Neben hochauflösenden Filmen im Flash-Video-Format (flv) sollen Geräte mit integrierter Flash-Technologie auch interaktive Anwendungen und Dienste sowie in Flash programmierte Benutzeroberflächen darstellen können. Nach Angaben von Adobe wollen die Chiphersteller Broadcom, Intel, STMicroelectronics, NXP Semiconductors und Sigma Designs die Plattform von der zweiten Jahreshälfte an in ihre Produkte integrieren. (dpa)

IBM hält Gewinn und Ergebnisprognose stabil

IBM trotzt der Wirtschaftskrise mit nahezu stabilen Gewinnen und hält für das Gesamtjahr an seiner Ergebnisprognose fest. Der US-Riese enttäuschte den Markt am Montagabend jedoch mit einem Umsatzeinbruch im ersten Quartal. Die nochmals gestiegenen milliardenschweren Bargeldbestände wolle IBM für geeignete Zukäufe nutzen, kündigte Finanzchef Mark Loughridge an.

Unbeeindruckt zeigte sich der Manager von der nur wenige Stunden zuvor durch den Softwareriesen Oracle verkündeten Übernahme des Computerkonzerns Sun Microsystems, dessen Kauf IBM im Streit um den Preis abgeblasen hatte. IBM habe mit den beiden Unternehmen schon bisher konkurriert und dabei gewonnen, so der Finanzchef.

Im ersten Quartal gab der Überschuss von IBM leicht um ein Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar nach. Der Umsatz fiel zum Vorjahr auch durch den starken Dollar um elf Prozent auf 21,7 Milliarden Dollar (16,7 Mrd Euro). Währungsbereinigt ging er um vier Prozent zurück. IBM hatte zuletzt stark Kosten gespart und Stellen gestrichen oder verlagert. Der Konzern mit Sitz in Armonk (US-Bundesstaat New York) will im laufenden Jahr wie geplant einen Gewinn je Aktie von mindestens 9,20 Dollar einfahren. Für nächstes Jahr betonte IBM-Chef Sam Palmisano: «Wir sind unserem eigenen Zeitplan für 10 bis 11 Dollar je Aktie in 2010 weiter voraus.»

Mit dem Ergebnis im ersten Quartal übertraf IBM die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz blieb jedoch dahinter zurück. Die Aktie stand nachbörslich unter Druck.

IBM gilt wegen seiner breiten Palette - von Hardware über Software bis zu Serviceleistungen - als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche. In den nächsten Tagen legen unter anderem Schwergewichte wie der Chipbauer AMD, die Internetkonzerne Yahoo! und eBay sowie Apple und Microsoft ihre Zahlen für das vergangene Quartal vor. Die Umsätze fielen bei IBM im ersten Quartal zwar über alle Branchen hinweg. Der Rückgang war aber bei Dienstleistungen und Software weit geringer als im klassischen Hardware-Geschäft. Die von Experten beachtete Brutto-Gewinnmarge stieg zuletzt im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwei Prozentpunkte auf 43,4 Prozent. (dpa)

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